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Kalkflachmoor Ginnicker Bruch Traditional Cache

Hidden : 6/26/2017
Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:


Dieser Traditional befindet sich in einem Naturschutzgebiet. Bitte verhaltet euch entsprechend umsichtig und schont die Natur. Die offiziellen Wege müssen und dürfen zu keiner Zeit verlassen werden.

Wer rechnet in der Gemeinde Vettweiß schon mit einem Moor?

 

In dem Naturraum Niederrheinisches Tiefland/Kölner Bucht sind insgesamt lediglich zwei repräsentative Gebiete bekannt. Das macht  deutlich, wie außergewöhnlich und schützenswert hier ein Moor ist. Der Ginnicker Bruch ist ein Grafik3 ha großes FFH-Gebiet, liegt in Vettweiß-Ginnick und ist in ein 11ha großes Naturschutzgebiet eingebettet. Der Ginnicker Bruch beherbergt die Reste eines ehemals großflächigen und artenreicheren Kalkmoores. Neben verschiedenen verbliebenen diesen Lebensraum bildenden Pflanzenbeständen des Kopfbinsenmoores und der Kalkbinsenwiese kommen auf der Fläche noch Schilfröhrichte und Bestände der Zweizeiligen Segge vor. Diese wie auch aufkommende Weidengebüsche stellen Degradationsstadien des Moores aufgrund früherer Entwässerungsmaßnahmen (Entwässerungsgräben, Ausbau des angrenzenden Frohnbaches) und externen Nährstoffeintrages dar, worunter auch die Artenvielfalt gelitten hat. Die verbliebene Substanz bietet aber gute Möglichkeiten zur Wiederherstellung des Lebensraums in alter Qualität. Einbezogen wurden ferner inzwischen als Grünland genutzte, das Gebiet umschließende landwirtschaftliche Flächen, die als Pufferzonen fungieren.

Erste 1999 durchgeführte Maßnahmen umfassten bereits das Schließen der Entwässerungsgräben, das Entfernen der den Wasserhaushalt negativ beeinflussender Gehölze sowie das Zurückdrängen des Schilfröhrichts, womit eine deutliche Vergrößerung der Moorflächen erzielt wurde. Diese bisher erfolgreichen Maßnahmen wie auch die vorgenommene Extensivierung des direkten Umlandes sind fortzuführen. Jedes Jahr werden die Moorwiesen gemäht und - sozusagen als Pufferzone, das randlich gelegene Grünland ohne Düngereinsatz bewirtschaftet. Nur so gelingt der Erhalt bzw. die Wiederherstellung der typischen Kalkmoorvegetation mit seltenen Seggen, Binsen und Orchideen.

 

 

Wie entsteht eigentlich ein Moor und welche Arten gibt es?

 

Moore bieten ursprünglichen Lebensraum für Spezialisten, welche sich besonders an die Nährstoffarmut, den extrem sauren Boden, hohe Temperaturunterschiede und die Nässe angepasst haben. Die meisten Moore entstanden nach der letzten Eiszeit. Auf der Erde wurde es wärmer, das Eis schmolz und es regnete viel. Dadurch stieg der Grundwasserspiegel an und viele Täler und Senken wurden überflutet. Die Pflanzen passten sich daran an und verbreiteten sich in den überfluteten Teilen. Durch das viele Wasser zersetzen sich abgestorbene Pflanzenteile nicht und das Moor entsteht. Moore wachsen pro Jahr ca. 1mm nach oben. Es wird CO² aus der Atmosphäre gebunden. Durch Zerstörung von Mooren wird dieses CO² wieder freigesetzt. Der Verzicht auf Torfprodukte schützt Lebensraum und Klima.

 

Grafik

Das Niedermoor, Flachmoor

In einem Niedermoor sammeln sich Grund- und Regenwasser an. Das Wachstum wird hauptsächlich durch das hohe Stickstoffangebot bestimmt, die pH-Verhältnisse werden hier fast bedeutungslos und können zwischen 3,2 und 7,5 liegen. Nährstoffreiche Moore sind immer mineralbodenwasserernährt. Für Pflanzen und Tiere sind das optimale Bedingungen, so dass es in einem Niedermoor eine große Artenvielfalt von Tieren und Pflanzen gibt, die durch gleichmäßig hohe Wasserstände entscheidend geprägt sind. In ihrer Wasser- und Nährstoffversorgung ist das Moor vom oberflächlichen Zulauf aus dem umgebenden Landschaftsraum abhängig. Im Wurzelraum führt die Unterversorgung mit Sauerstoff zu einer Torfbildung.


Das Zwischenmoor

Ein Niedermoor kann sich auch zu einem Hochmoor entwickeln. Das passiert in Gegenden, wo es viel regnet. Dieser Übergang wird als Zwischenmoor bezeichnet. Die Pflanzen sterben ab, zersetzen sich nicht und Torf entsteht. Dadurch verdichten sich die tieferliegenden Schichten immer mehr, bis kein Grundwasser mehr durchkommt. Das Regenwasser bringt keine Nährstoffe und immer mehr Torf bildet sich. Wächst der Torfkörper allmählich über den Grundwasserspiegel hinaus, siedeln sich zunehmend Hochmoorpflanzen an.

 

Das Hochmoor

Das sind Regenwassermoore, das heißt, es fällt mehr Regen, als Wasser verdunsten kann. Das Gebiet wird nie trocken. Sie sind ausschließlich regenwasserernährt (ombrotroph) und damit sauer und sehr nährstoffarm (oligotroph). Sie verfügen über nur geringe Gehalte an Stickstoff und anderen Nährstoffen und zeichnen sich durch hohe Kohlenstoffgehalte im Torf aus. Die pH-Werte liegen zwischen 3 und 4,8. Die typische Pflanzenwelt besteht aus fast geschlossenen Torfmoosrasen. Sie wölben sich in ihrer langwierigen Entwicklung über die Geländeoberfläche hinaus. In natürlichen Hochmooren sind Pflanzen- und Tierarten zu finden, die in anderen Biotopen nicht konkurrenzfähig sind. Sie sind hochspezialisiert und prägen den landschaftlich einmaligen Charakter der Hochmoorlandschaft. Werden Hochmoore entwässert oder gedüngt, sind diese spezialisierten Arten nicht mehr konkurrenzfähig und werden verdrängt. Das gesamte Ökosystem Hochmoor ist daher hochspezialisiert und im höchsten Grade schützenswert, da es nicht ersetzbar oder ausgleichbar ist.

 

Geologische Untergrund-Betrachtung im Ginnicker Bruch

Der obere Muschelkalk bildet zusammen mit dem Lingula-Dolomit und dem Unteren Dolomit des Unteren Keuper einen zusammenhängenden Kluftwasserleiter. GrafikDiese Gesteine sind nicht ganz dicht ( im wahrsten Sinne des Wortes J ) Von einem Lingula Dolomit spricht man, wenn sich innerhalb des Dolomitgesteins kleine Löcher (sog. Kavernen) gebildet haben. Muschelkalk, genauso wie Dolomit, sind sedimentäre Kalkgesteine und damit gegenüber der chemischen Verwitterung ein anfälliges Gestein. Je nach Schichtung oder auch Ausbildung von Klüften innerhalb der Gesteinsfolge oder dem Gesteinsgefüge leitet es das Grundwasser besonders gut. Die mit rund 30-45 Metern vergleichsweise geringmächtige Folge, liegt zwischen den stauenden Schichten der unterlagernden Blättermergel und des Keuper. Ihre wasserwirtschaftliche Bedeutung erhält dieser Grundwasserleiter durch Quellaustritte mit hohen Schüttmengen, wie das Beispiel der genutzten Quelle in Embken.

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