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Wie das Theater an den Augustinerhof kam Multi-Cache

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John_Koenig: Hallo TheaterTrier,

da sich hier scheinbar nichts weiter tut und leider keine weitere Reaktion auf Reviewer-Notes kamen, archiviere ich diesen Cache.

Falls Du diese Cacheidee nicht weiterverfolgen möchtest, denke bitte daran eventuellen Geomüll (Cachebehälter, Zwischenstationen) wieder einzusammeln. Solltest Du nochmals Interesse an einem Cache hier haben, so musst Du nun leider ein neues Listing dazu anlegen.

Mit freundlichem Gruß

John_Koenig

Volunteer Geocaching.com Reviewer

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Hidden : 6/21/2017
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   regular (regular)

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Geocache Description:

Auf einer kleinen Wanderung durch Trier erfahrt ihr einiges über das Theater und seine Geschichte.


1803 – 1944 Kapuzinerkloster N 49° 45' 165'' E 006° 38' 279''

Trier, 1615. Als europaweit noch Hexen verbrannt werden und der Dreißigjährige Krieg noch nicht einmal begonnen hat, kommen Kapuzinermönche, ein Zweig des Franziskanerordens, nach Trier. Sie errichten ein Kloster, auf das heute noch das Straßenschild „Kapuzinergasse“ hinweist.

Knapp 200 Jahre später ist das Gebiet links des Rheins von Franzosen besetzt, alle Orden und Klöster werden aufgelöst, ihre Besitztümer gehen an den französischen Staat. Die Domänenverwaltung übernimmt das Kapuzinerkloster und setzte sich stark für den Aufbau eines Theaters ein, um die Ideen der Aufklärung an eine jüngere Generation weiterzugeben.

Der erste Pächter, Theodor Schaack jun., ließ ab 1803 im ehemaligen Kloster Aufführungen stattfinden, aber er zahlte die Pacht nicht regelmäßig und hielt sich auch nicht an die Zeitvorgabe, was den Umbau in ein wirkliches Theater betraf. Letztendlich musste das Gebäude mit Polizeigewalt geräumt werden.

Unter städtischer Leitung versprach sich der Präfekt eine Förderung der französischen Sprache und Kultur. Das Kapuzinerkloster wurde fahrenden Theater- und manchmal auch Zirkustruppen zur Verfügung gestellt.

Nachdem am 6.1.1814 preußische Truppen einmarschiert waren, entschloss man sich das Theater weiterzuführen, nun auch mit festem Ensemble, um das Ansehen der Stadt zu stärken. Schnell geriet man in Geldsorgen, eine Aktiengesellschaft wurde gegründet, die sich aber nur kurz hielt und eine Theaterbaugesellschaft setzte sich schließlich dafür ein, das mittlerweile sehr heruntergekommene Gebäude wieder herzurichten.

Über 100 Jahre später, von 1907 bis 1922 erreichte das Theater unter der Leitung von Heinz Tietjen seinen künstlerischen Höhepunkt und selbst während des ersten Weltkrieges wurde noch weitergespielt.

Auch nach 1918 hielt sich das Theater, wenn auch mit gekürztem Budget, bis zur Spielzeit 1932/33, in der es weder Intendant noch Ensemble gab. Die Nationalsozialisten führten das Dreispartenhaus (Oper, Operette, Schauspiel) wieder ein, als Mittel politische Stimmung zu machen.

Die letzte Aufführung fand am 16.7.1944 statt, bevor am 1.9. die Schließung aller Theater verordnet wurde, um das eingesparrte Geld zur Finanzierung des Krieges nutzen zu können. Drei Monate später, im Dezember 1944, wurde das Kapuzinerkloster bei einem Bombenangriff vollständig zerstört.

A: Von 0 bis wie viel Uhr darf hier von Montag bis Freitag der Lieferverkehr durchfahren? Nimm die Zahl mal 6.

 

 

1803 – 1944 Der Viehmarktplatz N 49° 45' 172'' E 006° 38' 220''

Auf dem Viehmarktplatz standen mehrere Probebühnen sowie ein großes Garderobenhaus.

B: Wie viele Fenster sind die Viehmarktthermen hoch? Nimm die Zahl plus 2.

 

 

1944 – 1949 Großer Treviris-Saal N 49° 45' 495'' E 006° 38' 407''

Hier, wo man heute unten einkaufen und oben wohnen kann, stand früher einmal das katholische Vereinshaus Treviris mit seinem kleinen Treviris-Saal. Schon als das alte Theater in der Fahrstraße noch existierte, war dieser Saal als Außenspielstätte mitgenutzt worden und ab 1944 beschloss man, ihn nun in einen wirklichen Theatersaal umzufunktionieren. Bereits 1945 nahm das Theater, als erstes im Kreis der Nachbarstädte, seinen Betrieb wieder auf, obwohl noch ein Großteil der Trierer evakuiert war.

Das Dreispartenhaus mit Oper, Operette und Schauspiel wurde wieder eingeführt und der kleine Saal wurde zum großen Treviris-Saal umgestaltet. Durch unlösbare Heizungsprobleme musste die Spielzeit aber schon 1946/47 unterbrochen werden und auch bühnentechnisch war die Situation so schlecht, dass ein wirklicher Spielbetrieb kaum zu gewährleisten war: Die Bühne war einfach nicht tief genug, sodass die Bühnenbilder nicht vernünftig aufgestellt werden konnten. Auch aufgrund von Geldproblemen stand das Theater kurz vor der Schließung, da man seine Aufgabe aber als sehr wichtig für Kultur und Bevölkerung ansah, wurde alles an seine Erhaltung gesetzt.

Die letzte Spielzeit im Treviris-Saal war 1949/50, der Vertrag wurde nicht verlängert und das Theater zog erneut um.

C: Wie lautet die zweite Ziffer der Hausnummer rechts von dir, wenn du mit Blickrichtung zum Gebäude stehst? Nimm die Ziffer minus 3.

 

 

1950 – 1964 Bischof-Korum-Haus N 49° 45' 465'' E 006° 38' 639''

Im Jahr 1950 zog das Theater erneut um: in das Bischof-Korum-Haus in der Rindertanzstraße. Eigentlich kein schöner Ort um Kunst zu machen, denn im Jahre 1942 was das Bischof-Korum-Haus ein Ort gewesen, an dem unschöne Dinge passierten. Es war die letzte Station vor dem unvorstellbaren Grauen: Hier wurden jüdische Frauen und Kinder interniert, ehe sie in Viehwaggons gepfercht und in die Konzentrationslager deportiert wurden.

Dennoch begann im Sommer 1950 das zweite bedeutsame Kapitel der Nachkriegszeit des Trierer Theaters. Mit Beginn der neuen Spielzeit und dem neuen Ort gab es auch einen neuen Intendanten: Doktor Wolfgang Nufer. Anlässlich seines 150-jährigem Bestehen feierte das Theater 1952 seine Jubiläums-Spielzeit. Das lies sich auch der damalige Bundespräsident Theodor Heuß nicht nehmen, und besuchte die letzte Vorstellung von Kleists „ Der zerbrochene Krug“.

Mit einem erneuten Intendantenwechsel (1953) zu Doktor Rudolf Hesse, begannen auch die ersten Freilichtaufführungen an verschiedensten Spielorten.

1954 begannen sowohl im Theater als auch im Rathaus die Diskussionen über den Neuaufbau des Theaters, denn „nur ein Neubau kann das Theater auf lange, finanzielle Sicht retten“. Also wurde 1959 der Wiederaufbau des Theaters beschlossen, damals noch an den Kaiserthermen. 56 Entwürfe verschiedenster Architekten wurden eingereicht, und der damalige Oberbürgermeister genehmigte die Baupläne des besten Entwurfes. Jedoch protestieren viele Trierer Bürger gegen eine Bebauung der alten Kaiserthermen und so beschloss der Oberbürgermeister einen neuen Platz: Den Augustinerhof, auf dem bis heute das Theater Trier steht und spielt.

Während der Bau des neuen Theaters begann, brachen die letzten vier Spielzeitjahre im Bischof-Korum-Haus an und brachten auch in dieser Zeit viele Besucherzahlen ein.

In den 1960er Jahren wurde das Bischof-Korum-Haus abgerissen, seitdem ist der Rindertanzplatz eine Brache mitten in der Stadt und wird als Parkplatz unter Wert genutzt.

D: Wenn ihr euch umschaut entdeckt ihr eine Tafel, die an die Deportation der Juden erinnert. Wie lautet die zweite Ziffer der ersten Zahl auf dieser Tafel? Nimm die Ziffer plus 1.

 

 

Seit 1964 Augustinerhof N 49° 45' 116'' E 006° 38' 061''

Hier stehst du direkt vor dem Trier Theater.

Zum Beginn der neuen Spielzeit 1964/65 zog das Theater um. Endlich hatte es eine zweckgebundene Heimatstätte und die dritte, dauerhafte bis heute bestehende Nachkriegsära des Trierer Theaterlebens konnte beginnen. Das neue Haus wurde in einem großen Festakt eröffnet, unter anderem mit der ersten Produktion des neuen Hauses der Oper „Fidelio“ von Ludwig van Beethoven. Die darauffolgenden nächsten zehn Spieljahre waren von einem gut durchdachten Gesamtspielplan mit zahlreichen Höhepunkten geprägt, unter der Leitung des damaligen Intendanten Professor Walter Pohl.

1973 begannen neben den regulären Produktionen im Haus die erste Freilichtsaison in den Kaiserthermen. Auch vier Jahre später gab es wieder ein Jubiläum zu feiern: 175 Jahr Theater Trier! Bald darauf fing man an mit der Tuchfabrik und anderen Theatern aus der Umgebung zu kooperieren. Als es 1995 zu einem erneuten Intendantenwechsel kam (Heinz Lukas-Kindermann), begannen auch die Antikenfestspiele. Diese fanden neun lange Jahre lang abwechselnd an der Porta Nigra, dem Amphitheater und den Kaiserthermen statt. Gespielt wurden Werke aus dem Bereich Musiktheater und Schauspiel mit antikem Stoff. Ab 2009 waren sie jedoch leider aus finanziellen Gründen nicht mehr realisierbar
Während der Zeit der Antikenfestspiele gab es einen neuen Intendantenwechsel zu Gerhard Weber, der sich nach der Spielzeit 2014/15 verabschiedete.

E: Auf welcher Seite der Eingangstüren (von außen gesehen) steht eine Schautafel, in der Spielpläne und Leporellos ausgehängt werden? Rechts: 1 Links: 6 Das Finale findet ihr bei N 49° 45' DA'' E 006° 37' EBC'' Wenn ihr Lust habt, nehmt euch einen Picknickkorb für das Finale mit. Dort kann man bei schönem Wetter gut sitzen.

Additional Hints (Decrypt)

Xrvar Natfg ibe Qbeara!

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)