Das Listing ist ziemlich original, ein wenig gekürzt habe ich nur die Werksverzeichnisse. Aber die Details zu den verschiedenen Personen können in einschlägigen Nachschlagewerken virtueller oder realer Natur gefunden werden.
Der Sankt Marxer Friedhof ist ein Friedhof , der 1874 geschlossen wurde und heute unter Denkmalschutz steht. Die Stadt Wien führt den Sankt Marxer Friedhof als öffentlich zugängliche Parkanlage.
Da es sich um eine öffentlich zugängliche Parkanlage handelt und kein offizieller Friedhof ist, befindet sich die Final-Location IM Parkgelände und NICHT außerhalb !!!
Wer trotzdem Bedenken hat einen Multi auf einem ehemaligen Friedhof zu bewerkstelligen, kann diesen Cache natürlich ignorieren .
Mit diesem Multi möchte ich den Cacherfreunden ein paar Grabstätten zeigen, von denen vielleicht nicht alle Kenntnis gehabt haben :)
Öffnungszeiten:
November bis März 7:00 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit
April und Oktober 7:00 bis 17:00 Uhr
Mai und September 7:00 bis 18:00 Uhr
Juni bis August 7:00 bis 19:00 Uhr
Durch das Nebentor hinter dem WC beim Eingang kann das Gelände aber zu JEDER ZEIT verlassen werden !
1. Location:
N 48°11.021
E 16°24.173
Josef Strauss (Komponist)
(* 20. August 1827 in Mariahilf bei Wien; † 22. Juli 1870 in Wien) war ein österreichischer Architekt, Erfinder, Komponist und Dirigent.
Obwohl der Name Strauss in modernen Nachschlagewerken häufig mit ß zu finden ist, schrieb Strauss selbst seinen Namen immer mit ss.
Leben
Josef Strauss war ein Sohn von Johann Strauss (Vater) und dessen Frau Anna sowie Bruder von Johann Strauss (Sohn) und Eduard Strauß. Er strebte aber keine musikalische Karriere an, sondern absolvierte zunächst ein Studium am Wiener Polytechnikum (heute Technische Universität Wien), arbeitete als Bauleiter bei der Errichtung eines Wehrs in Trumau, Niederösterreich, und konstruierte zwei Straßenkehrmaschinen. Als jedoch Johann Strauss (Sohn) im Spätherbst 1852 von einer Konzertreise völlig erschöpft zurückkehrte, musste Josef im folgenden Jahr als Kapellmeister der Strauss-Kapelle einspringen. Damals komponierte er sein erstes Werk, den Walzer Die Ersten und die Letzten (in der – irrigen – Meinung, dies sei sein erstes und letztes Werk; die nächste Walzerfolge op.12 nannte er dann folgerichtig Die Ersten nach den Letzten; er komponierte schließlich über 300 Werke). In den folgenden Jahren vertrat er zunehmend seinen Bruder Johann in dessen Abwesenheit als Kapellmeister. Er nahm Unterricht in Kompositionslehre und lernte Violine spielen. Am 8. Juni 1857 vermählte sich Josef Strauss mit Caroline Pruckmayer in der Johann Nepomuk Kirche an der Praterstraße. Ihnen wurde am 27. März 1858 eine Tochter, Karoline Anna, geboren.
Der häufig kränkelnde Strauss erlitt beim Tod seiner Mutter Anna am 22. Februar 1870 einen Zusammenbruch an ihrem Sterbebett und musste sich am folgenden Tag beim alljährlichen Studentenball in den Redoutensälen der Hofburg vertreten lassen. Vier Monate später brach er auf einer Konzertreise in Warschau während des Dirigierens bewusstlos zusammen und fiel vom Dirigentenpodest. Er starb kurze Zeit später in Wien. Die Todesursache blieb ungeklärt, da seine Witwe eine Autopsie nicht bewilligte. Er ist in einem Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof (Gruppe 32 A, Nummer 44) beigesetzt. Überstellt vom Sankt Marxer Friedhof.
Werke
Josef Strauss komponierte Walzer, darunter Die Ersten und Letzten (Op. 1), Sphärenklänge (Op. 235), Delirienwalzer (Op. 212), Mein Lebenslauf ist Lieb und Lust (Op. 263) und Dorfschwalben aus Österreich (Op. 164), Polkas wie etwa Feuerfest (Op. 269), die Moulinet Polka (erstmals aufgeführt am 25. Juli 1858 in Ungers Casino) oder die Pizzicato-Polka (zusammen mit Bruder Johann), Quadrillen und andere Tanzmusik. Die rund 30 Jahre nach seinem Tod mit seiner Musik entstandene Operette Frühlingsluft (Text von Karl Lindau und Julius Wilhelm) wurde 1903 uraufgeführt. Seine Kompositionen sind im Vergleich zu den Werken seiner Brüder etwas schwermütigeren Charakters.
A = Dritte Jahreszahl am Grabstein
2. Location:
N48° 11.012
E16° 24.119
Katharina Waldmüller (Hofopernsängerin)
(* 7. April 1792 in Leopoldstadt; † 28. November 1850 in Wien; gebürtige Weidner) war Sängerin (Mezzosopran). Für nahezu 30 Jahre (1817 bis 1846) war sie am Wiener Kärntnertortheater engagiert, wo sie unter anderem den Sesto in Mozarts Oper Titus sang.
Katharinas Bruder war der Porträtmaler Josef Weidner, der ihr Porträt schuf, das sich heute in einem Museum in Schleswig-Holstein befindet. 1814 heiratete sie Ferdinand Georg Waldmüller, der heute als einer der bedeutendsten österreichischen Maler des 19. Jahrhunderts gilt. Diese Ehe verlief sehr unharmonisch und wurde 1834 geschieden. In den Jahren bis zu ihrer Zeit als Hofopernsängerin am Kärntnertortheater hatte sie als Sängerin verschiedene Engagements, zum Beispiel in Baden bei Wien, in Brünn und Prag. Die letzte Ruhestätte Katharina Waldmüllers ist der Sankt Marxer Friedhof in Wien.
B = Letzte Jahreszahl am Grabstein
3. Location:
N48° 10.962
E16° 24.111
Josef Madersperger (Erfinder der Nähmaschine)
(* 6. Oktober 1768 in Kufstein; † 2. Oktober 1850 in Wien) war ein Schneidermeister. Er gilt als einer der Erfinder der Nähmaschine.
Leben
Josef Madersperger übersiedelte 1790 mit seinem Vater nach Wien, weil sein Tiroler Elternhaus abgebrannt war. Dort begann er 1807 mit der Entwicklung der Nähmaschine, in die er all seine Ersparnisse und seine ganze Freizeit steckte. 1814 stellte er seine erste Nähmaschine vor, die die Bewegung der nähenden menschlichen Hand nachahmte. Madersperger verwertete das 1815 ihm gewährte Privileg nicht, das nach 3 Jahren erlosch.
Er hat sich zeitweilig als Obsthändler durchgebracht, wie dem Ansuchen beim Magistrat um Konzession zu entnehmen ist. Allerdings ist nicht bekannt, wie Madersperger diese Gewerbeberechtigung ausgeübt hat. Im Jahr 1823 wohnte er jedenfalls in der Himmelpfortgasse 14 und wurde als gewesener bürgerlicher Schneider geführt.
Nach einigen erfolglosen Verbesserungsversuchen erfand Madersperger 1839 eine Maschine, die den Webvorgang nachahmte und mit dem Kettelstich arbeitete. Da Madersperger kein Geld hatte, um eine Fabrik zu bauen, schenkte er 1839 sein Nähmaschinenmodell dem k.k. polytechnischen Institut. 1841 erhielt er eine Bronzemedaille vom Niederösterreichischen Gewerbeverein.
Madersperger verstarb am 2. Oktober 1850, nach nur dreimonatigem gemeinsamen Aufenthalt mit seiner Gattin, völlig verarmt im Wiener Versorgungshaus und wurde auf dem nahe gelegenen Sankt Marxer Friedhof in einem Massengrab beigesetzt. Die Wiener Schneiderinnung ließ an seiner ungefähren Grabstelle ein gusseisernes Kreuz errichten und pflegt dieses bis zum heutigen Tage.
Josef Madersperger zu Ehren wurde 1933 ein Denkmal im Resselpark am Karlsplatz enthüllt, außerdem tragen Straßen in Wien, Linz, Innsbruck und Kufstein seinen Namen. An der Stelle des ehemaligen Versorgungshauses in Sankt Marx wurde von 1953 bis 1956 ein Gemeindebau errichtet, an dem eine Gedenktafel an Madersperger erinnert. Die Anlage wird daher von den Bewohnern Madersperger-Hof genannt.
In Kufstein befindet sich in Maderspergers Geburtshaus das nur 14 m² große Museum „madersperger“. Hier ist die Nähmaschinensammlung der Stadt Kufstein ausgestellt. Diese und andere Exponate werden durch eine Multimediashow und Schautafeln erläutert und ergänzt.[1]
C = Erste Jahreszahl am Grabstein
Bis zur Reinstallation des Kreuzes dürft ihr hier die Zahl nehmen, die man hier naturgemäß erwarten könnte, Oder die vom Bild ;-)
4. Location:
N48° 10.962
E16° 24.077
Johann Georg Albrechtsberger (Komponist)
(* 3. Februar 1736 in Klosterneuburg, Niederösterreich; † 7. März 1809 in Wien) war ein österreichischer Musiktheoretiker, Komponist und vor allem gelehrter Kontrapunktist.
Leben
Sein Vater war Landwirt und Fuhrwerker. Mit sieben Jahren wurde Johann Georg Sängerknabe im Stift Klosterneuburg, lernte Orgel und die Anfangsgründe der Musiktheorie. Mit 13 Jahren kam Albrechtsberger 1749 als Chorknabe an das Stiftsgymnasium Melk. 1753 ging er nach Wien, um dort am Jesuitenseminar Philosophie zu studieren. Dort schloss er Freundschaft mit Michael Haydn, über diesen lernte er auch dessen Bruder Joseph Haydn kennen.
In den Jahren 1755 bis 1757 wirkte Albrechtsberger als Organist in Raab (Győr). Anschließend berief man ihn für zwei Jahre in gleicher Funktion an die Wallfahrtskirche Maria Taferl. 1759 kehrte er als Organist nach Melk zurück. 1766 musste er nach einem Zwischenfall Melk verlassen, war wieder in Raab und ab 1768 als Organist und Orgelbauer in Wien. 1770 wurde er Organist bei St. Stephan und 1771 Regenschori der Karmelitenkirche. 1772 berief ihn Kaiser Joseph II. als 2. Hoforganisten zu sich nach Wien.
Am 9. Mai 1791 wurde Wolfgang Amadeus Mozart unentgeltlich als Adjunkt des Domkapellmeisters Leopold Hofmann angestellt. In seinen letzten Lebensmonaten wünschte sich Mozart († 5. Dezember 1791) Albrechtsberger als Nachfolger als Kapellmeister-Adjunkt am Stephansdom. Nach dem Tod von Leopold Hofmann 1793 übernahm Albrechtsberger auch dessen Amt als Domkapellmeister. Diese Stellung hatte er bis zu seinem Tod am 7. März 1809 inne.
Albrechtsberger war verheiratet mit Rosalia Weiß, der Tochter eines Eggenburger Bildhauers, mit der er 15 Kinder hatte, von denen aber nur sechs ihren Vater überlebten. Er wurde auf dem Sankt Marxer Friedhof in Wien in einem Schachtgrab beigesetzt. Im Jahr 1894 wurde in Wien Meidling (12. Bezirk) die Albrechtsbergergasse nach ihm benannt.
Bedeutung
In Wien hatte Albrechtsberger viele Schüler, darunter u. a. Carl Czerny, Joseph Leopold von Eybler, Johann Nepomuk Hummel, Ignaz Moscheles, Ferdinand Ries, Franz Xaver Mozart, Johann Peter Pixis und Ignaz von Seyfried. Sein berühmtester Schüler allerdings war Ludwig van Beethoven, über den Albrechtsberger sagte: „[Er wird] … nie was Ordentliches machen.“
Das kompositorische Werk Albrechtsbergers umfasst 279 Kirchenkompositionen, 278 Werke für Tasteninstrumente, 193 weltliche instrumentale Werke, u.a. auch ein Konzert für Maultrommel, Streicher und Basso continuo. Albrechtsberger schrieb auch Kammermusik für das private Musizieren der Kaiserlichen Familie - Joseph II. spielte Violoncello und liebte Fugen. Es wurde jedoch nur ein kleiner Teil seiner Kompositionen gedruckt; der Großteil seines Werkes liegt in Manuskripten bei der Wiener Gesellschaft der Musikfreunde.
D = Letzte Jahreszahl am Grabstein
5. Location:
N48° 10.922
E16° 24.062
Adolf Martin Pleischl (Erfinder des Emailgeschirrs)
(* 10. Oktober 1787 in Hossenreith, Böhmen; † 31. Juli 1867 in Dorf an der Enns) Chemiker, Erfinder des Emailgeschirrs
Leben
Pleischl wurde als Sohn armer Eltern in der kleinen Ortschaft Hossenreith bei Oberplan geboren. 1803 besuchte er das akademische Gymnasium in Prag und studierte hier seit 1806 Philosophie, dann ab 1809 Medizin. Im Jahre 1815 wurde er Doktor der Medizin und widmete sich, neben der Arztpraxis dem Studium der Chemie. 1821 bis 1838 bekleidete er die Stelle eines Professor der allgemeinen und pharmazeutischen Chemie an der Prager Universität. In dieser Zeit erwarb er sich große Verdienste um die Neugestaltung des chemisch-pharmazeutischen Instituts und die Ausbildung tüchtiger Chemiker (z. B. Johann August Natterer, Johann Florian Heller). 1838 wird er nach Wien berufen. Auch hier gestaltete er die chemisch-pharmazeutische Lehranstalt nach modernen Gesichtspunkten. 1848 wurde er überraschend und demütigend in den Ruhestand versetzt. 1849 wurde er zum k. k. Regierungsrat ernannt und in späteren Jahren mit dem Ritterkreuz des Franz-Joseph-Orden ausgezeichnet. Seine Tochter Maria war mit dem berühmten Arzt Johann von Oppolzer verheiratet.
Im Jahr 1949 wurde in Wien Simmering (11. Bezirk) die Pleischlgasse nach ihm benannt.
Leistungen
Er führte die ersten Analysen der Wasser (Moldau, Brunnen, Leitungswasser) von Prag aus. Seine Analysen der Thermalquellen der westböhmischen Kurorte trugen entscheidend zum Aufschwung des tschechischen Kurwesens bei. Er war ein eifriger Werber für die Kurbehandlung in Karlsbad, Marienbad, Franzensbad und Teplitz. Um die Durchsetzung des Exports des Karlsbader Sprudelwassers machte sich Pleischl besonders verdient. Der Versand von Mineralwasser und Sprudelprodukten war für die Stadt bald eine ergiebige Einkommensquelle. Einen bedeutenden Beitrag leistete er durch die Erfindung von gesundheitlich unschädlichem Email, mit dem Metallgeschirr zum Korrosionsschutz ausgekleidet wird. Er führte erste Versuche zur Verflüssigung von Kohlendioxid mittels Druck und tiefer Temperatur durch, diese wurden erst von seinem Schüler Johann August Natterer mit Erfolg abgeschlossen.
E = Letzte Jahreszahl am Grabstein
6. Location:
N48° 10.894
E16° 24.096
Leo Müller (Erfinder der Schnelldruckpresse)
(* 13. Februar 1799 in Riezlern[1]; † 9. Februar 1844 in Wien) war ein Erfinder und Unternehmer aus dem Kleinwalsertal. Sein Verdienst ist die Weiterentwicklung der Schnelldruckpresse. 1833 ging die erste Schnelldruckpresse Österreichs unter seinem Wirken in Betrieb.
Leo Müller
Leo Müller wuchs als zweites von zwölf Kinder als Sohn eines Gastwirts auf. Nach einer Lehre als Tischler im nahe gelegenen Hindelang ging er als Geselle nach Bayern, wo er 1826 eine Anstellung als Modelltischler bekam. Er arbeitete dort in der Firma von Friedrich Koenig und Andreas Friedrich Bauer im ehemaligen Kloster Oberzell bei Würzburg, in der Zeitungsdruckmaschinen hergestellt wurden.
Er kehrte wieder zurück nach Hause, entwickelte dort eine verbesserten Buchdruckerschnellpresse, lieh sich Geld bei Verwandten und gründete eine eigene Maschinenfabrik in Jenbach. 1833 erhielt Leo Müller sein erstes Privileg (Patent) auf eine technisch verbesserte Presse. Es kam zu einer Zusammenarbeit mit seinem Konkurrenten Friedrich Helbig und durch die gemeinsam 1836 gegründete Firma (Druckmaschinenfabrik Helbig & Müller, Wien) lieferten sie innerhalb von sechs Jahren 52 einfache und sieben doppelte Schnellpressen innerhalb des Habsburger Reichs und Deutschlands aus.
Im Jahre 1843 starb Friedrich Helbig, ein Jahr später Leo Müller. Im Jahre 1860 wurde ihre Firma aufgelöst.
Eine seiner Druckmaschinen kann im armenischen Museum in Jerusalem besichtigt werden.
F = Letzte Jahreszahl am Grabstein
7. Location:
N48° 10.941
E16° 24.112
Das Mozartgrab
Die wohl bekannteste und meistbesuchte Grabstätte auf dem Sankt Marxer Friedhof ist jene des Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart. Mozart starb am 5. Dezember 1791 in seiner Wiener Wohnung und wurde am darauf folgenden Tag in seiner Wohnung aufgebahrt. Zur damaligen Zeit war es üblich, dass die Angehörigen und andere Trauergäste bereits im Zuge der Aussegnung vom Verstorbenen Abschied nahmen und den Leichenzug höchstens bis zur Stadtgrenze, nicht aber bis zum Friedhof begleiteten. So endete in den Abendstunden des 6. Dezember der Trauerzug bei Mozarts Überführung bereits beim Stubentor, wenngleich es Berichte gibt, wonach der Komponist Johann Georg Albrechtsberger und seine Familie es sich nicht nehmen ließen, den Sarg bis zum Sankt Marxer Friedhof zu begleiten. Dort angekommen, wurde der Sarg vorerst in der Leichenkammer untergebracht, da seit 1753 eine Beerdigungsfrist von 48 Stunden vorgeschrieben war, die zur Rettung etwaiger Scheintoter dienen sollte. Die Beisetzung dürfte somit am 8. Dezember erfolgt sein, in einem Schachtgrab ohne Kreuz oder anderer Kennzeichnung. Manchen irrigen Quellen zufolge wird davon ausgegangen, dass damals nur Joseph Rothmayer, der ab 1802 hauptamtlicher Totengräber und davor wahrscheinlich Gehilfe war, die exakte Position von Mozarts Grabstelle bekannt war. Tatsache ist jedoch, dass der Totengräber, der Mozart begrub, der im Dienste des Wiener Bürgerspitalfonds stehende Simon Preuschl war, während Rothmayer mit Mozarts Begräbnis absolut nichts zu tun hatte.
Detailansicht des Grabmals
Wegweiser zum Mozartgrab
Als Mozarts Witwe Constanze im Jahr 1808 oder 1809 erstmals das Grab besuchen wollte, konnte der diensthabende Totengräber nur vage Angaben bezüglich der Position der Grabstelle machen. Sein Vorgänger Joseph Rothmayer war erst wenige Monate davor verstorben, anderen Quellen zufolge sprach Constanze noch vor seinem Tod mit Rothmayer, erfuhr aber auch nur, dass die Stelle nicht mehr genau bestimmbar sei.[ Im Laufe der Jahrzehnte wurden immer wieder Stimmen laut, die das völlige Fehlen eines würdigen Grabmals Mozarts bemängelten. Erst 1855, ein Jahr vor Mozarts hundertstem Geburtstag, gab schließlich der Wiener Bürgermeister Johann Kaspar von Seiller den Auftrag, die möglichst exakte Position von Mozarts Grab zu finden und kennzuzeichnen, nicht zuletzt, um den fortwährenden diesbezüglichen Nachfragen ein Ende zu bereiten. Eine amtliche Untersuchung wurde eingeleitet, und nach der Auswertung von Aussagen verschiedener Personen und einer Begehung des Friedhofs entschied man sich für eine Stelle im Bereich der dritten und vierten Schachtgräberreihe, an der sich Mozarts Gebeine laut Protokoll zumindest „mit größter Wahrscheinlichkeit“ befanden und ließ dort ein Grabdenkmal errichten. Dieses vom Bildhauer Hanns Gasser gestaltete Grabmal wurde am 6. Dezember 1859 enthüllt, aber bereits 1891, anlässlich Mozarts hundertstem Todestag auf den Zentralfriedhof überführt, wo es seither als Teil des Mozart-Monuments in der Komponisten-Ehrengräbergruppe steht. Hermine Cloeter ist es zu verdanken, dass die Aufzeichnungen über die Lage des ursprünglichen Mozart-Grabes wieder aufgefunden wurden.
An der nunmehr erneut schmucklosen und ungekennzeichneten Stelle errichtete der Friedhofswärter Alexander Kugler ein schlichtes Grabmal, das er aus nicht mehr benötigten Teilen anderer Gräber zusammenstellte. Im Kriegsjahr 1945 wurde das Grabdenkmal schwer beschädigt und 1950 vom Bildhauer Florian Josephu-Drouot instand gesetzt. Die zerstörte Grabtafel, die von Josephu-Drouot durch eine neue ersetzt wurde, wird vom Bezirksmuseum Landstraße verwahrt. Das 2005 erneut restaurierte Grabmal befindet sich auch heute an jener Stelle, an der Mozarts sterbliche Überreste vermutet werden.
G = Letzte Jahreszahl am Grabstein
8. Location:
N48° 10.942
E16° 24.173
Basilio Calafati (Ringelspielbesitzer)
(griechisch Βασίλειος Καλαφάτης, * 1. Januar 1800 in Triest; † 27. Mai 1878 in Wien) war Zauberkünstler, Schausteller und Gasthausbesitzer im Wiener Wurstelprater. Er war griechischer Herkunft.
Leben und Wirken
Ab 1820 als „Salamucci“ im Prater aufgetreten, erhielt Calafati 1830 eine Anstellung als Assistent bei Sebastian von Schwanenfeld, dem „Zauberer vom Prater“. Am 21. April 1834 erwarb er von ihm die Praterhütte „Schießstätte, Spielhalle“.
Am 3. April 1840 erhielt er die Konzession für den Betrieb eines Ringelspiels mit Holzpferden. Nachdem ab 6. Januar 1838 die erste dampfbetriebene Eisenbahn der Nordbahn auf der Strecke Wien – Wagram verkehrte, ersetzte er 1844 die beiden Pferde durch Lokomotiven, welche er „Hellas“ und „Peking“ taufte. Danach ließ er das Obergeschoss des Ringelspiels abtragen, wobei der freistehende Mast mit der neun Meter großen Figur eines asiatischen Amtmanns verziert wurde. Sie trug das Schild „Zum schwarzen Rössl“, wurde aber „Großer Chineser“ genannt (siehe Calafati).
Auch danach war der geschäftstüchtige Calafati darum bemüht, dem Publikum des Praters neue Attraktionen zu bieten. Neben seinem Karussell eröffnete er 1846 ein Restaurant und später einen Billardsalon. Zahlreiche Praterkünstler traten in seinen Etablissements auf.
Nach seinem Tode wurde die Praterlegende in der griechisch-orthodoxen Pfarrkirche „Zur Hl. Dreifaltigkeit“ eingesegnet und wunschgemäß im schwarzen Hochzeitsanzug auf dem Sankt Marxer Friedhof bestattet. In der Abteilung der griechisch-nichtunierten Kirche des Friedhofes existiert heute noch der Grabstein des ehemaligen Grabes. Am 27. Oktober 1905 wurde er zusammen mit Vater Georg, Frau Josefa und seinen fünf Kindern exhumiert und in einem Metallsarg auf den Wiener Zentralfriedhof überführt. Sein letzter Ruheplatz kann heute in der Gruppe 30C, Reihe 6, Grab 5 besucht werden.
Im Jahr 1963 wurde in Wien Leopoldstadt (2. Bezirk) im Wurstelprater der Calafattiplatz (in falscher Schreibweise) nach ihm benannt.
Calafati wird stets in Zusammenhang mit dem Wiener Prater gebracht. Meist wird er aber als eine fiktive Person angenommen, die wenigsten kennen ihn als tatsächliche Person.
H = Letzte Jahreszahl am Grabstein
9. Location:
A= B= C= D= E= F= G= H=
CACHE : N48° 10.[(A+B+C+D)-6417]
E16° 24.[(E+F+G+H)-7302]
Ich hoffe euch hat die Runde im allerletzten Biedermeier-Friedhof der Welt gefallen, so wie sie mir bei meinem Fund gefallen hat!
Es gibt ja noch andere, schöne Caches hier, die allesamt sehenswert sind.
Noch Viel Spaß und Erfolg beim Cachen wünscht
Tankred der Zweite.