Öffis
(Oder warum man sich im Zug gut entspannen kann...)
Hast Du gewusst, dass es früher mal eine Straßenbahn von Wien nach Bratislava gegeben hat? Und dass in der Mariahilfer Straße die erste „Straßenbahn“ für bis zu 12 PassagierInnen von Pferden gezogen wurden? Bei uns in der Buckligen Welt und im Wechselland gibt es zwar keine Straßenbahnen, aber Busse und Züge, die z.B. einen guten Anschluss an die Bahnen auf der Südbahn bieten.
Gut für mich
Wenn wir uns nicht gerade mit Verspätungen herumärgern müssen (die gefühlt wohl öfter vorkommen als sie dann wirklich passieren), bieten Öffis ein sehr entspanntes Reisen. Diesen Artikel schreibe ich zum Beispiel gerade im Zug, ich kann hier lesen, mit meinen Sitznachbarn plaudern, telefonieren oder mich einfach ausruhen. All das geht bei keinem anderen Verkehrsmittel. Das trägt zu meinem und Deinem Wohlbefinden bei, weil ich entspannen kann. Und wie schon Peter Licht in seinem Lied Wettentspannen sagt (QR-Code):
„Wer sich schneller entspannt, ist besser als jemand der sich nicht so schnell entspannt...“
Gut für die Menschen
Wenn all die Leute im Bus mit dem eigenen Auto fahren würden, wäre es lauter, die Unfallgefahr wäre größer, die Parkplatz- und Verkehrssituation angespannter und die Leute selber wohl auch.
Öffis leisten einen wichtigen Beitrag zur Infrastruktur. So fahren z.B. jeden Tag viele SchülerInnen mit den Öffis in die Schule und ersparen so den Eltern diese Wege.
Außerdem gibt es manche Menschen, die einfach nicht Autofahren können, z.B. Menschen mit Behinderungen, alte Menschen oder auch jene, die noch nicht alt genug zum Autofahren sind. Für sie sind die Öffis ein wichtiges Element, um ins soziale Leben gut integriert zu sein.
Gut für die Umwelt
Dieser Aspekt liegt auf der Hand. Motorisierter Individualverkehr, also Autos und Motorräder, verpesten die Luft deutlich mehr als Öffis.
Auch der Müll und Schrott, der durch Öffis entsteht und der anschließend verarbeitet bzw. entsorgt werden muss, ist geringer als jener von Autos.
Gut für die Welt
Menschen auf der ganzen Welt organisieren öffentlichen Verkehr, entweder macht das die öffentliche Verwaltung (Staat, Stadt, Region), oder es sind Wirtschaftsbetriebe, die öffentlichen Verkehr als ganz normales Wirtschaftsunternehmen führen. Überall organisieren sich die Menschen auch selbst, z.B. durch Carsharing (Fahrgemeinschaften), Mitfahrgelegenheiten und viele ähnliche kreative Ideen.
Ein nicht ganz klassisches Beispiel eines „öffentlichen Verkehrsmittels“ ist die Bücherkarawane im Norden Kenias. Das ist eine Bibliothek, die Bücher mit Hilfe von Kamelen in abgelegene Gebiete bringt und den Menschen dort die Möglichkeit gibt, neue Bücher auszuborgen. Diese Menschen leisten einen wichtigen Beitrag zur Nutzung des Landes und durch die kamelige Bücherkarawane bekommen sie einen gewissen Komfort geliefert. Und nicht zuletzt bringt die Karawane natürlich auch die Neuigkeiten aus den großen Städten mit.
Anmerkung:
Auch Flugzeuge zählen zum öffentlichen Verkehr. Sie sind für Umwelt und Klima katastrophal und wir empfehlen darum auf andere Formen des öffentlichen Verkehrs zurückzugreifen.
Link:
Ökobilanz Verkehrsmittel: http://marktcheck.greenpeace.at/oekobilanz-verkehrsmittel.html
Mehr Infos zu unserer schönen Region finden Sie hier: www.buckligewelt-wechselland.at
Der Cache wurde von Südwind NÖ entwickelt und im Auftrag des Regionalen Bildungswerks Bucklige Welt gemeinsam mit MitarbeiterInnen der Gemeinden Edlitz und Thomasberg ausgelegt.