Rohstoffe-
Oder „die Mutter aller Dinge“
Um den Cache zu entdecken, benötigst du dein Handy. Darüber reden wir hier nämlich, also pass mal auf:
Um den Cache zu finden, brauchst Du Dein Handy, richtig? Fürs Handy brauchst du Menschen, die es zusammenbauen. Die sind oft in Asien. Die brauchen wieder die fertigen Komponenten (Kabel, Displays, Akku, …). Die HerstellerInnen dieser Dinge brauchen wieder Metalle, wie z.B. Gold, Tantal, Zinn, Alu, …. Das hat jemand geschmolzen, und die brauchen wieder die Erze, in denen diese Rohstoffe vorkommen. Die muss jemand aus der Erde holen. Und das passiert auf der gaaaanzen Welt. Wirklich, in Indonesien genauso wie in Brasilien, in Ruanda genauso wie in Österreich. Und all das ist in deinem Handy. Net schlecht, oder (doch)?
Gut für mich
Rohstoffe sind gut für Dich, weil ohne sie hättest du nicht so wirklich viel. Man braucht ja Holz für Papier, Alu fürs Fahrrad, Erdöl für Plastik und so weiter. Ich glaub, Rohstoffe sind gut für mich und für dich, weil wir davon ganz stark profitieren und sie unser Leben angenehmer machen.
Gut für die Menschen
Technische Neuerungen sind auch durch immer raffiniertere Verarbeitungsmethoden von Rohstoffen möglich. Mini-Hörgeräte ermöglichen vielen Menschen weltweit das Hören, biegsame Prothesen das Gehen und was-weiß-ich-was-für-Kabeln ermöglichen mir, dass ich in Echtzeit Neuigkeiten aus der ganzen Welt erfahren und meine Mama in Neuseeland, Swasiland oder Nicaragua anrufen kann. Naja, obwohl, gute Versorgung mit Internet hängt ja oft auch vom Reichtum des jeweiligen Landes ab…
Jedenfalls, grundsätzlich wissen wir Rohstoffe zu schätzen, weil sie Menschen viel ermöglichen.
Gut für die Umwelt
Jetzt wird’s bissl komplizierter. Rohstoffe gibt es nachwachsend und nicht-nachwachsend. Baumwolle und Holz wächst nach, Erdöl und Silber nicht.
Aber egal welche, immer ist der Abbau jedenfalls kompliziert. Oft sogar richtig schädlich für die Umwelt. Weil für Tiere oft natürliche Lebensräume zerstört werden, weil Chemikalien in die Flüsse und die Berge gepumpt werden, weil beim Abbau giftige Stoffe entstehen, weil oft ur viel Wasser verbraucht wird, weil manche sogar auf die verrückte Idee kommen, dafür den Regenwald abzuholzen, der ja unser Klima reguliert und darum besonders schützenswert ist.
Darum glauben wir: Rohstoffe an- und abbauen nur unter strengen Umweltvorgaben.
Gut für die Welt
Um ehrlich zu sein, fällt uns nicht so viel ein, warum Rohstoffe und ihr Abbau gut für die Welt sind.
Meistens ists ja so, dass die rohstoffreichen Länder eher arm an Wohlstand sind. So kommen z.B. aus der Demokratischen Republik Kongo viele Rohstoffe und u.a. auch Koltan, das man fürs Handy zum Geocachen braucht. Eigentlich ein reiches Land, aber das BIP/Kopf ist dort deutlich unter € 1.000,- pro Jahr. In Österreich ists bei über € 40.000,-. Und wir graben keine Rohstoffe für den Kongo aus unserer Erde…
Manche Firmen versuchen, Rohstoffe möglichst fair zu bezahlen. Zum Beispiel die coolen Typen von Fairphone, die ein eigenes Handy herstellen und damit zeigen wollen, wie es auch gehen könnte. Ist aber gar nicht einfach.
Mach mit:
Darum schlagen wir vor: Schick doch ein Email an österreichische Elektrofirmen, und frag mal ganz höflich nach, wie sie denn sicherstellen, dass die MinenarbeiterInnen fair bezahlt und gut gesichert sind? Und damit es für dich einfach ist, gibt es im Cache einen QR Code und dahinter schon einen fertigen Textvorschlag und ein paar Emailadressen, an die du das gleich schicken kannst. Dauert 2 Minuten.
Vor kurzem hat ein Vertreter einer großen Rohstofffirma gesagt: „Wenn der Kunde das möchte, dann mach ma das“. Und die KundInnen sind ja bitte schön wir…
Link:
www.fairphone.com zeigt so transparent wie möglich, wo die Rohstoffe herkommen.
www.nager-it.de/static/pdf/lieferkette.pdf zeigt, wie kompliziert das mit den Rohstoffen schon für eine einfache Computer-Maus ist.
Mehr Infos zu unserer schönen Region finden Sie hier: www.buckligewelt-wechselland.at
Der Cache wurde von Südwind NÖ entwickelt und im Auftrag des Regionalen Bildungswerks Bucklige Welt gemeinsam mit MitarbeiterInnen der Gemeinden Edlitz und Thomasberg ausgelegt.