Das Denkmal
Unweit einer Bushaltestelle, an welcher der Owner sechs Jahre lang regelmäßig auf den Schulbus wartete, steht ein kleines, schon etwas verwittertes Denkmal, das dem Politiker Ernst Thälmann gewidmet ist.
Thälmann war von 1925 bis 1933 Parteivorsitzender der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD). Über einen Zeitraum von neun Jahren vertrat er seine Partei im Reichstag als Abgeordneter. Am 3. März 1933 wurde Thälmann von den Nationalsozialisten verhaftet und im August 1944, nach über 11 Jahren Haft, im Konzentrationslager Buchenwald ermordet. In der DDR wurde Ernst Thälmann als antifaschistischer Widerstandskämpfer verehrt und glorifiziert, im Zuge dessen entstanden zahlreiche Denkmäler und Gedenkstätten wie dieses hier in Dittersdorf. Nach der deutschen Wiedervereinigung wird die historische Person Ernst Thälmann zunehmend kritisch beleuchtet. So bezeichnete er im Zuge der sowjetischen "Sozialfaschismusthese" die SPD als innenpolitischen Hauptfeind und manifestierte so die anhaltende Spaltung der Arbeiterbewegung in Deutschland. Die Weigerung, seine Kandidatur bei den Reichspräsidentenwahlen 1925 für den zweiten Wahlgang aufzugeben, führte schließlich zur Wahl des Ultrakonservativen Paul von Hindenburg zum Reichskanzler und trug so gemeinsam mit der strikten Ablehnung der parlamentarischen Demokratie seitens Thälmanns und der KPD maßgeblich zum Untergang der Weimarer Republik bei.
Der Cache ist nicht am Denkmal befestig!