Der historische äußere Friedhof, nordöstlich von Lauchdorf gelegen, steht unter Denkmalschutz.
Dieser ehemalige Friedhof ist als ein äußerst wertvolles Denkmal zu bezeichnen, das sowohl aus denkmalschutzfachlicher als auch aus naturschutzfachlicher Sicht eine Rarität darstellt. Durch den großen Bestand an Bäumen, Sträuchern, Wildblumen und Stauden hat sich hier über die Jahre hinweg ein wertvolles Biotop entwickelt.
Geschichte des äußeren Friedhofs von Lauchdorf
Ursprünglich befand sich hier die Lauchdorfer Pfarrkirche mit dem Friedhof, dem Pfarrhof und auf der Ostseite das Mesnerhäusl. Östlich des Friedhofes verlief eine Strasse, wohl aus der Römerzeit, später "alte Poststrasse" genannt.
Der Ort zog sich vermutlich von diesem Platz bis zur Lauchdorfer Halde hin.
Alten Überlieferungen zufolge siedelten die Menschen sich nach der Pestzeit 1633/35 am heutigen Ortskern an. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass nur die wenigen sich hier befindenden Hütten aufgegeben wurden und die Bauern sich um die heutige Pfarrkirche der damaligen Marienkapelle ansiedelten.
Nach dem 30-jährigen Krieg verlagerten sich die kirchlichen Aktivitäten immer mehr in die Marienkapelle im heutigen Ortskern. Die hier am Friedhof stehende Kirche wurde "Feldkirche" genannt, man hielt nur noch drei hl. Messen im Jahr und ab 1805 (Säkularisation) wurde der Zutritt wegen Baufälligkeit verboten. 1806 wurde die Kirche dann abgebrochen. Jedoch sollte hier eine größere Kapelle entstehen, was allerdings an den Kosten scheiterte und dann diese kleine Gedenkkapelle errichtet wurde.
Als um 1733 an der heutigen Pfarrkirche ein neuer Gottesacker angelegt wurde und die dortigen Grabplätze erkauft werden mussten, verblieb dieser Friedhof als Grabstätte für die Kleinhäusler, Dienstboten und armen Leute.
Nach der Einweihung eines dritten Friedhofes in Ortsnähe 1963 wurden hier, mit wenigen Ausnahmen, keine Toten mehr bestattet.