Skip to content

Pferdebrunnen Multi-Cache

Hidden : 8/6/2017
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

Join now to view geocache location details. It's free!

Watch

How Geocaching Works

Please note Use of geocaching.com services is subject to the terms and conditions in our disclaimer.

Geocache Description:


Pferdebrunnen vor dem Langwedeler Rathaus

Zum Cache

Ein einfacher Start-Ziel Multi. Die Fragen sind vor Ort zu lösen. Der geschichtliche Text muss dazu nicht gelesen werden, kann man aber…

Startpunkt

N52°58.620 E009°11.047

Wie viele Knöpfe hat die Kleidung des Pferdehalters?

A = Anzahl Knöpfe

Wie viele Schleifen hält die Frisur des Mädchens?

B = Anzahl Schleifen

Der Name des Künstlers steht ausgeschrieben, eingraviert am Objekt. Drei ersten drei Buchstaben sind miteinander verbunden. Die drei Buchstabenwerte summieren.

C = Summe der drei Buchstabenwerte

Final

N52°58.A*C-75  E009°11.A*C/B+108

Der schöne Weg zum Final beträgt ca. 500m.

Zur Geschichte

Wer heute auf der Landesstraße durch Langwedel fährt, dem fällt ganz sicher vor dem schmucken Rotsteinbau des Rathauses die schöne „Pferdetränke“ mit Pferd, Fuhrmann und Wasserholerin auf. Wenn die Fahrt an einem warmen Sommertag stattfindet, ist zu beobachten, dass Kinder auf dem Bronze-Pferd reiten, aus der alten Schwengelpumpe Wasser in den Brunnen läuft, die Langwedeler Jungs und Deerns mit Wasser spielen und ordentlich Spaß dabei haben.

Spätestens jetzt fragen sich Auto-und Radfahrer, Spaziergänger, Touristen oder auch Rathausbesucher, warum und seit wann denn die Gruppe gerade an dieser Stelle steht und was denn mit diesem „Denkmal“ dargestellt werden soll.

Die Frage nach der Zeit lässt sich an Ort und Stelle schnell klären, denn der Blick auf die goldene Wetterfahne des Rathauses zeigt die Jahreszahl 1988 an.....und auf dem Zaumzeug des zur Tränke geführten Pferdes wird mit den Worten „C.Homfeld.91“ nicht nur die Fertigstellung der Figurengruppe, sondern auch der Name des Bremer Bildhauers Claus Homfeld verraten. Der Künstler C.Homfeld hatte zuvor schon ähnliche Bronze-

plastiken in der Umgebung  geschaffen: 1982 den Pferdehändler am Rathaus in Zeven und 1985 den Pferdebrunnen am Pferdemarkt in Rotenburg.

Die Langwedeler haben die offizielle Einweihung durch Bürgermeister Joachim Stünker am 28.6.1991 ordentlich gefeiert. Dazu hatten sie auch allen Grund, denn es hatte fünf Jahre vom Gemeinderatsbeschluss bis zur Aufstellung gedauert.

Die Frage nach dem Anlass für das Denkmal ist schnell und einfach zu beantworten, denn wegen des Rathausbaues (Sept. 1986-März 1988) sollte auch der Platz vor dem Rathaus mit einer typischen Szene für den Ort geschmückt werden, die den Bezug auf Langwedels Geschichte zum Ausdruck bringt.

Die fast 800-jährige Geschichte der Ortschaft  Flecken Langwedel ist geprägt durch die Lage an der historischen Handels-und Heerstraße zwischen Bremen und Celle, die die traditionelle Verbindung auch zwischen dem Bistum Verden und dem Erzbiztum Bremen herstellte. Daher war es kein Wunder, das der Bremer Erzbischof Gerhard II  an dieser strategischen Stelle ca.  1222 eine Burg errichten ließ, die bis  1866 in Resten noch Bestand hatte.

Vor diesem geschichtlichen Hintergrund ist es verständlich, wenn die Langwedeler Ratsherren für die Figurengruppe direkt an der Straße ein Motiv auswählten, das an den „Reise-und Warenverkehr“ mit Pferd und Wagen dieser alten Handelsstraße erinnert.

Wie bereits in mittelalterlichen Urkunden  von 1425, 1463 und 1495 nachgewiesen wird, war es für Kaufleute und Reisende nicht immer einfach durch Langwedel zu fahren, denn zu Zeiten des Raubrittertums und der Seeräuberei konnte es schon zu Überfällen kommen, insbesondere nahe einer kleinen Waldschlucht im Daverdener Holz, etwa in Höhe des heutigen Gasthauses „Waldschlösschen“. Eine weitere Gefahr mußten die Fuhrleute aber auch dann bestehen, wenn sie ihr Gespann- möglichst bei Tageslicht-  durch eine Furt im Goldbachtal (etwa in Höhe der jetzigen Kreissparkasse) lenkten. Manchmal blieben die schwerbeladenen Wagen und Kutschen dort im Wasser und Morast stecken und die Langwedeler mussten ihre Pferde vorspannen und so für eine Weiterfahrt sorgen. Es gab also schon Gründe für die Warnung der Bremer Kaufleute :“Makt, dat ji bi Dage dör Langwedel kommt!“

Wenn die Reisenden und Fuhrleute jener Zeit diese Anstrengungen überstanden hatten, suchten sie hier eine Station zum Wechseln( Ausspann) der Pferde, aber auch zur Erfrischung, zum Essen und Trinken. Das alles bot das Gasthaus „Zum Alten Krug“. Gastwirt Rape(später: Prüser) betrieb hier an der Einmündung der Marienstraße in die Große Straße , gegenüber der heutigen Druckerei Mack auch eine Postkutschenstation.

Alles nur rund 900 Meter Richtung Verden vom heutigen Rathaus mit Pferdegruppe entfernt.

So zeigt denn die in Bronze gegossenen Gruppe von dem Langwedeler Rathaus die Situation beim Ausspann: Zunächst führte der Fuhrmann sein dürstendes Pferd zum Tränkebrunnen, wo einen hübsches Mädchen für Wasser aus dem Eimer sorgt.

Sicher lässt sich von dieser alten „Versorgungs-Dienstleistung“ früherer Zeiten auch ein Bogen zu den neueren Dienstleistungen im benachbarten Rathaus spannen..Denk- mal dran. (Text: Gerd Brandt 2010)

Additional Hints (Decrypt)

qvpxr Ovexr zvg Rsrh, avpug nz Obqra.

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)