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Zweiteiler Mystery Cache

This cache has been archived.
Hidden : 8/8/2017
Difficulty:
5 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


Geschichte des Bikini


Altertum

Dem heutigen Bikini ähnliche Zweiteiler wurden schon in der Antike getragen. Dies belegen antike Wandmalereien und ein antikes Mosaik aus dem 4. Jahrhundert nach Christus in der Villa Romana del Casale bei Piazza Armerina in Sizilien. Neun von ursprünglich zehn dargestellten römischen Sportlerinnen trugen Bikinis.
Attische Schalen von 440 v. Chr. sowie Mosaiken aus dem 4. Jahrhundert n. Chr. dokumentieren die frühe Existenz der Zweiteiler. Junge Frauen tragen lediglich Höschen und Brustbänder, die dem heutigen Bikini ähneln. Ob es sich bei dieser Bekleidung um Unterwäsche, Sport- oder Bademode handelt, bleibt ungeklärt.


Frühes 20. Jahrhundert

Der Freiburger Valentin Lehr kreierte um 1900 zweiteilige Bademode, die Brust und Scham bedecken. Sie wurden ausschließlich von Anhängern der Freikörperkultur getragen. Um 1920 wurden Damenbadeanzüge aus Jersey-, Trikot- und Seidenstoffen hergestellt. Frauen, die in der Öffentlichkeit zu viel nackte Haut zeigten, wurden am Strand verhaftet. Der Trend wandelte sich in den 1930er Jahren von der „vornehmen Blässe“ zur „gesunden“ Bräune. In Deutschland wurde der amerikanische Zweiteiler „Palm-Beach-Combination“ zunehmend populär. Das Unterteil war ein kurzer Rock oder eine miederartige Hose, das Oberteil ähnelte einem BH. 1932 wurde der Zwickelerlass vom Preußischen Reichskommissar und dem Innenminister Franz Bracht verhängt. Er untersagte das Tragen eines Zweiteilers in der Öffentlichkeit. Die Nationalsozialisten verschärften die Normen der Badekleidung. Ausschließlich Einteiler mit Beinansatz waren erlaubt. Trotzdem trug u.a. Eva Braun Zweiteiler.

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg

1946 erfand der gelernte Automechaniker und spätere Modeschöpfer Louis Réard den Bikini und ließ am 18. Juli 1946 eine Zeichnung des Zweiteilers patentieren. Dieser besteht aus vier Dreiecken: Zwei Dreiecke, durch eine Kordel verbunden, bilden die Hose, zwei kleine Dreiecke bedecken knapp die Brust. Der Name Bikini stammt von einer Marshallinsel, auf der im selben Jahr eine Serie von Kernwaffentests stattfand.
Am 5. Juli 1946 wurde der Bikini zum ersten Mal im Pariser Bad Piscine Molitor der Öffentlichkeit präsentiert. Dazu musste er die Nackttänzerin Micheline Bernardini engagieren, da sich kein Mannequin traute, die sehr knappen Badekleider anzuziehen. In den ersten Jahren konnte sich das neue Kleidungsstück noch nicht durchsetzen, da es als schamlos und skandalös galt und es an vielen Badeorten verboten war, u. a. in Italien, Spanien und Portugal. Paradoxerweise wurde es 1949 von der französischen Polizeipräfektur am Mittelmeer erlaubt, aber gleichzeitig an der französischen Atlantikküste verboten. Auch in den USA wurde der Bikini verboten, besonders in Hollywoodfilmen, die den ungeschriebenen „Moralgesetzen“ des Hays Code unterlagen, ebenso in Schönheitswettbewerben.
Dem Modediktat in den 1950er Jahren nach wurden Wespentaille, runde Hüften und ein voller Busen kennzeichnend für das Idealbild der Frau. Die Badeanzüge wurden mit einem figurmodellierenden Innenleben versehen, das die Taille zusammenschnürte und die Brust anhob. Zweiteiler eignen sich nicht, um dieses Schönheitsideal zu erreichen. Der Bikini wurde aus der Mode verbannt. 1954 warb die amerikanische Vogue: „Bedeckt: der Badeanzug des Jahres 1954 … der Badeanzug als Kleid – angezogen, nicht ausgezogen – langärmelig, hochgeschlossen, tailliert oder ausgeschnitten wie ein Kleid“. 1959 wurde dem Bikini eine neue Chance gegeben. Das Frauenmagazin Constanze warb: „Bikinis stehen wieder hoch im Kurs“. 1960 dominierten zunehmend Einteiler. Sie wurden durch Strand-Capes ergänzt, die man über ihnen trug. Der Bikini verschwand danach beinahe komplett aus den Frauenmagazinen. Nur noch vereinzelt wurde er erwähnt. „Die Bademode 1960 bevorzugt Bikinis, Anzüge mit kleinen Ärmeln und Shortformen“.
Dennoch sorgte 1953 Marilyn Monroe im Bikini für Furore. Ebenso zeigte sich 1953 die damals noch relativ unbekannte Brigitte Bardot in einem rosa karierten Bikini auf dem Filmfestival von Cannes.

 

1960er Jahre

Brian Hyland widmete 1960 dem Bikini den Schlager Itsy Bitsy Teenie Weenie Yellow Polka Dot Bikini, der weltberühmt wurde und u. a. von Dalida unter dem Titel „Itsi bitsi petit bikini“ gecovert wurde.
1962 bemühte sich die Zeitschrift Freundin um ein Comeback des Bikinis: „Zwei Jahre lang hat man den Bikini totgesagt, mit Erfolg, dass er in diesem Jahr noch häufiger und verführerischer auftaucht“. Ursula Andress verschaffte dem Bikini wieder Popularität, weil sie im James-Bond-Film James Bond jagt Dr. No im Bikini auftrat; ihr Dr.-No-Bikini wurde 2001 auf einer Auktion für etwa 60.000 $ an einen Sammler verkauft und wurde das bis dato teuerste Stück Badebekleidung. Auch das neue Kinogenre der Strandfilme „warb“ um den Bikini. Er wurde häufig als dramaturgisches Accessoire eingesetzt: „Brave Mädchen trugen einen Badeanzug und die weniger braven traten im Bikini auf“. 1963 erlosch die Bikini-Euphorie erneut. Er wurde durch Badeanzüge verdrängt, die die Zweiteiligkeit vortäuschten. Ihre Oberteile waren andersfarbig oder anders gemustert als ihre Unterteile, zusätzlich verstärkte ein Gürtel die optische Täuschung der Zweiteiligkeit. 1964 löste Rudi Gernreich mit dem Monokini einen neuen Skandal aus und sicherte damit die nun unaufhaltsame Zukunft des Bikinis. 1965 wurde das Tragen von Bikinis zumindest an einigen Stränden toleriert. Dennoch konnten Trägerinnen des Bikinis von der Justiz bestraft werden. So musste das 17-jährige Fotomodell Ilonka an drei Wochenenden die Fußböden von Krankenhäusern und Altersheimen putzen, weil es auf dem Münchener Viktualienmarkt dem Bikini zum endgültigen Durchbruch hatte verhelfen wollen.
Mitte der 1960er wurde das Wirtschaftswachstum deutlich spürbar. Mit ihm brach eine neue Ära der Jugendrevolution an, mit der auch ein kommerzieller Jugendmarkt entstand. Gleichzeitig wurde eine „Sexwelle“ losgelöst. „Sex sells“ lautete ein neuer Werbeslogan. „Mit einem Schuss Sex ließ sich der Umsatz nicht nur bei Zeitungen, Illustrierten, Büchern und Filmen steigern. Vom Autoreifen bis zum Schuppenshampoo setzte die Werbung erstmals vollkommen hemmungslos auf die neue Wunderwaffe“. 1966 präsentiert der Modedesigner Paco Rabanne seine neueste Strandkleidkollektion. Die Kleidungsstücke waren aus Plastik gefertigt und sollten sexy und unnahbar wirken. Ende der 1960er Jahre wurden freizügige und ausgefallene Modelle konzipiert, die symbolisch die Selbstverwirklichung unterstützen sollten. Minirock und Bikini sollten sowohl an die revolutionierende Jugend der 1960er Jahre als auch an die Demonstrationen, mit denen die Frauen ihre Emanzipiertheit veranschaulichten, erinnern.


Gegenwart
In der Gegenwart gibt es unterschiedliche Modeströmungen. Einerseits werden vor allem in den USA und Lateinamerika sogenannte Microkinis beliebter – ausgesprochen knapp geschnittene Bikinis, die gerade noch die Schamlippen bedecken. Zum anderen werden weitere Formen der Badebekleidung entworfen, die dem zunehmenden Anteil muslimischer Bevölkerung in westlichen Ländern gerecht werden. So wird neuerdings in Australien ein Burkini (aus „Burka“ und „Bikini“) angeboten, der islamischen Frauen die Teilnahme am Strandleben ermöglichen soll.
Das Wort „Bikini“ hat auf vielfache Weise Eingang in die deutsche Sprache gefunden, indem es in Wortzusammensetzungen wie Bikinizone, Bikini Waxing oder Bikinifigur auftaucht.

 

 Quelle: Wikipedia

 

Nun zum Rätsel:

Finde die richtigen Preise zu dem Zweiteiler/Find the right prices for the two-piece set:

479 179 1039 683 139 13 829 367 503 677 797 1087 199 281 857 11 761 1049 431 79 947 317 601 23 881 599 173 977 647 127 67 269 373 431 827 599 103 859 1051 101 761 673 653 331 43 11 769 487 877 61 47 43 599 397 947 193 1021 1019 149 479 431 131 653 1061 349 509 761 1063 127 647

 

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