Nach dem diese ganzen Angelcaches aufgetaucht sind und ich
mir eine Stipprute zugelegt und modifiziert habe wurde es
an der Zeit mal nachzulesen, was man mit diesen Stippruten
eigentlich wirklich macht. Das Ergebnis könnt ihr hier lesen:
Was ist Stippfischen?
Stippen ist die einfachste Form des Posenangelns, die das Minimum
an Ausrüstung erfordert und daher besonders durch Einsteiger schnell
erlernt werden kann.
Die beste Angelmethode für Einsteiger
Stippfischen gehört in Europa traditionell zu einer sehr beliebten
Angeltechnik der meisten Hobby-Fischer. Darüber hinaus widmen sich
selbst gestandene Profis in zahlreichen Stipp-Wettbewerben dieser
Angeltechnik. Die Vorzüge des Stippens liegen in der einfachen Hand-
habung und sehr guten Ergebnissen, die man damit erzielen kann.
Die notwendige Ausrüstung zum Stippfischen ist schnell zusammengestellt:
Man nehme eine einfach konstruierte aber lange Rute, die ohne Rutenringe
sowie ohne Angelrolle auskommt, und binde eine Angelschnur direkt an die
Rutenspitze. Die Schnur sollte genau so lang sein, wie die Stipprute selbst.
Es kann aber durchaus sinnvoll sein, eine Länger zu benutzen. Anschließend
werden Angelpose, paar Schrotbleie und der Haken an die Schnur befestigt und
schon ist die gesamte Stipp-Ausrüstung komplett und sofort einsatzbereit.
Stippfischen funktioniert genauso, wie die meisten Menschen das Angeln in
ihrer Vorstellung haben: Ein Wurm (oder ein anderer Köder) wird an den Haken
befestigt und mit der Rute ausgeworfen. Dank der Angelpose bleibt der Köder
im Wasser schweben, sodass die Fische es im Sichtfeld haben und anbeißen können.
Den Biss erkennt man daran, dass die Pose abtaucht, sich anhebt oder einfach
weggezogen wird. Ist es der Fall, macht der Angler mit der Rute einen kurzen,
aber kräftigen Anschlag.
Dadurch, dass eine Stipprute ohne Angelrolle auskommt, ist die Angelschnur beim
Stippen niemals länger als die Rute. Das vereinfacht wiederum das Landen der
Fische. Dafür muss der Angler bloß die Rute Anheben und schon kann er den Fisch
mit der anderen Hand greifen. Die Freigabe und das Einholen der Schnur mit der
Angelrolle ist beim Stippen also gar nicht notwendig, was das Angeln noch
entspannter und zugleich dynamischer macht.
3 Tipps für die Rute
Tipp 1
Die Länge der Stipprute kann von entscheidender Bedeutung sein.
Wählen Sie eine Rute, die auf keinen Fall weniger als 5m Länge hat.
Diese ist für diesen kleinen Cache eine gute Länge.
Tipp 2
Wenn Sie mit einer längeren Rute stippen, sollte die auf keinen Fall zu schwer
sein. Das würden Sie bei einem längeren Ansitz bitter bereuen. Wenn Sie bereits
eine schwere Rute besitzen, sollten Sie zur Unterstützung einen Rutenhalter
verwenden.
Tipp 3
Die richtige Aktion (Spielraum, in der sich die Angelrute bewegen läßt) ist hier
die Spitzenaktion. Die Angelrute ist sozusagen der verlängerte Arm des Anglers.
Wenn Sie also die richtige Stipprute auswählen, achten Sie darauf, dass die Rute
nicht ständig vibriert, sobald Sie sich mal bewegen. Das kann auf Dauer echt
schmerzhaft sein. So etwas passiert oft bei schweren Ruten mit halber oder sogar
durchgängiger Aktion. Darum - Wählen Sie eine leichte Rute mit Spitzenaktion,
die sich nur im oberen Drittel der Rute flexibel zeigt.
3 Tipps für die Montage
Tipp 1
Die wohl einfachste Methode die Hauptschnur - die in diesem Fall doppelt so lang
sein sollte wie die Rute - an einer Stipprute zu befestigen,
ist die Verbindung mit einem Wirbel. Damit der Wirbel dabei nicht ständig an der
Metallöse klappert, kann man ein Stück Gummischlauch darüber ziehen. Ein weiterer
Vorteil der Wirbelmethode zeigt sich später beim Aufwickeln der Angelschnur auf
die Holz- oder Kunststofffassung. Die Schnur lässt sich nämlich an beiden Seiten
Haken und Wirbel) bequem einhängen.
Tipp 2
Wenn in unseren Gewässern nicht gerade sämtliche Schleusen geöffnet sind, haben
wir im Allgemeinen ruhige Verhältnisse mit wenig Strömung. Sie sollten in diesen
Gewässern auf jeden Fall mit leichtem Geschirr angeln. Für die Hauptschnur ist
eine 0,14er bis 0,18er Stärke optimal. Die Vorfachstärke sollte zwischen 0,08 und
0,12 gewählt werden. In diesem Fall muss jedoch jeder selbst schauen, welche Stärke
die Schnur haben sollte.
Tipp 3
Für die Wahl der richtigen Pose gilt: Je ruhiger und flacher das Gewässer, desto feiner
die Pose. Auch hängt die Wahl natürlich vom Gewicht des Köders und der Wassertiefe ab.
4 Tipps für den Köder
Tipp 1
Ein sehr häufig verwendeter Köder zum Stippangeln ist Weißbrot. Entfernen Sie die
Kruste von einem dicken Stück Weißbrot und kneten Sie es in der Hand. Formen Sie
dann kleine Kugeln, und stecken Sie diese auf die Hakenspitze. Sie können auch die
Hakenspitze frei lassen und den Teig um den Hakenschenkel formen.
Tipp 2
Wenn es dann mal schnell gehen muss (Verabredung am Kanal etc.), fährt man zum
Fachhändler und kauft fertigen Teig. Dieser wird dann in Tuben angeboten und ist
bereits mit sämtlichen Aromastoffen versehen und in verschiedenen Farben erhältlich.
Wenn Sie zu dieser "Notlösung" greifen, dann kaufen Sie am besten knallroten Teig.
Diese Farbe scheint auf Weißfische die gleiche Wirkung zu haben, wie Schokolade auf Kinder.
Tipp 3
Der Klassiker unter den Stippködern ist eindeutig die Made.
Viele Raubfischangler besorgen sich ihre Köderfische noch mit der Senke. Ist doch
langweilig. Kaufen Sie sich eine Dose Maden beim Angelhändler. Manche haben sogar
noch verpuppte Maden (Caster) im Kühlfach. Eine lebendige Made am Haken reicht meistens
schon aus. Sollten die Fische darauf nicht reagieren, kann das am Lockfutter
oder an der Farbe liegen.
Tipp 4
Ein Köder der Gattung "aimant" sollte ja in keiner ECA fehlen.
| Wichtige Info's |
Da ihr jetzt alle den Text aufmerksam gelesen habt wisst ihr ja auch,
wie ihr an das Logbuch kommt
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