„Odin ist auch der oberste "Schamane" und Forscher der nordischen Götter. Anders als in vielen anderen Mythologien ist der Göttervater selbst ein besonders weiser Gott.
In der nordischen Mythologie herrscht ein reger Verkehr zwischen der Götterwelt und der Menschenwelt. Besonders Odin selbst greift oft persönlich in die Geschicke der Menschen ein.“ (Quelle: http://www.die-goetter.de/nordischer-gott-odin)
Geschaffen wurde die Skulptur aus Kelheimer Marmor im Jahre 1874 von dem wenig bekannten Bildhauer Heinrich Natter.
"Der Kreisheimatpfleger Fritz Lutz hat im Münchner Stadtanzeiger (Nr. 43, 7. Juni 1985) die Entstehungsgeschichte des "Göttervater im Wotansgarten am Priel" wie folgt beschrieben:
Der Architekturmaler Anton Höchl hatte nach 1852 den Besitz seines Vaters, des Stadtmaurermeisters und Ziegeleibesitzers Josef Höchl, der mit seiner Baufirma einen großen Teil der Klenze- und Gärtnerbauten des ludovizianischen Münchens ausführte, zu einer hübschen Villa ausgebaut. Dort malte und musizierte er als reicher "Realitätenbesitzer" und traf sich mit vielen Künstlern, angesehenen Bürgern und Adeligen, darunter mit dem in der Nachbarschaft am Priel angesiedelten Herzog Max in Bayern, der "Zithermaxl" und Vater der Kaiserin Sissi von Österreich.
Ostwärts dieser Künstlervilla liegt ein hübscher Buchen- und Lindenhain, dessen alte Bestände auf den 1803 abgeholzten Prielwald zurückreichen können. In diesem Hain steht auf einem Podest ein großes, leider beschädigtes Steindenkmal des bärtigen germanischen Göttervaters Wotan oder Odin (danach ist die Odinstraße und der benachbarte Wotansgarten, heute nur noch als Rest vorhanden, benannt). Der finster blickende Gott stützt sich mit seiner Linken auf einen mächtigen Schild; der rechte Arm mit dem Speer fehlt, vermutlich durch Kriegseinwirkung."
(Quelle: http://www.nordostkultur-muenchen.de/architektur/wotansdenkmal_2.htm)
Geht man nur wenige Meter den Weg zurück in Richtung Straße, sieht man zur Linken, in der Odinstraße 29, ein weiteres Relikt aus einer längst vergangenen Zeit: das Höchl-Schlössl.
"An der Rückseite des Klinikum Bogenhausen, liegt die "Villa am Priel" (frühere Adresse Priel 8, später Priel 42), die sich 1852 der Architekturmaler und Kunstmäzen Anton Höchl bauen ließ und die seitdem den Namen "Höchl-Schlössl" trägt. Es ist ein schlichter, zweigeschossiger Landsitz im klassizistischem Stil, mit Mittelrisalit und auf ihm ruhendem Dreiecksgiebel. Rechts und links davon erstrecken sich zwei niedrigere Seitenflügel. Der wohlhabende Ziegeleibesitzer Höchl machte die Villa vor den Toren der Stadt zu einem Treffpunkt für viele Künstler, darunter angesehenen Bürger und Adelige, wie dem in der Nachbarschaft am Priel angesiedelten Herzog Max in Bayern, dem "Zither-Maxl" und Vater der Kaiserin Sissi von Österreich. Da Anton Höchl kinderlos blieb, erbte nach seinem Tod 1897seine Nichte das gesamte Vermögen inklusive dem Schlösschen. Ihre Erben wiederum verkauften das Anwesen 1926 an die Stadtgemeinde München, die bis heute Besitzerin ist. In der Villa wohnen derzeit sechs Mietparteien.“
(Quelle: http://www.nordostkultur-muenchen.de/architektur/hoechlschloessl.htm)
„Was hat es nun mit dieser Figur für eine Bewandtnis? Anton Höchl, der ein gastliches Haus führte, war mit dem aus Tirol stammenden Heinrich Natter befreundet. Dieser war Schüler von J. Geyer in Augsburg und Matthias Widmann in München [Anm. d. Red.: dem Schwiegervater von Josef Höchl] und brachte es in seinem Fach zu europäischen Ruhm. So stammen die Denkmäler des Komponisten Robert Schumann in Leipzig und Joseph Haydn in Wien, für den Minnesänger Walter von der Vogelweide in Bozen und den Reformator Ulrich Zwingli in Zürich und den Tiroler Freiheitskämpfer Andreas Hofer auf dem Berg Isel bei Innsbruck von Bildhauer Natter.
Aus der Freundschaft Höchls mit Natter entstammt der Wunsch des Kunstmalers nach einer Statue für den Schlosshain am Priel. Am 25.7.1871 schrieb Höchl in sein minutiös geführtes Tagebuch (im Stadtarchiv München): 'Heute gab ich dem Bildhauer Natter den Auftrag zur künstlerischen Erfindung und Ausführung einer kolossalen Wotansstatue in Kelheimer Kalkstein, 9 Fuß Höhe.' (1 Fuß = rund 30 cm)
Im Januar 1873 war es dann soweit, daß die Figur im Atelier des Künstlers in München öffentlich aufgestellt werden konnte. Das Werk muß so gut gefallen haben, daß es am 15. April 1873 zur Weltausstellung in Wien geschickt wurde, wo es bis Anfang Februar 1874 zur allgemeinen Bewunderung stand. Ende März ließ Höchl das Fundament im Hain herausmauern, und am 5. Juni 1874 stellte der ebenfalls mit Höchl befreundete Xaver Westermayer (gest. 1895 in München) die Figur auf. (Außerdem zierte das Gipsmodell einer Siegfriedgruppe vom gleichen Künstler ab 1876 den Garten vor dem Höchlschlößl)."
(Quelle: http://www.nordostkultur-muenchen.de/architektur/wotansdenkmal_2.htm)
Dies ist unser erster eigener Cache. 😊
Die Statue wird auch Wotan-Skulptur genannt, wir haben uns aber bei der Namensgebung für diesen Cache für „Odin“ entschieden, da die Odinstraße danach benannt wurde.
Obwohl wir seit vier Jahren auf dem Weg in den Kindergarten in die Odinstraße kommen, haben wir diese geheimnisvolle Statue erst jetzt entdeckt. Darauf aufmerksam gemacht hat uns ein kleiner Freund unseres Sohnes, der uns während eines Regenspaziergangs zu dieser Skulptur geführt hat. Beeindruckt von diesem steinernen Zeitzeugen des 19. Jahrhunderts möchten wir auch andere daran teilhaben lassen.
Entlang der Odinstraße gibt es Parkmöglichkeiten, die letzten Meter sind allerdings nur zu Fuß zu erreichen. Es handelt sich um eine Naturschutzgebiet, die Statue ist aber für die Öffentlichkeit zugänglich - bitte bleibt auf den vorhandenen Wegen. Es muss auch nicht geklettert werden, um den Cache zu erreichen.
Bitte bedeckt den Cache wieder gut, da er sonst „von den Seiten aus“ gesehen werden kann.
Und jetzt viel Spaß beim Suchen!