Stolpersteine gibt es in den uckermärkischen Dörfern genug. Die Eiszeit hat reichlich Steine hinterlassen: große und kleine, uneben, eckig oder glatt und abgeschliffen. Die Gefahr zum Stolpern besteht ständig.
Aber hier geht es um andere Steine. Wir können nicht unsere Füße daran stoßen. Sie sind aus Messing und tragen Aufschriften. Wir sollen mit den Blicken stolpern, anhalten und lesen. Es stehen Namen ehemaliger jüdischer Mitbürger, die in dem Haus dahinter gelebt haben, darauf.
Auch in dem kleinen Ort Thomsdorf gibt es zwei solche Stolpersteine. Sie erinnern an das Ehepaar Spier, das 1942 in Thomsdorf gelebt und bei einem Bauern gearbeitet hat. Vielleicht hatten sie die Hoffnung, dass sie in so einem kleinen abgelegenen Dorf die Naziherrschaft überstehen können. Er stammt aus Prenzlau und wollte Tierarzt werden. Sein Studium durfte er nicht beenden und ging 1939 auf das Restgut in Funkenhagen als Melker. Die alten Funkenhagener kannten ihn als hilfsbereiten, kompetenten Fachmann für Tierkrankheiten. Im Januar 1942 heiratete er seine Braut in Magdeburg. Beide ziehen in das kleine Arbeitshäuschen Thomsdorf 38. Ihr gemeinsames Glück war nur kurz. Am 15. August wurden sie vor den Augen der Schulkinder von der Gestapo abgeholt, nach Moabit gebracht und mit vielen anderen Juden in einen Zug gepfercht. 3 Tage war der Zug unterwegs nach Riga. Mit 1.000 anderen Juden wurden sie in den Wald getrieben und erschossen.
Am 03. August 2011, fast 69 Jahre später, hat der Kölner Künstler Gunter Demning Stolpersteine vor ihrer letzten Wohnung gesetzt. Sie sollen für uns Erinnerung und zugleich Mahnung sein, dass sich so etwas nicht wiederholt.
Nun zum Cache:
Das ist ein kleiner Minimulti. An der Station 1 findestst du die beiden Stolpersteine und kannst die fehlenden Zahlen ermitteln.
N 53° 16, ABC E 013° 27,D
A = Buchstabenwert, 2. Buchstabe Vorname Mann.
B = Buchstabenwert, 3. Buchstabe Vorname Mann -5.
C = Buchstabenwert, 4. Buchstabe Vorname Mann +1
D = Geburtsjahr Eva Spier - 1255.