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Natürliche Mineralwasserquelle Sauerbrunn Mystery Cache

Hidden : 8/18/2017
Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:






Eines vorweg: Um dieses Rätsel lösen zu können, bitte das Listing genau durchlesen.
Die Lösung kann ganz bequem zu Hause erarbeitet werden, es ist nicht zwingend notwendig dies vor Ort zu erledigen.

In der Zwischenzeit wurden die im Listing gezeigten Tafeln durch ein sehr großformatiges Buch ersetzt. Aber die gesuchten Begriffe sind auch in diesem Buch zu finden, also kein Grund, das Rätsel nicht zu lösen wink

Logbedingungen:

 
  1. Um diesen Cache loggen zu können sind 3 Fragen zu beantworten:
    a) Wieviel mg/l Hydrogenkarbonat (HCO3-) sind in dieser Quelle gelöst?
    Bilde aus der Zahl die Quersumme.
    b) Wie lautet der Name des zweiten römischen Kaisers von dem Münzfunde vorhanden sind?
    Verwende die enstprechenden Buchstabenwerte und ermittle daraus den Wortwert
    c) Wie lautet die Prüfbericht Nummer der Trinkwasseruntersuchung?
    Bilde aus der gefundenen Nummer die Quersumme, Sonderzeichen sind zu ignorieren.
    Wurden alle Werte ermittelt, findet sich der Cache an folgenden Koordinaten:
     
    N 46° (b-c+2).a(c-a+4) Achtung: a(c-a+4) bedeutet nicht a*(c-a+4)
    E 15° (b+c):9.(b-6)*10
    Update 2019-04-13: Aufgrund einer Anzeige beim GeocachingHQ und der daraufhin erhaltenen Mail, dass der bisher von http://geochecker.gps-cache.de/ verwendete GeoCacher nicht erlaubt sei und ich ihn daher entfernen muss, erfolgt nun die Verwendung eines vom Geocaching HG genehmigten GeoCheckers.
     
    Du kannst deine Rätsel-Lösung mit certitude überprüfen.

    Gratulation an BrewKnow für den FTF, der sich damit die Geocoin hochoffiziell verdient hat
  2. Es würde mich freuen, wenn du ein Foto von dir und/oder deinem GPS vor der Quelle deinem Online-Log beifügst.

Nun aber zum Cache

Dieses "Bad Sauerbrunn" liegt nicht etwa im Burgenland und ist auch nicht mit diesem Ort zu verwechseln. Vielmehr liegt dieser Ort in der Katastralgemeinde Trog im Westen der Gemeinde Stainz in der Steiermark, also im Schilcherland. Es liegt am Oberlauf des Stainzbaches in einem engen Tal, das Sauerbrunngraben genannt wird.

Der Name Sauerbrunn bezieht sich eigentlich auf Mineralquellen mit einem auffallenden Geschmack.
Als "Bad Sauerbrunn" wird die Brunnenanlage bezeichnet, aus der das Wasser der Erzherzog-Johann-Quelle fließt. Diese Quelle ist die bekannteste Mineralquelle in Sauerbrunn, die auch als Heilquelle anerkannt ist.




Bereits im 3. Jhdt. n. Chr. wurden die Quellen von römischen Legionären geschätzt und genutzt, wie zahlreiche Funde von Bronzemünzen aus der Zeit Kaiser Constantinus bis Arcadius (292 – 408 n. Chr.) belegen. Im 14. Jhdt. n. Chr. gelangten die Quellen in den Besitz des Chorherrenstifts Stainz. Eine erste Untersuchung des Wassers führte damals der Grazer landschaftliche Arzt Dr. Arquatus durch, der dieses Wassser als gutes Heilwasser empfahl. Nachdem Erzherzog Johann 1841 das Stift Stainz gekauft hatte, gingen auch die Quellen in seinen und somit in den Besitz der Grafen von Meran über. 1875 wurde durch die Grafen von Meran die Quelle in einen Brunnenkranz aus weißem Marmor gefasst und mit einer Steinplatte abgedeckt. 1878 wurde darüber ein Holzpavillon errichtet.

Auch erfolgte in diesem Zusammenhang eine neuerliche wissenschaftliche Untersuchung des Wassers durch den Chemiprofessor Richard Maly der Technischen Hochschule Graz, die folgendes Bild ergab: größere Mengen an Kohlensäure, Calcium, Natrium, Magnesium, Chlor und Kieselsäure; kleinere Mengen von Kalium, Eisen, Lithium und Schwefelsäure sowie Spuren von Borsäure, Aluminium, Phosphorsäure und Fluor. Mit dieser Analyse stand das Quellwasser zweifelsfrei als Heilwasser fest und 1883 erfolgte der Bau eines kleinen Kurhauses mit einer Wohnmöglichkeit, einem Restaurationsbetrieb und mehreren Badekabinen. Im Rahmen dieses Kurbetriebes wurden Kuraufenthalte, Wannenbäder und Trinkkuren angeboten. 1920 erwarb der deutsche Edgar von Rücker die Anlage. 1959 ging der Besitz auf Ferdinand Wultsch über. Der Gewerbebetrieb war zumeist verpachtet und bestand aus einem Gasthaus das maximal 4 Kurgäste beherbergen konnte. 1970 wurde der Kurbetrieb aufgrund mangelnden Interesses aufgegebeben und die Gebäude abgetragen. Von diesen sind nur noch Mauerreste vorhanden.


Wie ein Inserat vom 19. Feber 1879 im Amtsblatt zur Laibacher Zeitung Nr. 41 zeigt, wurde das Quellwasser schon damals in Flaschen abgefüllt und verkauft und zwar bis ca. 1980 unter wechselnden Namen: "Stainzer Sauerbrunn", "Stainzer Säuerling" oder "Stainzer Johannesquelle". Das Abfüllgebäude schloss westlich an das Brunnenhaus an.

1983 wurden die Grundstücke um die Quelle von den damals noch selbständigen Gemeinden Marhof, Greisdorf und Stainz gemeinsam erworben und ca. 300m südöstlich in einer kleinen Parkanlage an der Landesstraße L 642 "Sauerbrunnstraße" frei zugänglich gemacht. Der Quellauslauf bestand bis etwa 1990 aus einem Baumstamm mit einem ausgehöhlten Ast als Auslaufrohr und einem Tisch. Später wurde ein Auslaufbrunnen aus Stein gemauert und zwei kleine Becken für Fußbäder errichtet.



Der Brunnen wird über eine Rohrleitung aus der Quellfassung gespeist (das Rohr wird über eine Hängebrücke über den Stainzbach geführt). Der früher öffentlich zugängliche Wasserauslauf im Quellhaus wurde verschlossen und das Quellhaus versperrt. In dessen Nähe befinden sich keine Nutzungsmöglichkeiten mehr.

 

Eigenschaften und Ursprung des Quellwassers

Das Quellwasser wird als schwefelhaltiger Calcium-Natrium-Hydrogencarbonat-Säuerling beschrieben, eine ältere Publikation reiht ihn unter die "Alkalisch-erdigen Quellen" der Steiermark ein. Eine positive Wirkung bei Gicht, rheumatischen Leiden, Rachen- und Luftröhrenkatarrh, Magen-, Darm- und Leberleiden sowie Blutarmut wird genannt.

Die Quelle lieferte nach Messungen 1984 etwa 13,4 Liter Wasser pro Minute, in den Jahren 1986 bis 1988 etwa 8 bis 10 l/min, eine Messung an der ersten Fassung ergab 1875 nur 1,32 l/min. Angaben, wonach die Schüttung "hoch" sein soll, sind nicht verifizierbar. 1950 wurde das Wasser als "sehr kohlensäurehaltig, radioaktiv" beschrieben. Im Geschmack weicht das Quellwasser stark vom üblichen Quellwasser des Gebietes ab, sein natürlicher Kohlensäureanteil ist beim Trinken wie bei leichtem Sodawasser spürbar. Für das Quellwasser wurde eine Temperatur von ungefähr 10 °C und ein pH-Wert von 5,39 (schwach sauer) publiziert. Es sind weiters Radioaktivität und Spuren von Lithium und Fluorid dokumentiert. Ein leichter Geruch nach Schwefelwasserstoff H2S ist nach der Literatur vorhanden, dies wird allerdings in der Trinkwasseranalyse vom August 2013 nicht erwähnt. Schwebstoffe im Wasser werden auf Mineralienauswaschungen zurückgeführt, die nach starken Regenfällen auftreten können, regelmäßige Untersuchungen bestätigen die gute Wasserqualität.

Geologoische Betrachtung

Die Quelle entspringt in einem Gebiet, dessen Gestein aus Stainzer Plattengneis besteht. Dieses Gestein wird von mehreren Klüften durchzogen, die Quelle wird als "Kluftwasser aus dem Plattengneiskörper" bezeichnet. Der Calciumgehalt des Quellwassers wird auf einen Karbonatgesteinskörper zurückgeführt, der in den Gneis eingeschlossen ist bzw. unter ihm liegt, der Eisen- und Schwefelgehalt auf Pyritlager im kristallinen Gestein des Quellgebietes. Die Klüfte und deren Verzweigungen werden als Ursache dafür gesehen, dass in der Gegend der Quelle mehrere kleine Mineralquellen ("Sauerwasseraustritte") vorhanden sind. Eine Quelle liegt im Bett des Trogbaches etwa 60 Schritte talabwärts der Erzherzog-Johann-Quelle. 1836 wird über zwei nebeneinander liegende Quellen mit unterschiedlichen Wässern berichtet, es werden ein Säuerling und eine "schweflichte Quelle" erwähnt.

Die rostrote Farbe des Bodens der Becken beim Quellauslauf beruht auf dem Eisengehalt des Quellwassers, der mit der Umgebungsluft einen dünnen Belag aus Rost verursacht. An dieser Färbung ist auch zumindest die weiter östlich liegende, 1987 gefundene Quelle erkennbar.

Nutzung der Quelle

Die Entnahme des Wassers für private Zwecke ist kostenlos möglich, wobei um freiwillige Spenden zur Erhaltung der Anlage gebeten wird. Gastgewerbebetriebe der Umgebung füllen das Wasser in Eigenregie ab und bieten es im Rahmen ihrer Betriebe an. Zwei kleine Becken stehen für Kaltwasserbäder zur Verfügung.


Ich hoffe, dass dieser Cache gefallen hat und freue mich schon auf eure Logeinträge.

Besonderen Dank möchte ich taube123 für seine Unterstützung bei der Umsetzung meines ersten Caches aussprechen..

Genieße das natürliche Mineralwasser!
fneurieser




Bildnachweis:
  1. Brunnenfassung (By Josef Moser (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons)
  2. Ansichtskarten 1930 (By unbekannt, für die Datei:Josef Moser (alte Ansichtskarte, für die Datei:Own work) [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons)
  3. Ansichtskarte 1940 (By unbekannt, für die Datei:Josef Moser (alte Ansichtskarte, für die Datei:Own work) [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons)
  4. Ansichtskarte 1960 (By unbekannt, für die Datei:Josef Moser (alte Ansichtskarte, für die Datei:Own work) [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons)
  5. Inserat (By Josef Moser (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons)
  6. alle übrigen Bilder © 2017 by neurieser

Additional Hints (Decrypt)

zntargvfpu

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)