Der Mann von Kreepen ist eine Moorleiche, die 1903 beim Torfstechen im Moor bei Brammer in der Linteler Geest gefunden wurde.
Zu der Moorleiche gibt es eine spannende Geschichte vom Fund bis hin zum Verlust der Leiche durch die Luftangriffe in Berlin im Jahre 1945.
Die Koordinaten der Dose entsprechen genau den Koordinaten des Fundortes der Leiche.
Leider ist von dem Moor (wie bei fast allen Norddeutschen Mooren) durch den Torfabbau im Tiefland nichts mehr über.
Die Moore wurden entwässert, Torf abgebaut und anschließend für den Ackerbau verwendet.
Zur Moorleiche
Die Moorleiche wurde am 12. Juni 1903 von Friedrich Luttmann beim Torf stechen mit der Familie gefunden. Zunächst bemerkte er eine kalkartige Verfärbung im Torf, die er als Reste eines verendeten Schafes deutete, das ein benachbarter Bauer hier verscharrt hätte. Beim Weitergraben stieß Luttmann auf einen menschlichen Fuß. Er legte die Leiche weiter frei und informierte die Polizei. Der Fund wurde in einer Holzkiste verpackt in der Scheune von Luttmanns Hof gelagert, wo er von zahlreichen Anwohnern besichtigt wurde.
Der Verdener Landrat Dr. Seifert sandte eine Fundmeldung, zusammen mit einer Fotografie und einem Kaufangebot an das Berliner Museum für Völkerkunde. Nach der positiven Antwort des Museums für Völkerkunde veranlasste er die umgehende Versendung des Fundes nach Berlin ohne das eigentlich für die Region zuständige Provinzialmuseum in Hannover zu informieren oder eine Einigung beider Museen abzuwarten. Dafür verpackte Luttmann die Leiche in einer größeren Holzkiste, bettete sie in feuchtem Torf ein und versandte sie am 18. Juni 1903 per Bahn nach Berlin mit dem Begleitschreiben:
„An das Museum für Völkerkunde, Berlin
Per Bahn sandte ich Ihnen heute auf Veranlassung des Landratsamts in Verden eine Kiste, enthaltend eine Moorleiche.
Ich ersuche Sie höflichst, mir gefl. sofort nach Besichtigung der Leiche denjenigen Preis mitzuteilen, den Sie mir für die Leiche geben können. Ich behalte mir bis zur erfolgten Zustimmung meinerseits zu diesem Preise das Eigentumsrecht an der Leiche ausdrücklich vor und bestehe solange darauf, daß die Leiche in demselben Zustande bleibt, worin sie sich jetzt befindet.
Hochachtungsvoll Friedrich Luttmann“

In der Folge kam es zu Differenzen zwischen dem Provinzialmuseum in Hannover, welches sich als eigentlich rechtmäßiger Eigentümer um den Fund geprellt sah, und dem Museum in Berlin. Nach kontroversen Schriftwechseln und Einschaltung höherer Behörden einigten sich beide Häuser schließlich um der weiteren kooperativen Zusammenarbeit willen darauf, dass der Fund weiterhin in Berlin verbleiben dürfe. Dies begründete das Provinzialmuseum unter anderem damit, dass der Fund durch die unprofessionelle Bergung seinen wissenschaftlichen Wert verloren habe. Als die Leiche in Berlin eintraf, war sie bereits stärker geschädigt, so waren die Oberschenkel gebrochen und eine Hand abgerissen, außerdem fehlten jegliche Beigaben und Beifunde. Die bereits von Schimmelpilzen befallene Leiche wurde zunächst mit Formalin und abschließend mit einer Sublimatlösung konserviert. Luttmann erhielt eine Anerkennung von 50 Mark für die Leiche und für die Erstattung seiner Kosten für die Kiste und den Transport nach Berlin von 13,50 Mark.
1932 versuchte der Verdener Heimatbund vergeblich, den Fund für ein lokales Museum zu erwerben.
Während der Luftangriffe auf Berlin im Jahre 1945 ging der Fund verloren.
Gesucht wird eine Holzbox. Stift bitte drinnen lassen und alles wieder richtig verpacken!
Etwa 100 Meter weiter befindet sich auf der rechten Seite eine Bank vor einem Sonnenblumenfeld, wo man gut eine entspannte Pause einlegen kann.
Hier noch ein Banner zum einfügen

<a href="https://www.geocaching.com/geocache/GC7BED0_die-moorleiche-von-kreepen?guid=019364f0-0f99-4fc7-b56d-9202a35192bc" target="_blank">
<img src="http://up.picr.de/30427860ra.jpg" alt="oh?"
border="0"></a>