..."Dies vorausgeschickt, wollen wir uns im Raum unserer engeren Heimat näher umsehen, wobei der Hinweis erlaubt sei, daß für eine dauernde Niederlassung der Menschen jener Zeit das Salz ebenso wichtig war, wie etwa eine ständig sprudelnde Quelle. Das Vorhandensein einer alten Salzquelle im Huckenbachgraben nahe der Gemarkunsgrenze zu Wimpfen führte im 18. Jahrhundert zu Bohrversuchen, worüber in einem besonderen Abschnitt berichtet wird. Eine merkwürdige Naturbeobachtung führte man für das Salzvorkommen an der Einmündung des Huckenbachs in den Neckar an: "Bemerkte Stelle, wo die wilden Tauben beständig Salz finden". Ebenso ist die Begründung bei den Konzessionsverhandlungen bedeutsam, daß man sich einer verfallenen Salzquelle zwischen der Fleckinger Mühle und dem Huckenbachgraben erinnerte. Es trat also Sole früher hier offen zutage. Bei Bohrversuchen vor einigen Jahren traf man ebenfalls auf Sole."
"Die Heinsheimer Saline
Jeder der die Überschrift liest, wird mit Recht sagen: "In Heinsheim gibt es doch keine Saline!" Und doch gab es eine; sie ist allerdings in den Anfängen - ungünstiger Umstände halber - stecken geblieben. Vorhanden sind aber dicke Akten und ein wieder zugeschüttetes Bohrloch im Gewann "Diebshälde", gegenüber von Offenau beim heutigen Wimpfener Schwimmbad. Wie dies zuging, soll im folgenden erzählt werden.
[...] Aber erst im Jahre 1752, als gegenüber in Offenau sich eine Salinengesellschaft auftat, erinnerte man sich wieder der verfallenen Salzquelle auf der Heinsheimer Gemarkung.[...]
[...] Mit dem Jahre 1759 schließen die Akten zu diesem Fall.
Während die Grundherrschaft die Angelegenheit als aussichtslos beruhen ließ, erhielt sich der Gedanke an eine Saline bei der Bürgerschaft in Heinsheim lebendig. 60 Jahre später, als die staatsrechtlichen Verhältnisse endgültig geklärt und Heinsheim ganz unter die großherzogl. badische Hoheit gekommen war, fanden sich unter dem damaligen Vogt Fulda, seinem Nachfolger Vogt Kirstätter und dem Gerichtsschreiber Lehrer Seyboldt unternehmungsfreudige Bürger zusammen, gründeten eine Salzbohrgesellschafft, erwarben vom Großherzoglichen Haus die Konzession und setzten das Unternehmen ins Werk. Die Namen der Mitglieder, soweit sie ermittelt werden konnten, verdienen hier festgehalten zu werden. Es waren dies: Vogt Fulda, Vogt Kirstätter, Gerichtsschreiber Seyboldt, Jacob Osterberger, Bernhard Berg, Jacob Sinn, Andreas Klein, Samuel Litterer, Rentmeister Kirstätter."
Quelle: Geschichte des Dorfes Heinsheim am Neckar von Gustav Neuwirth; Oktober 1954
Herausgeber: Gemeindeverwaltung Heinsheim (Landkreis Mosbach)
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Bitte wieder so hinterlassen wie ihr ihn vorgefunden habt, also alles wieder zurückbauen und schließen. Auch dass sich keine Tiere einnisten.
Bitte keine Gewalt anwenden.
Werkzeug ist auch keins notwendig.