Das Hochtal des Samerbergs verdankt sein Erscheinungsbild vor allem der letzten, der Würm-Eiszeit, die vor etwa 10.000 Jahren zu Ende ging. Vom Cache aus bekommt man einen guten Überblick über verschiedene Formen, die ein Gletscher im Gelände hinterlässt.
Im SSW, etwa bei 195° erkennt ihr zwischen Heuberg (3 markante Felsspitzen) und dem Feichteck, das in den langgezogenen Grat der Hochries (mit Bergbahn) übergeht, eine deutliche Einsenkung; dahinter erhebt sich die auffällige abgeflachte Spitze des Kranzhorns. Bei dieser Einsenkung handelt es sich um einen sogenannten "Transfluenzsattel". Als das Eis im Inntal immer dicker wurde und schließlich die Höhe des Sattels (heute etwa 1000m ü.d.M.) erreichte, zweigte ein kleiner Teil des Inngletschers ab und floss über den Sattel in das Samerberggebiet. Das Eis überformte den Sattel und bildete einen kleinen Lokalgletscher im heutigen Samerberger Becken.
Direkt vor euch könnt ihr im Gelände eine tiefe Kerbe erahnen, die sich von W nach O einige Kilometer weit Richtung Frasdorf verfolgen lässt. Sie zeichnet den Weg nach, den die Schmelzwässer des Samerberggletschers eine Zeitlang genommen haben, bevor sie später wieder nach Westen ins Inntal abflossen.
Bei den sanften Hügeln und Wällen rundherum handelt es sich um verschiedene Arten von Moränen und Schmelzwasserterrassen, die der Samerberggletscher hinterlassen hat. Sehr deutlich kann man auf der gegenüberliegendes Seite des Samerberger Beckens, am Abhang der Hochries, eine langgezogene Wallmoräne erkennen - auf ihr befindet sich die Mittelstation der Hochriesbahn.
Happy caching!