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Harter Stein bei Ammelsdorf EarthCache

Hidden : 10/19/2017
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
3.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:







Harter Stein bei Ammelsdorf

Geologie

Vor etwas mehr als 300 Millionen Jahren, am Ende der Variszischen Gebirgsbildung im Karbon, ergoss sich eine glühende, zähflüssige Gesteinsschmelze aus einem Riesenvulkan über die Landschaft. Eine kilometerlange Spalte mit aufsteigendem Magma erstreckte sich in nordwestliche Richtung und bildete einen breiten Gesteinsstreifen, der südlich des heutigen (jedoch viel später entstandenen) Böhmischen Mittelgebirges beginnt und bis kurz vor Dippoldiswalde reicht. Aus der siliziumdioxidreichen und damit geochemisch sauren Lava entstand Quarzporphyr beziehungsweise Rhyolit.



Nach einer etwa 270 Millionen Jahre andauernden tektonischen Ruhephase brach die Erzgebirgsscholle im Rahmen der Alpidischen Gebirgsbildung im Tertiär aus dem als Böhmische Masse bezeichneten Gesteinsverband heraus, wurde angehoben und schräggestellt. Gleichzeitig sank der Egergraben in den nordwestlichen Teil der Böhmischen Masse ein und trennte dadurch die Erzgebirgsscholle vom Rest der Böhmischen Masse ab. Auch den harten und spröden Quarzporphyr scherten die gewaltigen tektonischen Kräfte, welcher seither von tiefen Klüften und Spalten durchzogen ist.



In Nordböhmen ist heute der Großteil des Quarzporphyrs durch Sedimente und deutlich jüngere Gesteine (Vulkangesteine des Böhmischen Mittelgebirges) überlagert, während die angehobenen Gesteine des Erdaltertums auf dem Erzgebirgskamm vorwiegend den Einflüssen der Erosion unterliegen. Der außerordentlich harte Quarzporphyr mit seiner hohen Verwitterungsbeständigkeit wurde und wird nur in geringem Maße abgetragen und bildet heute bekannte Berge und Höhenrücken, aber auch markante freistehende Felsgruppen (unter anderem Pramenáč, Großer Lugstein, Harter Stein bei Ammelsdorf). Die im Tertiär entstandenen Klüfte und Spalten bieten dennoch Angriffsflächen. Vor allem während der Eiszeiten drang Wasser in die Klüfte, erstarrte unter Volumenzunahme zu Eis und sprengte den Quarzporphyr in große Blöcke.



Unser Harter Stein bei Ammelsdorf markiert den westlichen Ausläufer des porphyrischen Deckenergusses des ehemaligen Supervulkans.

Aussehen und Mineralbestandteile

Das Magma kühlte in der Tiefe zunächst recht langsam ab. Es bildete sich eine dichte Grundmasse mit kleinen Kristallen aus Quarz, Feldspat und Glimmer (Biotit). Größere Einsprenglinge bestehen aus Quarz oder Kalifeldspat, nur wenige aus Kalknatronfeldspat (Plagioklas) oder Glimmer (Biotit). Ein rasches Erstarren der Lava an der Oberfläche verhinderte eine weitere Auskristallisierung der porphyrischen Grundmasse und damit die Ausbildung deutlich größerer Kristalle. Die markante Färbung wird durch feinverteiltes Eisenoxid hervorgerufen.

Die sechskantigen Säulen zeigen eindrucksvoll, dass das Gestein vulkanischen Ursprungs ist. Die langsam aufsteigende Schmelze kühlte an ihrer Oberfläche schneller ab als im Inneren. Die daraus resultierenden Dichteunterschiede führten zu einer gleichförmigen, in hexagonale Zellen strukturierten Konvektionsströmung. Das erstarrende Magma zog sich letztendlich so stark zusammen, dass senkrecht zur Abkühlungsfläche Spannungsrisse entstanden, die zur Säulenbildung führten.



Begebt euch nun an die angegebenen Koordinaten, schaut euch ein wenig um und beantwortet mir ein paar Fragen. Nutzt dazu die Kontaktmöglichkeiten über mein Geocaching-Profil. Bei eventuellen Fehlern melde ich mich bei euch. Euren Vor-Ort-Besuch dürft ihr sofort loggen.

1) Beschreibt mit eigenen Worten die geologische Situation vor Ort! Was seht ihr hier?

2) Drei im Listing beschriebene geologische Prozesse sind ursächlich für große lose Blöcke mit zum Teil exakten geometrischen Formen. Nennt mir diese Prozesse in ihrer korrekten zeitlichen Abfolge!

3) Seht euch das Gestein an einer frischen und nicht verwitterten Bruchfläche an! Welche Farbe hat das Gestein? Was ist die Ursache? Welche Größe haben die Einschlüsse? Worauf deutet dies hin?

4) Fügt eurem Online-Log ein Vor-Ort-Foto von euch oder einem persönlichen Gegenstand als Anwesenheitsbeweis hinzu! Hierbei handelt es sich um eine Logbedingung gemäß den Earthcache-Guidelines vom 10.06.2019!

HINWEIS: Ich erwarte von euch eine Nachricht mit den Antworten und ein Vor-Ort-Foto im Log!

Und nun wünsche ich euch viel Spaß mit diesem Earthcache!

Quellen (20.10.2017):

http://www.osterzgebirge.org/gebiete/9_23.html
http://www.osterzgebirge.org/gebiete/26_12.html
http://www.osterzgebirge.org/gebiete/kahleberg.html

Bei den im Listing veröffentlichten Fotos handelt es sich um eigene Aufnahmen vom 19.10.2017.


Additional Hints (No hints available.)