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Bärenbrückelche Traditional Cache

Hidden : 9/7/2017
Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


Bärenbrückelche  /  Baere-Brückelche

Als wir früher mit der Familie einen Ausflug hierher gemacht haben, wurde den Kindern folgende Geschichte über die Brücke erzählt:

Vor vielen Jahrzehnten, als es noch Bären im Lahnsteiner Wald gab, wurde an dieser Stelle eine Bärenfalle gebaut. Die Bären wurden aus dem Wald mit Pauken und Trompeten durch die enge Schlucht getrieben. Männer mit Fangnetzen standen auf der Brücke über der Schlucht und warfen die Netze hinunter, sodass die Bären gefangen werden konnten. Daher bekam die Brücke ihren Namen.

Eine schöne Geschichte – aber nicht wahr.

Ihr wahrer Namensgeber ist Emil Baer, der die Brücke im Jahre 1914 gestiftet hat. Sie führt über die „Baereschlucht“ auf einen Felsen mit Aussicht auf das Rheintal.

 

Über den Namensgeber:

Emil Baer (12.04.1876 Oberlahnstein). war ein angesehener Kaufmann und betrieb einen Schrotthandel in Oberlahnstein. Nach dem Untergang des Bergbaus in Friedrichssegen ersteigerte er einen Teil des Geländes im Ahlerhof und errichtete dort 1916 seine Betriebsstätte. Neben dem Eisengroßhandel hatte er ab 1922 auch die Konzession für Textilverwertung. Das Unternehmen lief sehr erfolgreich, bis es 1938 im Zuge der Judenverfolgung zwangsaufgelöst und als Firma Wilhelm Narmann weitergeführt wurde.
Die Baers wohnten in der Villa neben dem Krankenhaus in der Ostallee. In der Reichspogromnacht 1938 wurde die ‚Villa Baer‘ – wie auch die Synagoge und die Wohnungen anderer jüdischer Mitbürger – verwüstet und der gesamte Hausrat zerstört oder gestohlen. Zusammen mit seiner Frau Johanna (geb. Marx) und seiner Schwester Minna wurde er Anfang August 1941 nach Friedrichssegen zwangsumgesiedelt, von wo er Ende August ins Konzentrationslager Sachsenhausen verschleppt wurde und im Oktober ums Leben kam. Johanna Baer wurde 1942 im Vernichtungslager Treblinka ermordet, Minna Baer gilt seit der Deportierung 1942 ins Vernichtungslager Sobibor als verschollen. Vier weitere Geschwister von Emil Baer wurden ebenfalls in Konzentrationslagern ermordet. Emils Kinder Änne und Paul konnten rechtzeitig in die USA und nach Australien emigrieren. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging die Firma zurück in den Besitz von Emils Kindern und hieß fortan „Emil Baer Nachfolger“. Mehrere Stolpersteine in der Ostallee und in der Mittelstraße erinnern an die Familie als Opfer des Nationalsozialismus.

Mit Pauls Sohn Stephen besteht seitens des Stadtarchivs und des Altertumsvereins Kontakt. Stephens Sohn Michael besuchte im Jahr 2015 mit seiner Familie Lahnstein und war sichtlich bewegt, dass sein Urgroßvater Emil Baer in Lahnstein unvergessen ist. Er besuchte auch das Baere-Brückelche.

Weitere Informationen: http://ogy.de/EmilBaer

Achtung: Hier handelt es sich um ein Naturschutzgebiet/Biotop, die offiziellen Wege müssen zu keiner Zeit verlassen werden. Das Betreten von Naturschutzgebieten und Biotopen abseits der Wege ist nicht erlaubt und auch das Klettern an Bäumen untersagt.

 

Wer Spaß am Suchen hat, kann am "Aussichtspunkt" noch einmal fündig werden (siehe Hinweis des Referenzpuntes). Es stellt keinen weiteren eingetragenen Cache dar.

Additional Hints (No hints available.)