Hohlwege sind Zeugnisse jahrhundertealter Wegetradition. Nur wenn die Spuren von Wagenrädern, Menschenfüßen und Hufen des Viehs die Vegetationsdecke auf einer bestimmten Strecke immer wieder teilweise zerstören, kann die durch Wind und Regen verursache Erosion eine tiefe Kerbe in die Landschaft schneiden, in der sich der Weg befindet, der an beiden Seiten von mehr oder weniger steilen Wänden flankiert wird.
An dieser Stelle ist das auf dem Frasselter Berg gut zu erkennen. Der Frasselter Berg ist ein sandiger Rücken, der aus der Niederung aufsteigt und sich durch deutlich trockenere Böden auszeichnet als das Umland. Auf dem Frasselter Berg befindet sich seit langer Zeit eine Hofstelle, die sich bis in die 1920er Jahre im Besitz der Kranenburger Familie van der Grinten befand, die an dieser Stelle auch eine Windmühle betrieb, die aber im Gefolge kriegsbedingter Zerstörungen abgebrochen wurde. Der Hohlweg, der nicht nur so heißt, war der traditionelle Zugang zur Hofstelle, wird heute aber nur noch wenig genutzt, weil der Hof eine kürzere Zufahrt von der Römerstraße hat.
Dass der Hohlweg, der nicht nur so heißt, nur noch einen steilen Seitenhang hat, liegt an einer Auskiesung, die in den 1970er Jahren Teile des Frasselter Berges abgetragen hat.
Wie im Listing bereits erwähnt führt der Hohlweg auf den Bauernhof auf dem Frasselter Berg und ist damit eigentlich eine Grundstückszufahrt. Wer weiter nach oben geht, steht also irgendwann auf dem Hof, der zwar noch bewohnt aber nicht mehr bewirtschaftet ist. Deswegen seid bitte so nett und behelligt die Bewohner nicht weiter.