Bitte beachtet bei diesem EC die Öffnungszeiten !
„Holsteiner Gestein“
ist die Bezeichnung für einen Sandstein (Kalksandstein, Sideritsandstein), der in einem warmen Flachmeer gebildet wurde und in erster Linie in der Region Holstein, vornehmlich im Bereich einer gedachten Linie Ratzeburg - Lübeck – Eutin, als so genanntes „Lokalgeschiebe“ gefunden wird.

Alter
Das Alter des Sedimentes beläuft sich auf ca. 19 bis 23 Mio. Jahre. In Norddeutschland wird dieser unterste Abschnitt des Miozäns nach dem Gebiet des Erstfundes südlich von Hamburg (Vierlande) als „Vierlandium“ bezeichnet.
Variationen
Das Holsteiner Gestein kommt nahezu während der gesamten Zeitspanne des Vierlandiums von etwa 4 Millionen Jahren vor.
Eine besondere Erscheinungsform des Holsteiner Gesteins, die sogenannten „Schwartensteine“, die im Lauenburgischen (südlich von Lübeck) gefunden werden, gehören noch dem obersten Oligozän (Chatt) an.
Zwischen Bad Segeberg im Süden und dem Großen Plöner See im Norden wird ein als ????? Gestein bezeichnetes Geschiebe gefunden.
Nach vorherrschender Meinung handelt es sich dabei um eine Erscheinungsform des vielgestaltigen Holsteiner Gesteins (gleiches Alter, Lokalgeschiebe, keine signifikanten Unterschiede in der Fossilgemeinschaft)
Die fazielle Grenze zwischen Holsteiner Gestein und dem ähnlichen ????? Gestein ist unscharf.
Das im Obersten Oligozän anzutreffende Sternberger Gestein, das ebenfalls als Geschiebe lokal häufig vorkommt, lässt sich anhand seiner Fauna vom jüngeren Holsteiner Gestein unterscheiden.
Lagerstätte
Das Vierlandium ist durch zahlreiche Bohrungen im südlichen und östlichen Holstein nachgewiesen. Bohrungen im Lauenburgischen beispielsweise stießen bei ca. 175 m Tiefe auf Vierlandfeinsande mit Holsteiner Gestein. Diese Sedimente wurden von den vordringenden Eismassen der vor rund 12.000 Jahren zu Ende gehenden Weichselvereisung buchstäblich „ausgeschabt“. Bruchstücke hiervon blieben, wie viele andere vom Eis verfrachteten Gesteinsreste auch, nach dem Abtauen des Eises liegen. Die südwestliche Grenze des Eisschildes des letzten großen Eisvorstosses erstreckte sich durch den östlichen Teil des heutigen Bundeslandes Schleswig-Holstein. Die hügelige Seenlandschaft der Holsteinischen Schweiz rund um Eutin entstand aus Grund- und Endmoränen der Weichselvereisung.
Geschiebefundorte und Fossilgehalt
Die meist walnuss- bis kindskopfgroßen, vereinzelt aber auch sehr viel größeren Stücke des hellbraunen bis tief-dunkelbraunen mit zumeist ausgebleichten Mollusken-Schalen durchsetzten Holsteiner Gesteins können vereinzelt an Steilufern der Ostsee und auf Feldern, vor allem aber in Kiesgruben in Holstein aufgelesen werden.
Einige Stücke sind von einer harten sideritischenVerwitterungskruste umgeben, unter der sich ein meist deutlich hellerer, ebenfalls recht harter Feinsandsteinkern befindet.
Aus dem Holsteiner Gestein sind weit über 200 Molluskenarten identifiziert.
Hinzu kommen unter anderem Fischreste (Haizähne, Kugelzähne, Otolithen), Bryozoen und zahlreiche Mikrofossilien.
Die Möglichkeiten solch ein Gestein an einer der abgebildeten Küstenabschnitte zu entdecken, sind vorhanden, aber es gehört ein gutes Auge und etwas Glück dazu.

Küstenbereiche, an denen Holsteiner Gestein vorkommt
In den meisten Kiesgruben bestehen leider strikte Zugangsverbote, die auch strafrechtlich verfolgt werden. An einer für Fundmöglichkeiten sehr bekannten Kiesgrube (natürlich auch hier striktes Zutrittsverbot) gibt es sogar einen Findlingsgarten mit dem größten Findling Ost-Holsteins - und natürlich auch einen EC: GC238G5
Was liegt also näher als das Gestein an einem Ort anzuschauen, wo man ganz sicher etwas findet ?
Deshalb haben wir uns dafür entschieden das FINAL an das kleine, privat betriebene Museum „Geologische Schätze Holsteins“ zu legen.
Ihr müßt hier übrigens KEINEN Eintritt zahlen !
Ein Besuch hier lohnt sich zweimal: Einmal um das Gestein so gut kennenzulernen, damit ihr wisst wonach ihr an den Stränden suchen wollt.
Wenn ihr später interessante Fundstücke habt, die ihr nicht zuordnen könnt, hilft man euch hier auch bei der Bestimmung !
Und natürlich findet ihr auch die Antworten zu den folgenden Fragen, die beantwortet werden müssen, um diesen EC loggen zu dürfen:
Ihr findet mehrere Vitrinen: in einigen liegen Fundstücke die ihr auch käuflich erwerben könnt.
Weitere Vitrinen enthalten reine Ausstellungstücke. Die Antworten auf die Fragen findet ihr NUR bei den Ausstellungstücken !
Wie wir wissen gib es verschiedene Varianten des Gesteins.
Welche drei Varianten sind in den Ausstellungsvitrinen mit Namen genannt ?
Wie unterscheiden sie sich in Farbgebung und Fossilgehalt ?
Wie groß schätzt ihr (in cm x cm x cm) das größte Ausstellungsstück ?
Wenn ihr euch im "Museum" ein wenig umschaut, findet ihr noch weitere Ausstellungsstücke, die nicht im Zusammenhang mit dem Holsteiner Gestein stehen - Nennt noch zwei weitere ausgestellte Exponate.
Ihr dürft sofort loggen nachdem ihr die Fragen beantwortet habt - wir melden uns aber auf jeden Fall bei euch, in der Regel innerhalb von maximal zwei Tagen.
Falls ihr am Strand was Schönes gefunden habt, dürft ihr das natürlich gerne auch eurem Log anhängen !
Quellen:
googlemaps
www.chemie-schule.de
Wikipedia
Fotos: eigene