Als der frühere Vulkan Vogelsberg vor Jahrtausenden erlosch, trat an dieser Stelle noch einmal Lava hervor und hinterließ großflächige schwarze Felsstrukturen. Heute ist von den einstigen vulkanischen Tätigkeiten noch ein doppelter Ringwall in dem Wäldchen erhalten.
1
Abb. 1: Blick in den Schlot. Mittig der Basaltaufschluss
Der Vogelsberg-Vulkanismus
Der Vogelsberg ist mit einer Fläche von etwa 2500 km² und einem Durchmesser von ca. 65 km der größte Vulkankomplex in Mitteleuropa. Isolierte Basaltvorkommen im näheren Umfeld des Vogelsberges deuten auf eine deutlich größere Ausdehnung der Basaltbedeckung hin, welche sogar bis nach Frankfurt am Main reichen. Das Besondere am Vogelsberger Vulkanismus ist seine Vielfältigkeit: Aktivität in mehreren Phasen mit zwischengelagerten Pausen, unterschiedliche Ausbruchsorte und Ausbruchsarten und verschiedene Schmelzen. Zu diesen Ausbruchsarten zählen z.B. Schlackenkegel, die durch vulkanische Fallprodukte (Pyroklastika) aufgebaut wurden. Daneben erzeugte der Kontakt zwischen Grund- oder Oberflächenwasser und aufsteigendem Magma teils heftige Explosionen, wodurch trichterförmig große Hohlräume in den Untergrund gesprengt wurden. Diese werden als Maare bezeichnet. Hierbei entstanden pyroklastische Ablagerungen (Tephra) aus vulkanischer Asche, Lapilli und Bomben. Diese wurden zum Teil verfestigt und können noch heute besucht werden.
2
Abb. 2: Vom Ringwall umgeben
Entstehung von Maaren
Bei phreatomagmatischen Eruptionen entsteht als typischer Vulkanbau in der Regel ein Maar. Ein Maar ist eine in den prävulkanischen Untergrund eingesenkte Hohlform, die von einem Ringwall, der aus Auswurfmaterial besteht, umgeben ist. Eine phreatomagmatische Explosion ist eine vulkanische Explosion, die aus dem direkten Kontakt von heißer Gesteinsschmelze (Magma oder Lava) mit externem Wasser resultiert (zum Beispiel mit Grundwasser oder Oberflächenwasser). Der schlagartig entstehende Wasserdampf mit dem 1000-fachen bis 3000-fachen Wasservolumen zertrümmert das umgebende Gestein und sprengt einen Krater in den Gesteinsuntergrund. Das ausgeworfene Nebengestein wird rings um den Krater als Wall abgelagert.
3
Abb. 3: Entstehung und Aufbau eines Maar4
Fragen:
Frage 1: An den Listing-Koordinaten findet ihr einen kleinen Basaltaufschluss. Beschreibt dessen Farbe und Form (ist die Form eher kompakt oder ähnelt sie einem "verbackenen" Basaltbrocken?).
Frage 2: Schätzt Umfang und Tiefe des umgebenden Ringwalls an den Listing-Koordinaten.
Frage 3: Der Ringwall besteht u.a. aus tonhaltigen Lagen, welche sich aus verwitterten Tuffen und anderen pyroklastischen Gesteinen zusammensetzen. Eine Färbung fällt hier direkt auf, wenn man sich den Wall genauer betrachtet. Welche Färbung ist das und woher könnte sie stammen?
Logbedingungen:
Bitte schickt uns die Antworten auf die Fragen an unsere GC-Adresse. Bilder zum Log sind natürlich willkommen

. Wie in den EarthCache-Guidelines beschrieben, darf direkt geloggt werden. Wir melden uns, sollte etwas nicht stimmen.
Quellenangaben:
1https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6tzenhain
2http://www.geopark-vogelsberg.de
3Vorlesung 9: Phreatische und Phreatomagmatische Eruptionen http://slideplayer.org/slide/647442/
4http://www.vulkane.net/vulkane/eifel/grafik.html