Luthers Nagel

Am 31. Oktober 1517 schlug Martin Luther seine 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg und sorgte für große Empörung. Seit dem ist viel geschehen und Luther sowie seine Thesen sind weltweit bekannt. Was dabei aber gerne vergessen wird, ist der Nagel des Thesenanschlages. Dabei war es doch der Nagel, der die 95 Thesen mit der Kirche verband. Mit anderen Worten, Luthers Nagel ist das Bindeglied zwischen der Reformation und der katholischen Kirche.
Dieser eine Nagel bohrte sich sowohl durch die 95 Thesen als auch durch die Kirchentür der katholischen Kirche. Er stellt die Gemeinsamkeit beider Kirchen dar.
Doch wie immer sehen die Menschen nur die Unterschiede. Leider geht immer nur um die Thesen oder das Tor. Der Nagel findet kaum Erwähnung. Doch damit ist jetzt Schluss. Dieser Cache feiert Luthers Nagel und gibt ihm endlich seine wohlverdiente Anerkennung.
Die Kirche die ihr hier vorfindet, wurde erstmals im Jahre 1199 urkundlich erwähnt . Damit war sie lange Zeit katholisch. Im Jahr 1561 wurde die Grafschaft von Adolf und Sebastian II. von Sayn reformiert und die Kirche Almersbach lutherisch. Angeordnet von Graf Wilhelm von Sayn-Wittgenstein-Sayn erfolgte 1605 der Übergang von der lutherischen zur reformierten Lehre. Mit der Einführung des reformierten Bekenntnisses wurden die Fresken 1606 übermalt, da keine bildlichen Darstellungen geduldet wurden.
1665 wurde die Kirche jedoch erneut lutherisch. Die Gräfin Louise Juliane von Sayn besetzte die Pfarrstelle von Almersbach mit dem lutherischen Pfarrer Johann Ludwig Dumphius. Die reformierten Gläubigen wurden von Schöneberg aus mitverwaltet. 1819 wird Almersbach schließlich uniert.
Die Kirche ist von von Mai bis September sonntags nachmittags von 15.00 bis 17.00 Uhr für Besucher geöffnet. Wer möchte kann sich in dieser Zeit die Kirche ansehen, an dem Globusleuchter ein Teelicht entzünden oder die wundervollen Fresken bewundern.
Doch halt, wurden diese nicht 1606 übermalt? Schon, aber 1915 wurden die Fresken wiederentdeckt und restauriert.
Wer mehr über die Wiederentdeckung der Fresken wissen will, dem empfehle ich den Ausbildungsbericht von Hermann Wagner, den ihr im Anhang findet. Obwohl der Bericht rein fiktiv ist, stellt er doch sehr lebhaft die damaligen Ereignisse dar. Geschrieben wurde er in Wirklichkeit von Anka Seelbach. An dieser Stelle herzlichen Dank für die Erlaubnis zur Verwendung.
Ein weiter Dank geht an AlphaZulu, der mir beim Legen des Caches geholfen hat.
Doch nun genug der langen Reden. Eilt hinaus, findet Luthers Nagel, befreit den Cache und bitte setzt alles wieder in den Ursprungszustand zurück.