Alle Jahre wieder steht er festlich geschmückt im Wohnzimmer, in der Kirche oder auf Plätzen, sorgt für weihnachtliche Stimmung und wird besungen: der Tannenbaum.

Der Brauch ist jedoch recht jung. Er setzte sich zunächst in Deutschland durch und verbreitete sich erst im 19. Jahrhundert über die ganze Welt. Wahrscheinlich geht er auf den alten Glauben zurück, dass immergrüne Pflanzen Lebenskraft verkörpern.
Erstmals schriftlich erwähnt wird ein Weihnachtsbaum im Jahr 1527 – in einer Mainzer Akte. 1611 soll Herzogin Dorothea Sibylle von Schlesien den ersten Weihnachtsbaum mit Kerzen geschmückt haben. Im 18. Jahrhundert wurde es dann populär, einen Christbaum aufzustellen, vor allem bei Protestanten. Da Nadelbäume teuer waren, konnten sich den Brauch zunächst nur die Reichen erlauben.
Heute sind Christbäume in Deutschland schon zu Spottpreisen zu haben. Jedes Jahr werden etwa 28 Millionen verkauft. Etwas kostspieliger, dafür aber auch recht lang haltbar sind Nordmanntannen – sie kosten bis zu 20 Euro pro Meter. Dennoch sind sie am beliebtesten.