Willkommen inmitten der ehemaligen Zeche Holstein!
Zum Cache:
Ihr sucht einen PETling-Tradi. Stift ist an Board (vielen Dank an das schwedische Möbelhaus für das Sponsoring), wer selbst einen mitbringt, ist aber beim Heben des Caches schon hauchdünn im Vorteil. Alle Spontan-Cacher oder jene, die einfach nur zufällig in der Nähe sind können sich mit einem in der Umgebung natürlich vorkommenden Werkzeug behelfen.
Das Versteck sollte schnell gefunden sein, jedoch bedarf es an dieser Stelle aufgrund des hohen Muggelaufkommens nicht selten erhöhter Aufmerksamkeit, selbige nicht ebenso erhöht auf sich fokussieren zu lassen. Pseudo-offene Schuhe, "versehentlich" aus der Tasche gefallene Schlüsselbunde oder - wer schauspielerisch begabt ist - gern auch ein Stolpern auf nahezu perfekt ebenem Boden sollten die damit bei der Umgebung erregte Aufmerksamkeit schnell wieder von Euch lenken.
Bitte verschließt den Cache nach dem Loggen wieder ordentlich, da es im Versteck nass werden kann.
Zur Umgebung:
Wie bereits erwähnt, befindet Ihr Euch mitten auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Holstein. Hier wurde zwischen 1877 und 1928 von fast 2.300 Kumpel Steinkohle abgebaut. Diese Zeit hat Asseln natürlich nicht nur demographisch, sondern auch äußerlich geprägt. Einige markante Punkte die sternförmig von hier aus zu erreichen sind, möchten wir interessierten Cachern vorstellen.
Im (Süd-)Osten befindet sich die Kolonie Holstein, in der viele der damaligen Kumpel wohnten. Zunächst standen hier einfache Holzbaracken, die aber nach und nach durch Häuser in Massivbauweise mit Gärten und Stallungen ersetzt wurden. Heute steht die Siedlung unter Denkmalschutz, dessen Durchsetzung angesichts der nicht wirklich originalgetreuen Fassadenfarben einzelner Häuser jedoch fraglich ist.
In nordwestlicher Richtung befindet sich auf der linken Straßenseite der ehemalige Schacht. Gerüchten zufolge soll der er niemals verfüllt sondern lediglich abgedeckt worden sein. Hier findet Ihr auch einen weiteren Cache (Schacht Holstein 2.0). An der gegenüberliegenden Straßenseite ist das damalige Torhaus mitsamt Waschkaue zu bestaunen.
Folgt Ihr der Buddinkstraße in südwestlicher Richtung bis hinein ins Feld, so folgt ihr gleichzeitig dem Streckenverlauf der damaligen Hörder Kohlenbahn, der von der nahe gelegenen Zeche Schleßwig, die im Jahre 1911 auf der 500-Meter Sohle mit der Zeche Holstein auch unterirdisch zum vereinigten Hörder Kohlenwerk verbunden wurde, bis hierhin verlängert wurde. Bei dem Erdwall auf der rechten Seite, über den einige Bewohner der angrenzenden Häuser auf teils kreative oder eigenwillige Art und Weise eine Brücke gebaut haben, handelt es sich um den ehemaligen Bahndamm. Die Strecke endete in der Hermannshütte in Dortmund Hörde, in der die geförderte Kohle weiterverarbeitet wurde.
Wir hoffen Ihr hattet Spaß an dieser kleinen Führung durch die asselner Steinkohlegeschichte und konntet ein wenig ein Gefühl für die damalige Zeit vor dem Wandel erhalten.