Uiuiui, wo hat sich der Stammtisch-Michl den jetzt wieder versteckt? Das Pestlazarett am Unteren Wöhrd hat er besucht! Begib dich mit ihm auf eine kleine Reise durch die Regensburger Stadtgeschichte ...
Am Anfang war die Pulvermühle
Wohin stellt man eine Pulvermühle? Dies mögen sich die Stadtväter von Regensburg einst gefragt haben, und die Antwort war vermutlich schnell gefunden: an eine Stelle, wo möglichst wenig kaputt geht, wenn es knallt. Wie wäre es mit einer Insel? Wie wäre es mit dem Unteren Wöhrd? Wie und ob die Pulvermühle letztlich in die Luft geflogen ist, ist nicht überliefert. Bekannt ist lediglich, dass sie 1633 im dreißigjährigen Krieg zerstört wurde.
Pest
Doch die kleine Insel ward nicht verlassen, und schon bald hielten neue Mieter Einzug. 1634 erreichte die erste Pestepedemie Regensburg, und schon zu dieser Zeit diente die Insel (später als "Lazarettspitz" bekannt geworden) als Krankenstation.
Schießstatt
Was genau ist eine Schießstatt? Wikipedia muss passen, und auch der Duden hüllt sich in akademisches Schweigen. Nun denn, ein paar inkompetente Worte zum Thema. 1641 wurde die Schießstatt der Stadt Regensburg auf die Insel verlagert. Wie in all den vorhergehenden Fällen kann man davon ausgehen, dass es sich auch hierbei um ein gewisses Gefahrenpotential handelte, das man lieber auf einer Insel als im Herzen der Stadt sah. Die Schießstatt befand sich bis 1652 auf dem Unteren Wöhrd.
Krankenhaus
Ab 1662 wurde der (zu diesem Zeitpunkt noch recht unscheinbare und kleine) Gebäudekomplex zu einem Krankenhaus ausgebaut. Das ältere Gebäude ("Nebenhaus") wurde ausgebaut, und das Ostgebäude ("Haupthaus") wurde erst 1662 errichtet. 1713 erwischte wieder eine Pestwelle die Stadt, und wieder einmal wurden die Kranken auf die Insel evakuiert. Aus Platzmangel wurden rund um das Gebäude Holzhütten gebaut, um alle Menschen unterzubringen.
Und weiter?
Ende des 18. Jahrhunderts wurde der Pesthof der Oberaufsicht des städtischen Almosenamtes unterstellt. Auch zu dieser Zeit wurde er noch als Krankenstation genutzt, vor allem für Menschen, die stark ansteckende Krankheiten hatten. Mitte des 19. Jahrhunderts gelangten die Gebäude in den Besitz der Evangelischen Wohltätigkeitsstiftung. In den weiteren Jahren diente er als Obdachlosenasyl, Notunterkunft und Sozialwohnung.
Quelle: www.pesthof.de ... hier gibt es noch ein paar mehr Infos und interessante Bilder zu sehen!
Am Ehem. Pesthof (Stage 1: N49 01.222 E12 06.918) ist eine Gedenktafel angebracht. Ab wann erfolgte der Ausbau zum Krankenhaus (Jahreszahl ABCD)? Ab wann befand sich hier bei der großen Pestepidemie das Pestlazarett (Jahreszahl EFGH - 1714)?
Nun mach dich am Nordarm der Donau entlang auf dem Weg zur Lazarettspitze (Stage 2: N49 0(A).(B-4)(C-1)(D+3) E12 0(E+6).(F-4)(G)(H+6)). Dort angekommen suche nach zwei Zahlen und peile von den angegebenen Koordinaten aus X Meter in Richtung Y Grad. In den Überresten eines ehemaligen Donauriesen habe ich es mir dieses Mal recht gemütlich gemacht und geniese die herrliche Aussicht auf die Donau ... ;-)
Den Stammtisch-Michl dann bitte wieder zum 145. Geocaching Stammtisch Regensburg mitbringen und dafür den FTF loggen ... dann geht die Serie im nächsten Monat weiter ... und wie immer, vergesst nicht euch die Bonuszahl zu notieren!!!