Die letzte Eiszeit ging vor ca. 12.000 Jahren zu Ende. Damals waren die Voralpen noch bis in die Gipfel hinauf vergletschert, nur die schroffen steilen Felsen, die ihr rundum seht, ragten über das Eis hinaus.
Der Inngletscher kam vom Engadin her und hatte bei Nußdorf eine Mächtigkeit von ca. 1.000 Meter Höhe, zudem reichte er 200 m tiefer hinab als der heutige Inn. Je ein Seitenarm des Inngletschers floss zwischen Heuberg und Dandlberg und zwischen Kitzstein und Feichteck in das Gebiet des heutigen Samerbergs (siehe Infotafel).

Vor einigen tausend Jahren konnte man hier im See schwimmen, die Temperaturen waren angenehm kühl.
Dabei schürften die Millionen Tonnen schweren und langsam dahingleitenden Eismassen das "Samerberger Becken" tiefer aus. Da wo ihr gerade steht, war das Eis ca. ? m hoch über euren Köpfen aufgetürmt.
Das Eis ist damals langsam von den Rändern her abgeschmolzen und hat, vom zentralen Eiskörper aufgestaut, einen See gebildet: den Samerber See. Die mitgeführte "Gletschermilch" aus staubfeinen Steinchen/Tonmineralen setzte sich als blaugrauer Seeton ab und verhinderte, dass das Wasser in den Boden einsickern konnte. Da beim Abschmelzen sehr geringe Fließgeschwindikeiten herrschten, konnte sich so die feinen Tonpartikelchen in Ruhe ablagern.

Der See ist nach der vollständigen Gletscherschmelze ausgelaufen und das Gebiet auf dem stauenden Seeton zu einem Moor geworden, der "Samerberger Filze". Den Seeton gibt es heute noch, oft ist er über 20 m dick. An manchen Stellen der Samerberger Ache liegt der Ton offen, so dass man ihn gut sehen kann.
Aufgaben:
1.) An den Listing Koordinaten findet ihr eine Informationstafel. Dort zeigen zwei Karten den Einzug der Gletscher in das Gebiet des heutigen Samerbergs. Wie hoch war das Eis an diesem Standpunkt bei der Maximalvereisung (die Tafel hilft euch)?
2.) Ihr sollt nun überprüfen, ob hier tatsächlich einmal ein See war. Geht dazu an dem kleinen Bach entlang und schaut euch das Bachbett an. Findet ihr tatsächlich den Seeton von dem oben im Text die Rede ist? Am Wegpunkt "Aufschluss" sollte die Frage leicht zu beantworten sein. Untersucht nun den Seeton etwas genauer. Nehmt ein bisschen in die Hand und beschreibt seine Beschaffenheit (Farbe, Härte, Bestandteile, usw.). Vergleicht bitte den Seeton oberhalb und unterhalb der Wasseroberfläche (Fühlen!).

3.) Wie konnte sich der See damals bilden? Warum ist das Wasser beim Abschmelzen der Gletscher nicht gleich mit abgeflossen?
Freiwillig: Über ein Foto von euch, mit etwas Ton in der Hand, freue ich mich.
Die Antworten könnt ihr mir per E-Mail oder Message-Center schicken. Loggen könnt ihr sofort, falls etwas nicht stimmt melde ich mich bei euch mit der Erklärung zur richtigen Antwort.
Viel Freude mit diesem Earth-Cache wünscht euch,
Lumbricus
Quellen: Infotafel vor Ort
Wichtig: Es hat mich viel Zeit gekostet diesen Earthcache zu entwickeln/auszuarbeiten. Ohne schriftlicher Genehmigung ist eine Verwendung des Textes, Grafiken, Bilder, auch wenn es nur Teile sind, untersagt. Gerne helfe ich bei euch bei der Erstellung eines eigenen EarthCaches, meldet euch einfach bei mir.