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Vergessene Sehenswürdigkeiten in Darmstadt #6 Mystery Cache

Hidden : 11/9/2017
Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:

Bemerkenswerterweise führt dieser Cache gleich zu mehreren vergessenen Orten in Darmstadt


75 Jahre nach den Deportationen in Darmstadt leben wir in einer Zeit, in der sich das gleiche Gedankengut wie damals, in einer anderen Verkleidung, wieder an die Oberfläche spült und einen breiten Raum in öffentlichen Diskussionen einnimmt. Völlig unbegreiflich für mich, wenn man sich die eigene Geschichte der Großelterngeneration hier vor Ort anschaut. Dieser Cache führt zu Orten, die nicht vergessen werden dürfen.


Wider das Vergessen!


In der letzten Märzwoche vor 75 Jahren fand die bereits jahrelang andauernde und stetig ausgeweitete Entrechtung und Verfolgung der jüdischen Bevölkerung Darmstadts ihr Ende. In dieser Woche begannen die Deportationen am Güterbahnhof Darmstadt in Richtung Osten (Listingkoordinaten). 1000 Menschen wurden in dieser Woche deportiert - darunter auch 164 Jüdinnen und Juden aus Darmstadt. Nach der Ankunft in Piaski bei Lublin verliert sich die Spur der Darmstädter Juden in den Konzentrationslagern Belzec und Majdanek. Fast alle wurden dort ermordet.

Zwei weitere Deportationszüge verließen Darmstadt im September 1942 in Richtung Auschwitz und Theresienstadt und ein letzter im Februar 1943 mit nur noch etwa 50 älteren Menschen ebenfalls nach Theresienstadt.

Aber die Vertreibung, Demütigung und Enteignung der jüdischen Bevölkerung begann weit früher. In Darmstadt gab es bereits am 9. März 1933 (nur drei Tage nach den Neuwahlen) antisemitische Ausschreitungen durch die SA. Im Sommer 1935 kam es in Darmstadt erneut zu organisierten Demonstrationen vor jüdischen Geschäften und 1938 war ein Großteil der Geschäfte "arisiert".

In der Progromnacht 1938 fielen die Synagogen in Darmstadt den Brandanschlägen zum Opfer. Wohnungen, in denen jüdische Familien lebten, wurden verwüstet und etwa 170 jüdische Männer inhaftiert und nach Buchenwald verschleppt.

Mit dem Reichsgesetz von 1939 wurde die Entrechtung weiter voran getrieben und die "rechtlichen" Grundlagen für die Enteignung von Wohnungseigentum geschaffen. Bis zur Deportation 1942 wurde der jüdischen Bevölkerung ihr Lebensraum entzogen und sie mussten unter menschenunwürdigen Verhältnissen in speziell ausgewiesenen und mit einem schwarzen Davidstern über der Tür gekennzeichneten Häusern leben.

Diese Zwangsumsiedlung und die damit einhergehende räumliche Trennung ermöglichte der Gestapo darüber hinaus eine leichtere Überwachung der jüdischen Bevölkerung und schlussendlich eine vereinfacht umsetzbarere Deportation.


Zum Cache:

Wie nennt man diese Wohnorte in der heutigen Forschung (NICHT im NS Jargon)? Buchstabenwortwert sei A (Mehrzahl).

Vor einem der Häuser wurden sieben Stolpersteine angelegt. Die zugehörige Hausnummer sei B.

Neben den hier angelegten Stolpersteinen findet ihr diesen Torpfosten. Die Hausnummer des gesuchten Hauses des Cachethemas sei C.

In einem Haus befindet sich heute ein Palais. Die zugehörige Hausnummer sei D.

Neben der Hausnummer dieses Hauses findet ihr diese kleine Bronzetafel. Die zugehörige Hausnummer sei E.

Die bürokratische "Ausbürgerung" fand 1942 durch die Gestapo statt. Begebt euch zu der damaligen Außendienststelle und Sammellager. Hier findet sich auch eine Erinnerungstafel an die Deportationen 1942/43. Peilt von hier aus A * 2 + B + 1 m in C * E - 8 * D °.

2018-01-05 Ergänzung: Es gibt eine offizielle Quelle zu all diesen vergessenen Orten. Hier findet man im Zweifelsfall auch die korrekten Hausnummern.

Additional Hints (Decrypt)

Q zny R cyhf rvaf, rgjnf shzzryvt va qre Rpxr

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)