Die Tauplitzalm – das höchst gelegene Seenhochplateau Europas
Karseen

Ein Kar ist eine kesselförmige, amphitheaterähnliche Eintiefung an einem Berghang mit flachem Boden und steilen Rückwänden. Talwärts wird es durch einen Karriegel (Karschwelle) abgeschlossen, hinter welchem sich häufig ein Karsee bildet. Kare sind das Ergebnis der Gletschererosion, deren Einfluss über einen sehr langen Zeitraum – meist über das gesamte Quartär (Eiszeitalter, letzte 2.6 Mio. Jahre) – wiederholt wirksam war. Oft eher zufällig wegen Inhomogenitäten am Felsbett, gelegentlich auch durch tektonische Brüche, können Gletscher mit Hilfe von Grundmoränenmaterial hier bevorzugt eine Vertiefung ausmodellieren. Dabei reiben Steine, Kies und Sand am felsigen Untergrund des Gletschers. Als Schmiermittel dient das Gletscherschmelzwasser, manchmal auch Wasser aus Quellaufstössen. Die Erosion des Gletschers ist am Bergschrund, am Übergang zwischen Felsumrahmung und Eis, am stärksten, wodurch sich die steilen Rück- und Seitenwände von Karen ausbilden. Weil die Eismächtigkeit im Zentrum am grössten ist, entfaltet dort auch die Erosionsleistung ihre grösste Wirkung. Im flacheren Zungenbereich wirkt sich hingegen die Erosionsleistung geringer aus, so dass eine Karschwelle übrigbleibt und die Mulde hangabwärts abschliesst.
Kargletscher sind Eismassen eher geringer Grösse und umfassen in der Regel die geschrumpften Restflächen einer ehemals viel ausgedehnteren Vergletscherung. Oft sind die Eisreste an der steilen Felswand angefroren und bilden dann sogenannte Hängegletscher. Im Verlaufe der Eiszeiten dienten Kare den Gletschern als Schneesammelgebiete, die sich bis weit hinauf auffüllten. Nach dem Rückgang des Eises kamen die Kare mit ihren Felsflanken erneut zum Vorschein.
Kann genügend Wasser nachfliessen, so füllt sich das Kar hinter der Schwelle mit Wasser zu einem See. Das Wasser eines Karsees stammt – neben der Schneeschmelze – aus nahe gelegenen Quellhorizonten, oft aus Quellmulden und aus unterirdischen Gerinnen in Schutthalden.
In vielen Fällen wird der Karriegel infolge Erosion durch das Abflussgerinne oder entlang einer tektonischen Störung in einem schmalen, schluchtartig gestalteten Ausgang durchbrochen.
Schliesslich beeindrucken viele Karseen durch die oft ausgedehnten Schuttkegel am Fusse der Karwände und die darauf – in der Regel von unten nach oben – nachwachsende Pioniervegetation. In einer späteren Phase sind Kare nur noch unter dem grünen Mantel des Bergwaldes oder der Alpweiden zu erkennen, welche den See vollständig umgeben. Diesem Zustand geht jedoch eine sehr lange Periode der Bodenbildung mit Sukzessionsphasen der Vegetationsentwicklung voraus.
(Quelle: regiun.ch)
Wenn man sich von Bad Mitterndorf direkt nördlich bewegt, gelangt man zur Tauplitzalm und östlich davon zieht sich die Tauplitz in leicht nordöstlicher Richtung entlang. Es handelt sich dabei um eine kleine Region, die sich südlich des östlichen Toten Gebirges gebildet hatte und damit unweit der Landesgrenze zu Oberösterreich zu finden ist.
Im Bereich der Tauplitz haben sich viele kleine Gebirgsseen herausgebildet, wobei drei eine Dimension erreicht haben, dass man sie auch als See nennen sollte. Es sind dies der Großsee, der Steirersee und der Schwarzensee.
Der Steirersee ist von der Dimension her der größte der drei genannten Seen. Er befindet sich auf 1.447 Meter Seehöhe in einer Mulde und ist umrahmt von Waldgebieten. Seine Wasserfläche ist 112.000 m² groß und seine maximale Tiefe wird mit 21 Meter angegeben. Das Wasser erhält er von unterirdischen Zuflüssen aus dem nördlich gelegenen Toten Gebirge.
Der Schwarzensee ist von der Dimension her der kleinste der drei genannten Seen. Er befindet sich auf 1.552 Meter Seehöhe und seine Wasserfläche hat 43.000 m², die maximale Tiefe misst knapp 20 m. Seinen Namen erhielt der See vermutlich deshalb, weil bei wolkigem Wetter oder bei herannahendem Gewitter die Wasseroberfläche sehr dunkel wird.
Von ihm aus sieht man im Norden die östlichen Gipfel des Toten Gebirges und östlich davon beginnt der Gebirgszug des Warscheneck. Die Tauplitzer Seen werden gerne als Wanderziele genutzt und man kann auch von See zu See wandern.
(Quelle: dietauplitzalm.at)
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