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Das " Alte " Neubrandenburg Reloaded Tradi Traditional Cache

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Maxwell-Smart
Volunteer Reviewer Geocaching.com Deutschland

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Hidden : 10/26/2017
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


Hochburg von Neubrandenburg!

 

Die Geschichte der Hochburg auf dem Lindenberg, die einen Gegenpol zum Neubrandenburger Belvedere darstellt, hatte maßgeblich mit der Salbenfabrik von 1875 zu tun.

Neubrandenburg.Es war nicht die Familie von Ziegler die die Hochburg errichten ließ, wie es im entsprechenden Adventsrätsel hieß, sondern die Familie Petersdorf. Letztere war auch Begründerin der Firma „Sprangers Heilsalben“. So ist es auch im Buch „Neubrandenburg – Handwerk und Gewerbe, einst und heute“ nachzulesen.
Der Name Spranger erscheint erstmals im 1893 herausgegebenen Neubrandenburger Adressbuch unter Badstüberstraße 16. Bereits im Jahre 1900 gab es einen Hinweis auf die Existenz der Hochburg, denn unter Spranger fand man: „Nemerower Holz Nr. 4, Willi Spranger, Geschäftsführer und Reisender“ und Frau Dr. Theophanie Petersdorf, verw. gew. Dr. Spranger. Dr. Otto Petersdorf war 1890 mit seiner Mutter, die in erster Ehe mit Dr. Spranger verheiratet gewesen war, aus dem Berlin-Brandenburgischen nach Neubrandenburg gezogen. Hier eröffnete man eine Salbenfabrik, deren Gründung bereits 1875 erfolgt war. Außerdem sah man sich auch nach einem geeigneten Platz für die Errichtung einer Villa um. Diese entstand schon viele Jahrzehnte vor der späteren umfangreichen Bebauung des Lindenbergs auf der südlichen Anhöhe und wurde deshalb „Hochburg“ genannt.
Das im Stil der englischen Tudorgotik errichtete Gebäude wirkte wie ein Gegenpol zum Belvedere auf der gegenüber liegenden Seite des Tollensesees. In unmittelbarer Nähe zur Villa entstand auch das neue Fabrikgebäude, denn auf Briefbögen von 1903 wurde beides zusammen abgebildet. Die für 50Pfennige in Apotheken angebotene Heilsalbe versprach eine gründliche Heilung der verschiedensten Erkrankungen. Auch Magentropfen, unter anderem gegen Sodbrennen, Migräne, Übelkeit, Hartleibigkeit und Hämorriden, gehörten zum Fertigungsprogramm.
Theophanie Petersdorf, verwitwete Spranger und Petersdorf, verstarb 1902. Sohn Otto folgte seiner Mutter keine fünf Jahre später ins Grab. Nach der Zwangsversteigerung der Hochburg im Februar 1909 erfolgte die Firmenverlegung in die Südbahnstraße 17. Frühestens zu diesem Zeitpunkt könnte der Hauptmann a. D. und Landwirt Walter von Ziegler Eigentümer des Anwesens geworden sein. In den Folgejahren wechselten die Eigentümer des Hauses durch Erbschaft, Konkurs und Verkauf.
Bei einer weiteren Zwangsversteigerung erwarb Walter von Ziegler am 21. Dezember 1917 die weiße Villa, die bis in die 1950er Jahre in Familienbesitz blieb. Das änderte sich, als das „Mecklenburgische Industriebüro“ 1952/53, die spätere Reparaturwerkstatt und dann der VEB RWN, entstand. Ab diesem Zeitpunkt durften nur Mitarbeiter des neu geschaffenen Betriebes die Villen und weitere Gebäude in dieser Gegend bewohnen. Dabei wurde auch keine Rücksicht auf bestehendes Wohneigentum genommen und die Umsiedelung vorgenommen. Bei gütlicher Einigung erhielten die Familien als Ausgleich ein Grundstück in anderen Gegenden der Stadt, so auch die Familie v. Ziegler. In anderen Fällen, wie bei der Familie Erich Jäger, erfolgte die Zwangsumsiedlung. Dafür stellte das neue Werk Transportfahrzeuge, Werksangehörige verluden Möbel sowie Hausrat und transportierten diese zur künftigen Wohnung.
In späteren Jahren war die Hochburg dem Verfall preisgegeben. Mit dem Beschluss des Rates des Bezirkes und mit der Investitionsvorentscheidung vom 10. Januar 1973 sollten auf dem Lindenberg nicht nur 816 WE als 6-Geschosser und 200 WE als 11-Geschosser entstehen, sondern auch die Hochburg sollte in das neue Wohngebiet einbezogen werden. Bis zu ihrer Sanierung und dem Umbau gab es viele Querelen. Zwischenzeitlicher Leerstand und Vandalismus führten zu erheblichen Sachschäden. Am 30.August 1978 hieß es in der Zeitung, dass der Aus- und Umbau der Hochburg zu einem Jugendklub beginnen würde. Im Obergeschoss sollte eine Bibliothek eingerichtet werden, im Erdgeschoss waren Spiel-, Gemeinschafts- und Klubraum vorgesehen. Der Jugendklub entstand nicht. Erst nach vier weiteren Jahren gingen Bauhandwerker ans Werk.
In der Zeitung vom 17. Februar 1983 war dann zu lesen: „Einzugsfreuden in der Hochburg! In das Haus Birkenstraße 24 a, viele Neubrandenburger kennen es als Hochburg, zogen gestern Mieter ein.“ Die neuen Mieter waren vier junge Kollegen aus dem RWN mit ihren Familien. Nach diesem Umbau verlor die frühere Villa jedoch ihren alten Charme. Auch der Blick auf das Augustabad und den Tollensesee war den Bewohnern durch den urwüchsigen Strauch- und Baumbestand seit Jahren verwehrt. Im Jahre 2007 kamen wieder Bauleute zur ursprünglichen Villa, begannen mit der Restaurierung und bauten die alte Tudorgotik nach.
Wenn dieses Gebäude aus Zeiten der Heilsalben auch noch besteht, so kann man gleiches von der Firma Spranger nicht sagen. Zwar warb man wieder im Branchenadressbuch vom Januar 1948 für „Dr. Sprangers Heilsalben“ und für das ehemalig privat geführte pharmazeutische Unternehmen gab es noch einen Eintrag im Branchenbuch von 1950/51, der „Sprangers Ww., Dr., VEB, Fabrik pharmaz. Erzeugnisse, Johannesstraße; Telefon 303“ lautete. Bald danach muss man wohl die Tätigkeit des Unternehmens beendet haben, denn 1956/57 gab es keinen Hinweis mehr dazu.

Additional Hints (Decrypt)

xynffvfpu

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)