In früheren Zeiten lebten in der Unterstadt hauptächlich Winzer, Handwerker und Fuhrleute, während in der Oberstadt die reicheren Akademiker hausten. Die Winzer wurden als "Gôgen" bezeichnet und tauchen in der früheren deutschen Literatur immer wieder auf. Zum Beispiel führte Hermann Hesses Weg zu seiner Ausbildungsstätte durch dieses Viertel. Er schrieb:
"Als ich heute in der Gägerei unvermutet in zolltiefen, schlammigen Kot geriet und erschreckt zurückprallte, rief mir ein alter Raupe zu: "No zua, Herr, no zua, ma muss da Dreck ett schpara!' Diese Raupen (alias Gâgen) sind ein horribles Geschlecht, schmutzig und vierschrötig, und gegenwärtig voll neuen Weins. Ihr Schwäbisch ist echt und faustdick und gemahnt ans Slowakische. Mein Weg führt gerade durchs ärgste Räuberviertel, und ich betrachte, je nachdem, mit Lachen oder Mitleiden die versoffenen Männer, die magern, schlampigen Weiber und die schmutzigen, frechen Kinder. Doch scheint es ein gesunder Schlag zu sein."
Auf Tüpedia (http://www.tuepedia.de/wiki/G%C3%B4gen) lassen sich noch weitere Anekdoten über die Gôgen finden, zum Beispiel die "amtliche Beschreibung" der Gôgen durch die Stadt Tübingen von 1867.
Heute ist die Unterstadt ein gemütliches Viertel mit kleinen süßen Gassen, durch die die Tübinger gerne schlendern. Am Platz vor der Jakobuskirche findet Samstags (08:00 bis 13:00 Uhr) ein Markt statt. Zu diesen Zeiten ist es fast unmöglich den Cache zu finden. Wenn am Marktplatz viel los sein sollte, empfehlen wir, den Hinweis zu lesen.
Bitte bringt euch selbst einen Stift zum Loggen mit und versteckt den Cache genau so, wie ihr ihn aufgefunden habt.
Viel Spaß beim Finden!