Im Jahre 1944 richteten die Nationalsozialisten ein Zwangsarbeitslager für etwa 280 ungarische Jüdinnen und Juden ein. Hier waren Kinder sowie Frauen und Männer verschiedener Altersgruppen interniert. Mindestens sieben Menschen erlagen den erlittenen Entbehrungen.
Das Lager befand sich beim angegebenen Wegpunkt. Beim Header befindet sich die Gedenktafel.
Um zum Final zu kommen, ist eine kleine Berechnung notwendig.
Für A nimm den vorletzten Buchstaben in der 2. Zeile und wandle ihn wie üblich um.
Für B wandle das 3. Wort der 12. Zeile um und bilde die Summe der Buchstabenwerte. (Es zählen alle gravierten Zeilen)
Für C nimm die Zahl des Monats in dem die meisten Menschen im Lager starben.
N1 = N0 - A
E1 = E0 + B - C
Es ist keine Dose im eigentlichen Sinn vorhanden, daher gibt es keine Möglichkeit Trackables oder Tauschgegenstände abzulegen.
Viel Erfolg beim Suchen!
Auszüge aus der Dokumentation der Gemeinde Gerasdorf anläßlich der Gedenktafelenthüllung:
In der Regel wurden die jüdischen ZwangsarbeiterInnen in Unterkünften auf oder nahe ihrem Arbeitsplatz untergebracht, die der Arbeitgeber zur Verfügung stellte. Diese waren meist denkbar primitiv. Es handelte sich dabei um Baracken, Scheunen, Ställe udgl., die oft baufällig und selten beheizbar, stets jedoch überfüllt waren. Die sanitären Einrichtungen bestanden meist aus Latrinen und einzelnen Wasserhähnen aus denen Kaltwasser kam. Duschen waren eine Seltenheit. Dabei stellten mangelhafte Reinigungsmöglichkeiten eine große Gefahr für die jüdischen Familien dar, da sich in den engen Quartieren Ungeziefer rasch verbreitete und zu Infektionskrankheiten führen konnte. Die Unterbringung in Gerasdorf entsprach diesem Standard. Laut der einzigen erhaltenen Aufstellung der Lager für ungarische Jüdinnen und Juden im Gau Groß-Wien waren in Gerasdorf 281 Personen untergebracht: 106 Männer, 134 Frauen und 41 Kinder.44 Gemäß den Aussagen ehemaliger Insassen und Gerasdorfer ZeitzeugInnen bestand das Lager aus lediglich zwei Holzbaracken, in denen auf der rohen Erde Stockbetten standen. István Gábor Benedek, Jitzchak Grün und Margit Grosz beschreiben ihre Baracke als Kartoffelbunker. Kartoffelbunker sind Gruben, die zur Lagerung von Kartoffeln dienen. In diesem Fall war über der Grube eine Holzbaracke errichtet worden. Auch war die Grube nicht sehr tief. István Benedek erinnert sich, lediglich zwei bis drei Stufen hinunter gestiegen zu sein, um in die Unterkunft zu gelangen. In seiner Erinnerung kommt diesem Abstieg eine große Symbolkraft zu: „Unser Schicksal sind die halbherzig ausgehobenen Gräber. Festgetretene Erde als Fußboden, rechts und links Pritschen. Ewig feuchte, säuerlich riechende Strohsäcke und verschlissene Militärdecken. Darin konnten nur Ratten lustig sein.“
Eine weitere schwere Belastung für die jüdischen Familien waren die Luftangriffe. Denn südlich des Lagers schloss unmittelbar die Firma Guido Rütgers KG an, ein Holzimprägnierwerk, das Bahnschwellen, Holzpflasterungen und -masten sowie Kaltasphalt und verschiedene Erzeugnisse und Zwischenprodukte aus Teer herstellte. Östlich des Lagers befanden sich die Geleise der Ostbahn. Gerade Bahngeleise und Industriebetriebe waren bevorzugte Ziele alliierter Bomber. Gerasdorfer ZeitzeugInnen bestätigen, dass der ebenfalls nahe dem Lager gelegene Bahnhof sowie die Firma Rütgers bombardiert wurden, nicht aber das Dorf selbst. István Gábor Benedek erinnert sich ebenfalls an Luftangriffe auf die Firma Rütgers, wo er, der damals erst sechs Jahre alt war, irrtümlich auch ein Gaswerk vermutete: „Die Amerikaner, Engländer haben dieses Gaswerk Tag und Nacht bombardiert, und so haben wir schon in unserer Kindheit so viele Luftkämpfe und Schießereien gesehen, dass dies für ein Leben ...“ Eine prägende Erinnerung für ihn war auch das Auffinden eines abgeschossenen amerikanischen Bombers in unmittelbarer Nähe des Lagers.