Für diesen Cache brauchte es eine Naturkatastrophe!
Am Sonntagabend des 29. Mai 2016, zog ein starkes Gewitter mit orkanartigen Sturmböen namens Elvira von Osten her kommend südlich Rieden quer über den Schweinberg und hinterließ eine Schneise der Verwüstung.
Den Waldbesitzern bot sich am nächsten Tag ein Bild des Grauens.
Mehrere Meter hoch türmten sich die entwurzelten und umgeknickten Bäume. Über 80-jährige Fichten brachen wie Streichhölzer und ragten zersplittert in die Höhe.
Die Arbeit von mehreren Generationen war so binnen Minuten zunichte gemacht.
An ein Aufarbeiten per Hand war nicht zu denken, denn die Stämme standen unter extremer Spannung und bedeuteten höchste Lebensgefahr.
Es musste schweres Gerät ran, um rasch und zeitnah das Holz aus dem Schadensgebiet zu holen, und so der drohenden Borkenkäfergefahr keine Brutmöglichkeit zu bieten.
Über 6 Wochen war die Straße von Rieden nach Vilshofen komplett gesperrt, bis die Arbeiten abgeschlossen waren. Und auch danach dauerte es noch mehrere Wochen, bis das am Straßenrand lagernde Holz abtransportiert worden war.
Dopsi5, vor deren Wald Ihr steht, waren davon auch betroffen und quasi über Nacht mit Arbeit eingedeckt worden. Denn trotz der Maschinen gab es noch genügend Aufräum- und Vorbereitungsarbeiten für die anstehende Neuanpflanzung.
Beratungsförster Anton Preischl vom AELF konnte alle geschädigten Waldbesitzer davon überzeugen, dass die bisher hier vorherrschende Fichte nicht mehr gepflanzt werden sollte.
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Kann sie als Flachwurzler den immer häufiger und schwerer werdenden Stürmen nicht standhalten.
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Ist sie äußerst anfällig für den in letzter Zeit verstärkt auftretenden Borkenkäfer.
Er riet allen, den Wald entsprechend „umzubauen“ und mit verschiedenen Baumarten neu aufzuforsten.
So entstand ein Mischwald aus europäischer Lärche, Weißtanne, Bergahorn, Spitzahorn, Vogelkirsche, Elsbeere, Flatterulme, Rotbuche, Winterlinde, Hainbuche und Douglasie, der dem zukünftigen Klimawandel besser stand halten soll.
Somit war klar, dass der neue Wald nie mehr so werden wird wie es der alte war.
Und nun zum Cache:
Während der wochenlangen Arbeiten und besonders der Anpflanzungen reifte die Idee, an eine der neu gepflanzten Buchen einen Petling zu hängen und ihn einfach mit in die Höhe wachsen zu lassen.
Gesagt, getan. Der Petling samt Logbuch wurde fixiert und die Koordinaten notiert. Jetzt braucht der Baum nur noch groß werden.
Sobald es dann soweit ist, ich schätze mal in 60 bis 80 Jahren, werden wir die Koordinaten samt der T-Wertung anpassen und es kann losgehen mit dem T5 klettern.
Wer also in 60 Jahren einen "geschenkten" T5er mehr auf dem Konto haben will sollte sich beeilen, denn wie schnell ist die Zeit vorbei, und dann müsst Ihr wirklich rauf.
Bis dahin allerdings dürft Ihr Euch mit einer einfachen Ersatzdose an anderer Stelle begnügen.
Und dann noch eine dringende Bitte:
Bleibt außerhalb des Zaunes, die Bäume wachsen auch nicht schneller, wenn Ihr daran zieht!
Nehmt auch Abstand davon, die Originaldose zu suchen. Ihr werdet sie nicht finden.
Ach ja: und lasst mir das Brennholz in Ruhe!
Wer sich trotzdem daran vergreift wird mit 1.000 DNF bestraft und kommt in die Hall of Shame.