Modifizierung ab dem 28.05.2019
Mehrere An- und Nachfragen haben uns dazu bewogen, das Listing und die Log - Bedingungen etwas anzupassen.
Wir werden daher wie folgt ändern:
An einigen Stellen sind die Beschilderungen leider nicht mehr vollständig. Wir haben bewusst nur an einigen auserwählten Stationen die Aufgaben und Fragen gestellt, denn es kann leider nicht verhindert werden, dass Chaoten die Beschilderungen und Hinweise zerstören bzw. einfach mitnehmen. Sollte daher die eine oder andere Station unvollständig sein, helfen in jedem Falle die exakten Koordinaten und die speziellen Beschreibungen und Erläuterungen weiter. Also, lasst euch davon nicht entmutigen, denn schließlich möchte man als GeoCacher auch was sehen, erleben und nicht einfach nur von Tafeln abschreiben.
Wer aus diesem Grunde auch keine Möglichkeit sieht, alle geforderten Punkte anzugehen, kann auf den einen oder anderen verzichten. Die Bedingung für einen Logeintrag ist aber, dass mindestens 75% der gestellten Aufgaben erfüllt werden müssen.


Wo Marmor, Stein u. Eisen spricht ... ⛏
GeoPfad in Weilburg an der Lahnschleife
Vorwort:
Was ist ein GeoPfad?
Ein GeoPfad ist eine besonders ausgewiesene Strecke, an der Erdgeschichte erlebbar gemacht wird. Dort soll verständlich werden, wie Landschaften entstehen, wie Gesteine und andere Rohstoffe im Untergrund verteilt sind und wie die Geologie die jeweilige Landnutzung beeinflusst. Diese Themen werden durch Angebote wie geführte Wanderungen, Informationstafeln, tatkräftige Mitarbeit, Exkursionen und vieles mehr vermittelt.

Der neue Geopfad Weilburg
führt uns rund 360 bis 395 Millionen Jahre zurück in die Zeit des mittleren bis oberen Devons. Das Wunderbare an dem neuen Geopfad mit seinen dreizehn Aufschlüssen, Stationen, ist es, dass er uns einerseits an 13 Punkten spannende geologische und geschichtliche Aspekte der Stadt Weilburg aufzeigt, andererseits durch die Weilburger Lahnschleife und entlang der Lahn führt, also im Herzen der Stadt bleibt. 400 Millionen Jahre Erdgeschichte und 2.500 Jahre Bergbaugeschichte finden in der Stadt Weilburg an der Lahn ihren Niederschlag. Basalt, Eisenerz, Ton, Marmor und Schiefer prägen die Bergbaugeschichte in Weilburg und der Oberlahn-Region, eine Geschichte, die sich heute noch im Bergbau- und Stadtmuseum Weilburg wiederfindet, aber auch an der Kubacher Kristallhöhle oder im Lahn-Marmor-Museum in Villmar, um nur drei Punkte zu nennen, sowie natürlich auch an den heute noch aktiven Orten des Bergbaus, insbesondere bei Basalt und Ton.
Zu diesem EarthCache:
Wir laden ein und bringen euch mit einigen themenbezogen Aufgaben diesen GeoPfad etwas näher. Die Anforderungen sind so gestellt, dass eine tatkräftige Mitarbeit nötig wird und somit auch letztendlich ein Lerneffekt aus diesen spannenden geologischen Bereichen erzielt werden kann. Der GeoPfad Weilburg ist flächendeckend beschildert. Die Beschilderung besteht aus kleinen grünen Schildern mit dem Weilburger Wappen, zwei gekreuzten Geologenhämmern und dem Schriftzug "Geopfad Weilburg". Die weißen Pfeile auf jedem Schild weisen die Gehrichtung aus. Der GeoPfad ist Teil des Geopark Westerland - Lahn - Taunus. Von den 13 Stationen haben wir einige auserwählt, an denen die Aufgaben zu erfüllen sind bzw. Fragen dazu gestellt werden. Die verbleibenden Stationen haben wir kurz beschrieben und als RefPoints aufgeführt. Es wäre toll, wenn ihr diese sehenswerten Punkte ebenfalls in eure Route mit aufnehmen würdet. Wir haben uns zu dieser Variante entschlossen, da sonst das Listing und die Aufgaben zu komplex und unübersichtlich geworden wären. Sollten einmal die Koordinaten abweichen und schwanken, könnt ihr euch immer an der Wegführung orientieren.
Wer den kompletten GeoPfad in einem Durchgang machen möchte, hat runde 7 Kilometer vor sich und sollte dafür je nach Beschaffenheit der Wege und pesönlicher Veranlagung gute 2 bis 3 Stunden einplanen.
Kurz noch eine erweiterte Info zur Geologie des Gebietes an der Lahn und um Weilburg:
In das rhebo-hercynische Becken sind im Unterdevon und älterem Mitteldevon Sand und Ton eingetragen worden. Das Material stammt von einem nördlichen Großkontinent Laurussia und bildet eine Schichtdicke von 5-10 km (!), die Hauptmasse des Rheinischen Schiefergebirges. Diese Schichten sind rechtsrheinisch im Bergischen Land, Siegerland und Taunus aufgeschlossen, linksrheinisch in der Eifel, dem Moselgebiet und dem Hunsrück. Zur Anlage eines Beckens muss sich die Erdkruste dehnen, um Platz für die Sedimente zu schaffen. Dabei bilden sich auch Spalten, auf denen > Vulkanschmelzen basaltischer Zusammensetzung aus dem Erdmantel bis an den Meeresboden aufsteigen können. Solche vulkanischen Förderungen aus der Zeit des Mitteldevons sind die ältesten erdgeschichtlichen Dokumente im Bereich des Weilburger GeoPfades.
Wie kompliziert die Struktur der Erdkruste durch Falten und Überschiebungen werden kann, könnte man im Südost-Teil des GeoPfades ausmachen, wenn die Möglichkeit besteht, sich einmal ein Profil durch den Gänseberg näher anzuschauen. Zusätzlich zur Faltung sind jeweils ältere Gesteine über jüngere überschoben. Die Überschiebungs - Tektonik ist zweiphasig: am NW-Hang des Gänsberges wird eine ältere Überschiebung von einer jüngeren abgeschnitten und versetzt.
Devonische Gesteine im Stadtbild:
Die Keratophyre sind in der Umfassungsmauer des Schlossgartens gleich westlich des Landtores verbaut worden, wo sie am Fuß der Mauer auch aufgeschlossen sind. Die Riffkalke im Stadtbild stammen aus der Umgebung. Die Tafeln am Brückenkopf des Dienstbach - Steges und am Landtor sind aus Wirbelauer Marmor geschnitten. Sie enthalten die plattig gewachsenen Korallen, die für dieses Vorkommen typisch sind. Die Pflasterung im Ausgangsbereich des Schiffstunnels besteht aus dunklem Gaudernbacher Marmor, der in einer Rifflagune abgelagert worden ist. Kalkturbidite von nordwestlich benachbarten Riffen sind im Landtor, aber auch gleich gegenüber in der Mauer der katholischen Kirche verbaut worden (zusammen mit Schalensteinen). Das Landtor selbst ist aus Blöcken von massigem Flaserkalk geschnitten. Sie stammen vermutlich aus dem alten Steinbruch an der Straße Ahausen-Löhnberg. Weichere Rotschiefer des Oberdevons mit ihren oft herausgewitterten Kalkknollen sind nur gelegentlich in kleinen Mauern verwendet worden.

Um diesen EarthCache zu loggen,
geht zu den vorgeschlagenen Listingkoordinaten und wählt diesen auch als Startpunkt. Es ist euch allerdings freigestellt, den EarthCache auch an den anderen virtuellen Punkten zu beginnen. Wir haben den GeoPfad zu Fuß absolviert und das können wir nur empfehlen, denn obwohl es ein teilweise unwegsames Gelände ist, sind immer wieder sehenswerte Beobachtungen machen. Befasst euch dann mit den nachstehenden 5 Aufgaben, deren Antworten ihr teilweise auch nur vor Ort finden werdet. Ihr benötigt hierzu lediglich Auffassungsgabe und Erkenntnisse, die Ihr durch eigene Ermittlungen dort erfahren müsst. Ein wenig spätere Nacharbeit am heimischen PC könnte die Sache noch abrunden.
Hintergründe/Aufgaben/Fragen:
Aufgabe 1 an der
virtuellen Station 1 →
Der GeoPfad beginnt an der Straßenböschung gegenüber dem ehemaligen Eisenbahn - Haltepunkt Guntersau. Die Schichten gehören in den Grenzbereich zwischen Mittel- und Oberdevon und enthalten das Roteisen. Der untere Teil der kleinen Felswand beinhaltet massige vulkanische Tuffe (Schalstein), die durch einen untermeerischen Vulkan gefördert worden sind. Darüber liegen dünngebankte Kalksteine.
Schau dir den Bereich einmal an und orientiere dich auch an die vor Ort gegebene Info. Aus welcher Zeit stammen diese letztgenannten und wie / warum sind sie in der jetzigen Form ausgebildet?
Aufgabe 2 an der
virtuellen Station 4 →
Der Zeppelin-Felsen (siehe auch die Gedenktafel dazu) besteht aus dünnbankig - knolligen Kalksteinen des tiefen Oberdevons. Der Felsen zeigt die steilstehenden Kalke, weil diese durch die Faltung so entstanden sind.
Vergleiche einmal diese Schichten mit den gelagerten Schichten der Aufschlüsse 1 - 3 und gebe eine Erklärung zu deinen Erkenntnissen.
Aufgabe 3 an der
virtuellen Station 8 →
Das Landtor birgt eine Vielzahl von Gesteinen, worauf sich auch die nächste Frage bezieht und das sollte lösbar sein:
Finde die kleine Tafel mit dem Namen und nenne deren Gestein mit der inhaltlichen Besonderheit.
Aufgabe 4 an der
virtuellen Station 9 →
Der obere Teil des Schlossfelsens besteht aus Diabas, der im onberen Mitteldevon vor ca. 385 Millionen Jahren am Meeresboden ausgeflossen ist. Die rasche Abschreckung im kalten Meerwasser hat keine Zeit für Kristallwachstum gelassen, daher ist die Schmelze zu einem sehr feinkörnigen Gestein erstarrt.
Es gibt aber noch was zu sehen, was dort großflächig verteilt und angeordnet. Was ist das und wie ist es entstanden?
Aufgabe 5 an der
virtuellen Station 11 →
Die Böschung gleich über dem Weg besteht aus einem Konglomerat (Sediment aus abgerollten Gesteinsbruchstücken). Neben den darin zumeist enthaltenen Geröllen, gibt es auch Stücke von Riffkalkstein und vereinzelt auch Roteisenstein. Das Material stamm von einem Abtragungsbebiet ca. 2 km nordwestlich von Weilburg und ist im Mitteldevon (ca. 385 Mio. Jahre) durch einen unterirdischen Schuttstrom hangabwärts nach Südosten transportiert worden.
Woraus bestehen aber hier die meisten Gerölle und wie werden sie auch bezeichnet?
Eure Antworten
aus den Aufgaben schickt uns bitte per Mail und danach dürft Ihr den EarthCache sofort loggen. In den EarthCache-Guidelines ist bewusst nicht vorgesehen, dass auf eine Logfreigabe seitens des Owners gewartet werden muss. Wir werden die uns zugesandten Antworten und Lösungen auf ihre Richtigkeit prüfen. Sollte es gravierende Abweichungen zu denen geben, die wir erwarten dürfen, werden wir uns melden. Es ist zwar keine Logbedingung, aber wenn Ihr wollt, macht ein Foto von Euch und einer frei wählbaren Position an einer der im Listing angegebenen Punkte.
Anmerkung:
Können die Aufgaben nicht erfüllt werden, ist auch ein Found it gemäß der z.Zt. gültigen Guidelines zu unterlassen. Found it- Logs, die - auch auf Nachfrage hin - ohne Antworten zu den Aufgaben kommen, werden demnach natürlich kommentarlos gelöscht.
Wichtige Hinweise:
Teilweise bewegen wir uns bei diesem EarthCache in unwegsamen Geländeteilen und auch in geschützte Bereiche der Fauna und Flora. Alle vorgegebenen Wege müssen und dürfen dazu nicht verlassen werden; ... achtet daher auch auf die Beschilderungen. An Ufern und in naturgeschützten Gebieten dürfen Sand, Fossilien und Steine nur in geringen Mengen für private, nicht-kommerzielle Zwecke gesammelt werden. Bei diesem EarthCache handelt es sich nicht! um eine von der Stadt Weilburg und/oder involvierten Trägern initiierten bzw. angebotenen Dienstleistung und er soll auch nicht den Anschein erwecken. Daher können Stadt und Träger nicht für etwaige durch Nutzer verursachte und davongetragene Schäden oder Fehlverhalten im Rahmen der Nutzung dieses EarthCaches haftbar gemacht werden.
Wir haben bewusst nur an einigen auserwählten Stationen die Aufgaben und Fragen gestellt, denn es kann leider nicht verhindert werden, dass Chaoten die Beschilderungen und Hinweise zerstören bzw. einfach mitnehmen. Sollte dennoch die eine oder andere Station unvollständig sein, helfen in jedem Falle die exakten Koordinaten und die speziellen Beschreibungen und Erläuterungen weiter. Also, lasst euch davon nicht entmutigen, denn schließlich möchte man als GeoCacher auch was sehen, erleben und nicht einfach nur von Tafeln abschreiben.
Viel Vergnügen bei diesem EarthCache für die ganze Familie und wir würden uns natürlich über eine Weiterempfehlung an Freunde und Bekannte sehr freuen.
Team N51E06
Quellen und Nachweise:
Stadt Weilburg, Tourist-Info Weilburg, freundlichst Sascha Valentin und Knut Rehn, Wikipedia, Steine und Minerale, eigene Erkundungen und Exkursionen vor Ort.
Nederlands-Version:
Info voor onze Nederlandse cachervrienden:
Helaas moeten we afzien van een vertaling in het nederlands. Zouden we dit toch doen, wordt de lijst (Listing) veel te lang en verwarrend. Mocht u desondanks een versie in het nederlands wensen, vertel het ons, en wij nemen contact met jullie op. Of jullie maken gebruik van een andere dienst, of andere hulp. Zoals bv."https://translate.google"
Hartelijk dank voor uw begrip,
Bernd van Team N51E06
English-Version:
"Unfortunately we needed to refrain from adding an English version as it would have made the listing too long, complex and confusing. In case you do need an English translation kindly do not hesitate to contact us and we will look for a solution. Or you may want to try an online translation service.
Thank you very much for your kind understanding."
Bernd of team n51e06