Skip to content

Fränkische Ammoniten 🐌 EarthCache

Hidden : 12/1/2017
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

Join now to view geocache location details. It's free!

Watch

How Geocaching Works

Please note Use of geocaching.com services is subject to the terms and conditions in our disclaimer.

Geocache Description:


Fränkische Ammoniten 🐌
 
Natursteinmauer im Bonifatiuspark
 
Es gibt bereits sehr berühmte Mauern, wie die Chinesische Mauer oder die frühere Berliner Mauer und ein jeder hat bereits von ihnen gehört. Aber auch die Natursteinmauer im Bonifatiuspark auf dem Riedberg verdient eine Aufmerksamkeit! Nicht selten geht man an diesem Objekt vorbei, ohne es näher zu betrachten oder gar zu registrieren.

Innerhalb des Geopfades Stadt | Land | Fluss möchten wir euch die Station 10 vorstellen, denn hier sind Fränkische Ammoniten an der Natursteinmauer im Bonifatiuspark zu bestaunen. Die über 5 Meter hohe Mauer hat eine Fläche von 15 000 m². Die Mauer ist das zentrale Element des 7,5 ha großen Stadtteilparks. Die Listingkoordinaten haben wir am Anfang des Bonifatiusparks gesetzt und von dort aus findet ihr sehr leicht das Objekt der Begierde.


Vorwort:
Was Gesteine sind, sei hier nochmals kurz vorgestellt. Sie werden in 3 Hauptgruppen unterteilt und zwar:
Sedimente:
Bestehen aus Gesteinsresten. Auch Tier oder Pflanzenreste (Fossilien) können im Gestein vorkommen. Typisch für Sedimente ist eine klare Schichtung des Gesteins.
Magmatite:
Entstehen durch Abkühlung von flüssigen Magma. Erfolgte die Abkühlung langsam, sieht man große Kristalle, die das Gestein bilden. Erfolgte die Abkühlung schnell, bilden sich nur kleine Kristalle, die in eine feinkörnigen Masse (Matrix) liegen.
Metamorphite:
Entstehen aus Gesteinen, die unter Temperatur und Druckeinfluss standen. Häufig sind ganze Gesteinsschichten verformt und zeigen daher ungewöhnliche Bänderungen und Texturen.
 
Was sind Ammoniten?
Ammoniten waren eine artenreiche Gruppe von Kopffüßern, die im Meer lebten. Sie lebten in den Weltmeeren vor 65 bis 48 Mio. Jahren – vom Zeitalter Unterdevon bis zum Ende der Kreidezeit. Zu Lebzeiten bestanden Ammoniten aus der spiralförmigen Schale und den Weichteilen einschließlich acht oder zehn Armen, einem Kopf mit Mundöffnung. In der Schale, die im vorderen Bereich als Wohnkammer diente, befanden sich neben den Organen auch gasgefüllte Auftriebskammern. Ammoniten konnten das Gasvolumen in den Auftriebskammer steuern und damit die Auf- und Abbewegung im Wasser dirigieren. Schwimmen konnten Ammoniten dennoch nicht, vielmehr glich die Fortbewegung auf dem Meeresgrund einer kriechenden Bewegung. Bevorzugte Nahrung von Ammoniten waren neben Krebsen und Plankton auch Schnecken, die mit einer Raspelzunge (Radula) zerkleinert wurden. Heute sind von Ammoniten nur noch die Schalen erhalten - entweder als Steinkern, der nach dem Ableben von Ammoniten den inneren Hohlraum mit Gesteinsmaterial ausfüllte, oder als mineralischer „Überzug“ jener Hohlräume, vor allem mit Aragonit und Perlmutt. Versteinerte Ammoniten kann man weltweit finden, eingebettet in Sedimentsteine, die auf eine marine Herkunft deuten.

Was sind Fossilien?
Fossilien sind steinerne Zeugen der Vergangenheit der Erdgeschichte. Der Begriff Fossil ist lateinischen Ursprungs und wird mit „ausgegraben“ übersetzt – darauf hinweisend, dass man Fossilien oft erst von Gesteinsschichten befreien muss, um an sie zu gelangen. Eine ältere, heute nicht mehr geläufige Bezeichnung für Fossilien ist Petrefakt; wobei die Bedeutung des lateinisch-griechischen Kunstworts „zu Stein gemacht“ entspricht. Fossilien, auch Versteinerungen genannt, treten in vielfältigen Formen auf. So kennt man Steinkerne, Einschlüsse (wie z.B. in  Bernsteinen), Inkohlungen, Abdrücke (sog. Spurenfossilien) und Körperfossilien. Dabei ist es gleich, ob es sich um Versteinerungen tierischen, menschlichen oder pflanzlichen Ursprungs handelt. Wichtig für die Fossilisation sind bestimmte Voraussetzungen, die eine Verwesung bzw. Zersetzung verhindern, sodass die organischen Reste als Versteinerung erhalten bleiben können.


Zur Mauer selbst:
Tatsächlich ist die Wand nicht ausschließlich massiv aus Natursteinen gemauert, sondern besteht im Kern aus Stahlbeton, der mit natürlichen Steinen verkleidet wurde. Für die Dekoration fanden zwei in den Eigenschaften deutlich verschiedene Gesteinsarten Verwendung. Die Wandflächen (mit Ausnahme der glatten Platten) sind aus Quadern eines Kalksteins von der Fränkischen Alb errichtet, der unter dem Handelsnamen „Dietfurter Kalkstein“ vertrieben wird und zur Gesteinsgruppe des „Treuchtlinger Marmors“ gehört. Für die Deckplatten und die Verkleidung der Fundamente, die ebenen Einzelflächen in der Wand, die Wasserspeier und Ruhebänke wurde ein Sandstein aus China gewählt. Der „Treuchtlinger Marmor“ wird gesägt und poliert vor allem für den Innenausbau verwendet. Besonders bekannt ist er als Fensterbankmaterial. Das Gestein entstand vor rund 153 Millionen Jahren in der Zeit des Oberjura, als fast ganz Süddeutschland von einem tropischen Flachmeer mit Riffgürteln und zwischengelagerten Lagunen bedeckt war.
 
Was findet man in/an der Mauer?
Wir haben festgestellt, dass die Mauer aus zwei Sediment - Gesteinen – nämlich Sandstein und Kalk besteht. Wir schauen uns nun den Kalkstein etwas genauer an, weil dieser noch einiges zu erzählen hat.  Der Jura hat ganz verschiedene Gesteine. Auffällig ist, dass sie je jünger das Jura Gestein ist, immer heller werden. Daher wird der Jura in drei Altersgruppen   eingeteilt: Schwarzer, Brauner und Weißer Jura. Das Gebiet um Frankfurt lag am Südrand einer großen Insel. In den Kalksteinen ist eine Vielzahl von Skelettresten und Abdrücken der Lagunenbewohner des einstigen Jura-Meeres erhalten. Die schönsten und auch die bekanntesten Fossilien darin sind die zahlreichen Ammoniten, die man in verschiedenen Erhaltungsformen in der Mauer ausmachen kann. Die bekanntesten Versteinerungen sind die spiralig aufgerollten Ammoniten, eine ausgestorbene Tiergruppe, die mit den Tintenfischen verwandt ist. Bei genauem Hinsehen lassen sich mindesten sechs verschiedene Ammonitenformen erkennen. Weil all diese Versteinerungen die Reste von Meerestieren sind, wissen wir, dass dieses Gestein im Meer entstanden ist. Dieses Meer war vermutlich flach, warm und türkisfarben.


Um diesen EarthCache zu loggen,
geht zu den vorgeschlagenen Listingkoordinaten und wählt diesen auch als Startpunkt. Es ist euch allerdings freigestellt, den EarthCache auch an einem anderen Punkt zu beginnen. Wir haben den Weg zu Fuß absolviert und das können wir nur empfehlen, denn nur so könnt ihr viele sehenswerte Beobachtungen machen. Befasst euch dann mit den nachstehenden 3 Aufgaben, deren Antworten ihr teilweise auch nur vor Ort finden werdet. Ihr benötigt hierzu lediglich Auffassungsgabe und Erkenntnisse, die Ihr durch eigene Ermittlungen dort erfahren müsst. Ein wenig spätere Nacharbeit am heimischen PC könnte die Sache noch abrunden.

 
Hintergründe/Aufgaben/Fragen:
 
1.)
Suche dir entlang der Mauer eine Stelle mit mehreren Abdrücken. Auffällig sind die Ammoniten - Fossilien. Allerdings sind es nicht die einzigen Tiere, die dort zu erkennen sind.
Was ist dort vereinzelt noch eindeutig zu sehen und versuche auch eine Erläuterung zu geben.

 
2.)
Eine Aufgabe auch für die jüngsten SchatzSucher unter euch:
Warum sind die meisten Fossilien Meerestiere?
Kannst du eine Erklärung dafür geben?

 
3.)
An unserer Mauer ist das Gefüge der Sandstein - Sedimentgesteine mit seinen darin enthaltenen Ammoniten mehr oder weniger deutlich erkennbar.
Kannst du beschreiben, wie das Gefüge gebunden ist und welche Eigenschaft es sonst noch aufweist?
 
Eure Antworten
aus den Aufgaben schickt uns bitte per Mail und danach dürft Ihr den EarthCache sofort loggen. In den EarthCache-Guidelines ist bewusst nicht vorgesehen, dass auf eine Logfreigabe seitens des Owners gewartet werden muss. Wir werden die uns zugesandten Antworten und Lösungen auf ihre Richtigkeit prüfen. Sollte es gravierende Abweichungen zu denen geben, die wir erwarten dürfen, werden wir uns melden. Es ist zwar keine Logbedingung, aber wenn Ihr wollt, macht ein Foto von Euch und einer frei wählbaren Position innerhalb des Bonifatiusparks oder an der langen Mauer.

 
Anmerkung:
Können die Aufgaben nicht erfüllt werden, ist auch ein Found it gemäß der z.Zt. gültigen Guidelines zu unterlassen. Found it- Logs, die - auch auf Nachfrage hin - ohne Antworten zu den Aufgaben kommen, werden demnach natürlich kommentarlos gelöscht.

 
Wichtige Hinweise:
Bei diesem EarthCache handelt es sich nicht! um eine von der Stadt Frankfurt und/oder involvierten Trägern initiierten bzw. angebotenen Dienstleistung und er soll auch nicht den Anschein erwecken. Daher können Stadt und Träger nicht für etwaige durch Nutzer verursachte und davongetragene Schäden oder Fehlverhalten im Rahmen der Nutzung dieses EarthCaches haftbar gemacht werden.
 
Viel Vergnügen bei diesem EarthCache für die ganze Familie und wir würden uns natürlich über eine Weiterempfehlung an Freunde und Bekannte sehr freuen.
 
Team N51E06
 

Quellen und Nachweise:
Stadt Frankfurt, Uni Frankfurt - Geo, Wikipedia, Geo-Wissen, Steine und Minerale, eigene Erkundungen und Exkursionen vor Ort.



In eigener Sache:
Also, wir waren vor rund 2 Jahren (2015) schon mal vor Ort und haben nachträglich daheim immer wieder die Location beobachtet, aber ein EarthCache über diese Besonderheiten an/in der Mauer ist bislang noch nicht thematisiert worden.
Nun haben wir es einfach riskiert, in Erinnerungen gekramt und auch die öffentlich zugänglichen Infos für das Listing zu Hilfe genommen. Natürlich haben wir in dieser Hinsicht auch Anfragen an Stadt und Träger gestellt. Denke mal, in der Zwischenzeit hat sich dort nicht viel verändert und daher konnten dieses Wagnis also getrost angehen.





English-Version:
"Unfortunately we needed to refrain from adding an English version as it would have made the listing too long, complex and confusing. In case you do need an English translation kindly do not hesitate to contact us and we will look for a solution. Or you may want to try an online translation service.

Thank you very much for your kind understanding."
Bernd of team n51e06




Additional Hints (No hints available.)