Mit diesem kleinen Tradi möchte ich Euch nicht nur zu diesem hübschen Plätzen, zu diesem Ruheort im herzen des Eschberger Waldes einladen, sondern auch etwas Interessantes, Geschichtliches erzählen. Der Cache befindet sich oberhalb des Ortes, um den es geht, da es an der Quelle selbst sehr muggelig sein kann.
Die Willingsquelle, die Ihr im schönem Wald, auf dem Saarbrücker Eschberg findet, war einst die Quelle der römischen Wasserleitung zur Römerstadt VICUS SARAVUS am Fuße des Halbergs. Die Quelle wurde ca. 150 n.Chr. entdeckt und in Gebrauch genommen.
Der Name der Siedlung wurde auf einem Meilenstein am Halberg nachgewiesen. Vicus Saravus bedeutet „Saarort“. Mit diesem Vicus bildete sich zum ersten Mal im heutigen Saarbrücker Stadtgebiet ein Siedlungs-zentrum heraus. Hier kreuzten sich zwei Fernstraßen (Metz-Mainz, Straßburg-Trier). Der prosperierende Vicus Saravus wurde im Jahr 275/6 n. Chr. bei einem Einfall der Alamannen vollständig niedergebrannt. Nach dem Wiederaufbau fiel die Siedlung vermutlich im Jahr 350 n. Chr. einem Germaneneinfall zum Opfer, was den raschen Niedergang des Ortes zur Folge hatte. In spätrömischer Zeit hatte man zum Schutz vor Einfällen den Bau eines Kastell auf unregelmäßigem sechseckigen Grundriss begonnen. Es bildete einen Brückenkopf und bezog Straße und Saarbrücke mit ein. Die Ecken des Kastells, das Raum für eine kleine römische Garnison bot, waren durch Rundtürme gesichert. Der Vicus Saravus fiel mit den letzten Germanenstürmen zu Beginn des fünften Jahrhunderts, bzw. mit dem Durchzug der Hunnen auf ihrem Zug Richtung Metz. Links der Saar, rund um die Stiftskirche Sankt Arnual, befand sich nachweislich eine römische Siedlung mit einer größeren Villa. Weitere römische Besiedlungen wurden im gesamten heutigen Stadtgebiet gefunden. Was heute aus der Zeit des Stadtes Vicus Saravus zu sehen geblieben ist: Mithras Heiligtum, auf dem Halberg, die Mithras Grotte:

Die Reste des Römerkastells am Halberg sind ebenfalls bei Wunsch zu besichtigen.
Heute ist die Willingsquelle eine Kulturstätte und Passübergang von St. Johann nach Scheidt. Die Willingsquelle ist mit der Zeit zum Teil versiegelt worden und bleibt bei längerem regenfreiem Wetter trocken.
Das Wasser hier ist Trinkwasser und schmeckt köstlich :o)
In der unmittelbarer Nähe, etwas höher gelegen, befindet sich eine große Lichtung, der Hexentanzplatz, wo auch der Römerstein steht, dort könnt Ihr an einer Sitzgruppe mit einem großen Tisch auch einen Picknick machen, wenn ihr eine längere Rast möchtet :o)
Viel Spaß beim Entdecken wünscht Euch Wald_Miaui
Zur Haftung: Ihr Seid beim Eurem Tun beim Spiel Geocaching für Euch selbst verantwortlich. Für eventuelle Schäden, Verletzungen, etc. werde werde ich slebst noch Groundspeak Haftung übernehmen.