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Jüdischer Friedhof Dorsten

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Hidden : 12/05/2017
Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   regular (regular)

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Geocache Description:

Bei diesem Geocache erfahrt Ihr etwas über die Geschichte des jüdischen Friedhofs in Dorsten. Die an der Hasselbecke gelegene jüdische Begräbnisstätte ist eine von mehr als 2000 deutschlandweit, von denen ca. 450 in Nordrhein-Westfalen liegen. Der Geocache ist im Rahmen einer Projektarbeit des Religionsunterrichts der Klasse 7 des St. Ursula Gymnasiums Dorsten in Zusammenarbeit mit der Museumspädagogik des Jüdischen Museums Dorsten entstanden.

 

 

Jüdischer Friedhof Dorsten

 

 

Bei diesem Geocache erfahrt Ihr etwas über die Geschichte des jüdischen Friedhofs in Dorsten. Die an der Hasselbecke gelegene jüdische Begräbnisstätte ist eine von mehr als 2000 deutschlandweit, von denen ca. 450 in Nordrhein-Westfalen liegen.

Jüdische Friedhöfe sind Orte des Gedenkens und Erinnerns an die Verstorbenen. Beim Besuch empfiehlt sich eine ruhige und respektvolle Haltung. Männer (auch nichtjüdische) tragen eine Kopfbedeckung, d.h. einen Hut oder eine Kippa. Auf Essen, Trinken, Rauchen und Telefonieren während des Aufenthalts sollte verzichtet werden. Am Schabbat oder einem jüdischen Festtag dürfen jüdische Friedhöfe nicht betreten werden. Nach jüdischer Tradition beginnt der Tag am Abend, so sollte z. B. der Besuch am Schabbat zwischen Freitagabend und Samstagabend ausbleiben.

Über kommende jüdische Festtage können Ihr euch unter folgendem Link informieren: http://jg-dortmund.de/de/feiertage

Der Geocache ist im Rahmen einer Projektarbeit des Religionsunterrichts (Thomas Remfort) der Klasse 7 des St. Ursula Gymnasiums Dorsten in Zusammenarbeit mit der Museumspädagogik des Jüdischen Museums Dorsten (Antje Thul) entstanden. Ein herzliches Dankeschön an Walter Schiffer (Mitautor des Leitfadens zum jüdischen Friedhof)und JuliPaul für die wertvollen Anregungen und Ergänzungen dieses Listings.

Viel Vergnügen und Happy Hunting wünscht das Geocachingteam des JMW! Für diesen Cache brauchen Männer allen Alters eine Kopfbedeckung. Alle brauchen einen Kompass (oder eine entsprechende App), einen Stift, einen Zettel für Notizen und einen wachen Geist. Achtung: Die Ergebisse sind immer einstellig, wenn Quersummen gebildet werden müssen, sind auch hier immer die die iterierten (einstellige) Quersummen gemeint.

 

1. Der jüdische Friedhof

Grabstätten auf jüdischen Friedhöfen können je nach Epoche und kulturellem Umfeld ganz unterschiedlich aussehen, haben aber auch einige Gemeinsamkeiten unabhängig von Zeit und Ort. Für die Ruhe der Verstorbenen zu sorgen, ist Aufgabe jeder jüdischen Gemeinde. Im Glauben an die Auferstehung nennen Juden ihre Friedhöfe auch „Haus des Lebens“, „Haus der Ewigkeit“ oder in deutscher Sprache „Der gute Ort“. Die Gräber sind auf unbestimmte Zeit angelegt: Die Toten sollen bis zum Tag der Auferstehung, der Ankunft des Messias ruhen. Die Gräber sind so angeordnet, dass die Toten Richtung Jerusalem liegen, wo der jüdischen Tradition nach der Messias zuerst erscheinen wird.

Frage: In welche Himmelsrichtung zeigen die Grabsteine?

Westen (9)
Osten/Südosten (8)
Norden (5)
Südwesten (1)

Der Zahlenwert der richtigen Antwort ist A.

 

2. Dorsten

Wie ihr nun erfahren habt, ist ein jüdischer Friedhof ein steinernes Archiv, was uns viel über die Geschichte der lokalen jüdischen Gemeinde erzählen kann. Nach der Shoa blieben nur wenige sichtbare Spuren jüdischer Präsenz in Deutschland. Der jüdische Friedhof in Dorsten ist eines dieser letzten Zeugnisse. Die älteste Urkunde, die die Existenz eines jüdischen Friedhofs nachweist, ist von 1628. In einer Verkaufsurkunde wird das Wort „Judenfelde“ gebraucht. Mit der Niederlassungserlaubnis für Juden begann ab 1808 der Aufbau einer jüdischen Gemeinde in Dorsten. Die erste Bestattung ist laut Akten im Stadtarchiv Dorsten eine namenlose Tochter des Salomon Meyer 1815. Im Sterberegister der Stadt Dorsten werden bis 1941 rund 80 jüdische Personen genannt, die hier verstorben sind. Der Friedhof wurde immer wieder zerstört und ist auch den Umwelteinflüssen des Waldes ausgesetzt.

Frage: Wie viele Grabstätten gibt es noch auf dem Friedhof? Achtung: Es gibt Grabstätten ohne Grabstein, aber auch Grabstätten mit einem oder mehreren Grabsteinen!

Die Quersumme dieser Zahl ist B.

 

3. Die Geschichte von Robert Perlstein

Robert Perlstein wurde Opfer eines Anschlags auf einen Schnellzug zwischen Berlin und Köln am 19. August 1926, bei dem insgesamt 21 Personen ums Leben kamen. Der Zug entgleiste, als Landstreicher, die es auf den Postwagen abgesehen hatten, eine Schiene manipulierten. Robert Perlstein war ein Sohn des Metzgers David und seiner Frau Amalie, Nachfahren der ersten Juden, die die jüdische Gemeinde Dorsten mitbegründeten. Robert Perlstein war Abteilungsleiter im Kaufhaus Gebrüder Alsberg in Hamm, das zu einer angesehenen Einzelhandelskette gehörte. Übersetzt man den hebräischen Text, ergibt sich: Hier ist begraben/ein liebenswerter Junggeselle jung an Jahren/ Elijahu Sohn des Herrn David/ er verschied bei einem Eisenbahnunglück.

Auffällig an dem Grabstein von Robert Perlstein ist das mit hebräischen Buchstaben geschriebene eine deutsche Wort „Eisenbahnunglück“:

אייזענבאהן-אונגלוק

 

Frage: In welcher Zeile steht dieses Wort?

Die Lösung ist C.

 

4. Max Rosenbaum

Durch die starke Schändung des Friedhofs in der NS-Zeit verschwand der Grabstein von May Rosenbaum, der 1935 auf dem Friedhof beigesetzt wurde. Seine Frau Frieda, die in Arnheim lebte, beklagte den Verlust des Grabsteins. Die ehemalige Forschergruppe „Dorsten unterm Hakenkreuz“ konnte im Dezember 1990 mit Unterstützung der Stadt Dorsten durch den Landesrabbiner einen neuen Stein für Max Rosenbaum setzen.

Frage: Was ist die Summe der einzelnen Ziffern der insgesamt drei Jahreszahlen (eine ist das Todesjahr nach der hebräischen Zeitrechnung) auf dem Grabstein?

Die Quersumme dieser Zahl ist D.

 

5. Symbole

Auf den Grabsteinen des Dorstener Friedhofs sind nur wenige Symbole. Das Symbol, das auf dem Stein von Ezechiel Heß zu sehen ist, kennzeichnet einen Nachfahren der Familie der Leviten. Die Leviten waren zur biblischen Zeit des Tempels ein priesterlicher Familienstamm und für die Reinigung im Rahmen des Tempeldienstes zuständig.

Frage: Welches Symbol ist auf dem Grabstein zu sehen? Bildet die Quersumme aus den mit K beginnenden und mit E endenden fünf Buchstaben des Lösungswortes! (A=1, B=2, usw.)

Die Lösung ist E.

 

6. Hebräische Buchstaben

Die alte hebräische Schrift besteht aus Konsonanten. Zur besseren Lesbarkeit sind später Punkte und Striche als Konsonanten eingefügt worden. Ohne die Vokale kann man ein Wort also nur richtig lesen, wenn man es bereits kennt. Auf dem Grabstein von Frau Salomon Freuda befindet sich eine lange hebräische Inschrift.

Frage: Wie oft kommt der Buchstabe Aleph א auf ihrem Grabstein vor?

Schau genau, die Schrift ist verwittert. Diese Zahl ist F.

7. Überprüfung

Zur Überprüfung der Richtigkeit eures Ergebnisses könnt ihr die Summe der ermittelten Zahlen überprüfen. Die Summe der Zahlen von A bis F beträgt 41.

 

Final

Um das Finale zu finden, müsst ihr die folgende Gleichung richtig lösen (Klammer vor Punkt vor Strich) und die Koordinaten ermitteln:

N 51° 39.(30*(D+E+F)+4) E 006° 59.(A*B+C)

ACHTUNG! Der Cache ist natürlich nicht auf dem Friedhof versteckt, also müsste ihr auch nicht auf dem Gelände selbst suchen.

 

Wenn der Cache zum jüdischen Friedhof euer Interesse geweckt hat, empfehlen wir euch folgendes Buch: Der jüdische Friedhof in Dorsten: Ein Leitfaden, hrsg. vom Jüdischen Museum Westfalen. Dorsten 2014. Passagen für dieses Listing sind aus dem Büchlein entnommen.

Wer nach dem Finden des Finals noch weiter Zeit auf dem Friedhof verbringen möchte, kann gerne das vorhandene Exemplar des Friedhofsführers, das dem Final beigelegt ist, ausleihen. Bitte legt ihn anschließend zurück, damit er auch anderen zur Verfügung steht.

Vielen Dank!

Weitere Caches über das jüdische Leben in Dorsten:

https://coord.info/GC6EDFN (Auf jüdischen Spuren in Dorsten)

Additional Hints (No hints available.)