Finsteres Loch
Das Finstere Loch ist eine frei zugängliche Höhle die im Naturschutzgebiet Rosenstein liegt und besonders schützenswert ist.
Der Zutritt in die Höhle ist nur außerhalb der Fledermausschutzzeit
1. Mai – 30. September
möglich!!!
Der Rosenstein ist ein Felsmassiv im Unteren Massenkalk des Oberjura, in dem über 40 Höhlen und Karste bekannt sind.
Viele Höhlen waren bewohnt und lieferten Fundmaterial aus der Bronze-, Hallstatt- und Römerzeit.
Der Jura, vor 205 Millionen Jahren, tritt hier sehr prägnant hervor. Die Gesteinsschichten sind Meeresablagerungen (sehr fossilreich) die in einem Jurameer (Schelfmeer) sedimentiert wurden. So entstanden die Schichten und mächtigen Ablagerungen in Millionen Jahren am Boden des Meeres, welches große Teile Europas bedeckte.
Eingang Finsteres Loch

Das Finstere Loch ist die dort größte und längste Höhle mit einer Länge von 140m. Der Eingangsbereich ist 3,5m breit und 2,20m hoch. Die breiteste Stelle in der Höhle beträgt 17m und die höchste Stelle 13m. Sie hat einen Ein- und Ausgang, wobei der Ausgang aus Naturschutzgründen durch ein Gitter verschlossen ist. In der Mitte der Höhle ist eine künstliche Öffnung, das sogenannte „Fenster“, welches auf menschliche Behausung weist.
Die Höhle entstand durch kontinuierliche Ausspülung des Jurakalkgesteins durch eindringendes Regenwasser und Kohlensäure. Die massiven Kalksteine sind von feinen Rissen durchzogen, in die kohlensäurehaltiges Regenwasser eindringen kann.
Dies löst dann den Kalkstein und verbreitert die Risse zu breiten Spalten. Dadurch versickert
das Regenwasser schneller und Wasserläufe und Hohlräume entstehen.
Das Finstere Loch ist eine Karsthöhle, doch was ist Karst überhaupt ?
Der Name Karst (Kras) stammt aus dem slawischen und bedeutet "steiniger unfruchtbarer Boden", benannt nach einer Karstlandschaft in Slowenien.
Karste sind Landschaften (ober- oder unterirdisch), die durch Lösen des Gesteins vorwiegend durch Lösungs- und Kohlensäureverwitterung entstanden sind.
Karstformen treten in Karbonatgesteinen, Sulfatgesteinen und Salzgesteinen auf.
Das Finstere Loch ist wie bei allen Karsterscheinungen der Schwäbischen Alb eine Verkarstung von Karbonatgestein. Die Höhle entstand in einem Zeitraum von 5-8 Mio. Jahren.
Von Anfang Mai bis Ende September kann das Finstere Loch durch den Südeingang ohne Höhlenführer befahren werden. Der Eingang liegt offen im Wald, Eintritt wird nicht erhoben. Die Höhle ist allerdings nicht touristisch erschlossen, das bedeutet:
- Es ist kein künstliches Licht installiert.
- Der Höhlengang führt unbefestigt und ohne Sicherung auch über Geröll und einige steile Abschnitte.
- Tragbare Lampen (mit Reserve), festes Schuhwerk und robuste Kleidung sind für die Befahrung unbedingt erforderlich.
- Bei Alleinbefahrungen besteht das Risiko, bei einem Unfall keine Hilfe zu erhalten.
Von Oktober bis April ist der Südeingang per Gitter verschlossen, um den Fledermäusen ihre Winterruhe zu gewähren.
Parkmöglichkeit in Heubach beim Wanderparkplatz Rosenstein, den Wegweisern „Finsteres Loch“ oder „Ostfelsen“ folgen. Ca. 20 min zur Höhle. Weitere Parkmöglichkeit in Lautern, allerdings heftiger Anstieg (250 Höhenmeter)
Verhaltensregeln in Höhlen:
- kein offenes Feuer verwenden
- nichts abschlagen, liegen lassen oder mitnehmen
- Höhlen niemals im Winter betreten
Logbedingungen:
- Erkläre mit eingenen Worten woran du in der Höhle erkennen kannst, das die Höhle ausgewaschen und nicht von Menschenhand geschaffen wurde.
- Beschreibe die Farbe und Beschaffenheit des Gesteins in der großen Halle nach dem Eingang?
- Beschreibe was du in der letzten Höhle oberhalb des hinteren Ausganges an der Wand entdecken kannst und nicht zur Höhle gehört?
- Super wäre ein Foto von Euch am Eingang oder am hinteren Ausgang der Höhle (keine Logbedingung)
Sendet die Antworten über mein Profil, loggen könnt Ihr sofort, wenn etwas nicht stimmt melde ich mich.
(Quelle: Höhlenkundliche Arbeitsgemeinschaft Rosenstein/Heubach e.V. "Höhlenführer Finsteres Loch").