Lieber Schatzsucher,
Märchen und Fantasie sind nur etwas für Kinder? Oh nein - sie beflügeln uns in jeder Lebenslage und eröffnen uns die Möglichkeit auch die winzigen Dinge des Lebens zu sehen und Ihnen Beachtung zu schenken.
So kam es zu jener Zeit, dass eine holde Prinzessin hoch oben im Turm einer Burg eingeschlossen wurde von einem finsteren Drachen (und nein, es war kein Drache in Form einer angeheirateten Nahverwandten in weiblicher Form). Der Drachen fauchte und schnaubte, wenn sich nur ein Blatt in die Nähe des Turmes wagte und so wurde die Gegend rund um die kleine Burg immer kahler und trauriger. Des nachts hörte man oft den einsamen Gesang der holden Prinzessin aus dem Turm begleitet von dem tiefen Grummeln des Drachen (vielleicht schlief er auch, die Historiker sind sich hier nicht einig).
Ein tapferer Prinz hörte beim Vorbeiritt den wundervollen Gesang der Prinzessin und beschloss diese zu retten, koste es was es wolle (Sie werden es nicht für möglich halten, aber es gab sie wirklich - die tapferen Prinzen hoch zu Ross - ohne Wimpertusche - echte Kerle).
Beim ersten Versuch scheiterte er kläglich und sein treues Pferd ging ihm durch und er landete auf dem Boden vor dem Turm. Eine List musste her und er legte sich auf die Lauer. Der Drache schien eine Schwäche für gute Speisen zu haben (ja, auch ein Drache hat eine Achillesverse). Also verkleidete sich der Prinz als Krämer und spannte sein holdes Ross vor einen Karren (das war eine Diskussion, kann ich Ihnen sagen). Er lud einige Speisen wie Brot und Wein, Gurken und Paprika, duftende Hähnchen und Käse, frische Milch und Schokolade auf den Karren und fuhr zum Turm (heutzutage müsste ich die Geschichte ein wenig abändern - es handelte sich natürlich um lactose- und glutenfreie Produkte und das Hähnchen war eine Soja-Nachbildung). Dort angekommen schnupperte der Drache bereits das Festmahl von weitem und sprang aus dem Turm. Da musste der tapfere Prinz erkennen, dass der große Drache nur eine kleiner Nager war, der ihm dort entgegen lief und sich freute. Es stellte sich heraus, dass die Prinzessin vor vielen Jahren die Burg besuchte und dabei die Tür im Schlossturm zufiel. Dabei kullerte der Schlüssel aus dem Schloss und fiel die Stufen hinab. Die Burg war viele Jahre nur von Nagern bewohnt, die den Ofen weiter mit Holz fütterten und deren Qieken durch die vielen leeren Räume so laut hallte, das es sich von draußen furchtbar anhörte (Sachen gibt es...).
Der Prinz atmete erleichtert aus, hob den Schlüssel vom Boden der Treppe auf und befreite die Prinzessin aus dem Turm (für alle Skeptiker unter Ihnen: natürlich hatte die Prinzessin Zugang zum Badezimner und genug Nager-Fans, die sie mit Essen und Trinken versorgt haben - das versteht sich ja von selbst). Sie feierten ein wundervolles Fest mit den Gaben im Karren.
Die Prinzessin und der Prinz zogen in die kleine Burg ein und gaben dem wundervollen Turm den Namen „Theo“ - das ist Alt-Nagerisch und bedeutet „glückliche Zufälle gibt es wirklich“. Die Milchkanne im Vorgarten soll stets an das wundervolle Fest erinnern und stets mit Gaben der Erde in Form von Blumen gefüllt sein. Die kleinen Nager leben bis heute glücklich und zufrieden unter dem Dach vom Theo und auch der Prinz und die Prinzessin. Damit die Geschichte nie vergessen wird, hat er ihr ein rotes Schloss an die Regenrinne gesteckt und den Schlüssel bewahrt.
Ihr zu Ehren wurde ein kleiner Schatz vergraben, den es nun zu Suchen gilt. Legt ihn bitte so wieder zurück, wie ihr ihn vorgefunden habt, damit auch noch andere große und kleine Schatzfinder Freude daran haben.
Happy End :)))
Der Cache ist in einem Behältnis eingegraben, dass geöffnet werden muss - darin befindet sich das Gefäß mit dem Logbuch. Für die Versteckart liegt die Erlaubnis des Grundsückseigentümers vor.