Skip to content

Scalära-Tobel Traditional Cache

Hidden : 1/30/2018
Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   regular (regular)

Join now to view geocache location details. It's free!

Watch

How Geocaching Works

Please note Use of geocaching.com services is subject to the terms and conditions in our disclaimer.

Geocache Description:


Scalära-Tobel :Die Sage vom Scalära-Tobel

Wer nicht an Geister glauben will
soll nach Scalära gehn.
Dort hat der Teufel oft sein Spiel,
dort kann er Geister seh’n.
Gespenstige Gestalten
in diesem Tobel walten.
Huh, huh wie tönts so schauerlich
im öden Steingeklüfte
Zerrissene Felsen heben sich
ringsum in die Lüfte.
Und düstere schwarze Tannen
am Felsen einsam hangen.

Man hört im toten Felsgestein
nur Wassertosen brausen,
der scheuen Eule nächtlich schrein,
die Winde stöhnend sausen,
der Steine donnernd Fallen
im dumpfen Wiederhallen.

Ja wahrlich wer den Schauder liebt
kann dort noch bessern finden
als je es in Romanen gibt
und gratis ihn empfinden.
Dort kann er es ganz deutlich sehen,
wie ihm die Haar zu Berge stehen.

Denn liebe Leut nach oben rein
ist dort den nicht geheuer,
nach alten Sagen soll dort sein
der Churer Fegefeuer.
Wer recht nicht tut im Leben
muss dorthin sich begeben.

Kaum liegt den so ein armer Tor
im Grabe tot begraben,
holen zwei Kapuziener ihn hervor
und führen ihn von dannen.
Dem Geist zu beiden Seiten
sie nach dem Tobel schreiten.

Von jeder Zunft, von jedem Stamm
wie sie auch Namen führen,
sind einige dorthin verbannt,
die sich repräsentieren.

Ein Bäcker wiegt beständig Brot
er wollt zuviel einst sparen.
Jetzt fehlet immer ihm ein Lot
drum kratzt er in den Haaren.
Ein Müller sitzt auf Säcken
und möchte sich verstecken.

Ein anderer muss blätterweise
ein Kartenspiel verzehren,
man sieht ihn an der mageren Speiss
die Augen stark verkehren,
weil sein verwöhnter Magen
sie nicht gut kann vertragen.

Ein Metzger muss zu seinem Fluch
mit sich die Waage ziehen,
statt Ochsenfleisch im Metzgerbuch
oft altes Kuhfleisch korrigieren.

Ein Gerber hat es schrecklich heiss
und muss bedenklich schwitzen,
um mit seinem sauren Schweiss
das Leder anzuspritzen.
Die Lederhändler müssen es
ihm helfen zu begiessen.

Nun sieht man auch
man glaubt es bloss
dort alte Advokaten,
auf einem hohen Aktenstoss
ihre eigene Zunge braten,
die ihnen ausgeschnitten,
weil sie zuviel gestritten.

Ja leise darf man’s sagen
man sah auch Pfarrerskragen.
Man sieht sie dort im Mondenschein
an kahlen Felsenwänden.
Einer hat, ein Freund vom Wein
ein leeres Glas in Händen
und traurig tuts begucken,
weil nicht’s mehr ist zu schlucken.

Man sah auch Herren der Obrigkeit
sich ab die Finger beissen,
weil sie gebrochen ihren Eid
und Stückweit weg sie schmeissen.
Doch kann ich nicht’s beweisen,
weiss nicht wie sie geheissen.

Ein anderer an den Finger zählt
und trägt auf seinem Rücken
den Armen abgepresstes Geld,
es will ihn fast erdrücken.
Ein Schneider unverfrohren
schleppt Tuch, das er gestohlen.

Nun aber sind auch Frauen
an diesem Ort zu schauen.
Man sah vor wenig Wochen bloss,
dass Frauen auf den Tannen
geschminkt, ein Hündchen auf dem Schoss
mit grossem Eifer spannen,
weil sie sich im Leben
nicht mit spinnen abgegeben.

Andere auf vermoostem Stamm
Romanenbücher lesen
und andere kehren dann
das Tobel mit dem Besen.
Andere wiederum berichten
verleumderische Geschichten.

Wie schon gesagt hat jeder Stand
dort seine Repräsentanten.
Besondere sind da noch bekannt
Goldschmiede, Negotianten,
viele Wirte, Schuster, Färber
Und auch arge Frauenspärber.

Zuweilen kommt die Geisterschaar
um Mitternacht zusammen.
Ziehen zu Rosse Paar für Paar,
die Rosse schnaufen Flammen,
zum Rheine in die Fluten,
zu löschen ihre Gluten.
Der Letzte von der Reitereiv ein ledig Pferdlein führet.
Und fragt man ihn wozu es sei,
so spricht er, es verlieren
bald der und der das Leben,
dem wird es dann gegeben.

Wenn in der Nacht zu St. Chrispin
so würzig sind die Lüfte,
ziehen sie auf zum Rheine
und saugen ein die Düfte,
die bis zu ihnen dringen
und lassen Gläser klingen.

Sie denken an die gute Zeit,
die ach für sie verloren,
klagen sich ihr Herzeleid
und geben dann die Sporen.
Hurra und hop geht’s weiter
und Funken sprühn die Reiter.

Mitunter gibt es einen Ball
im Winter auf dem Eise.
Sie tanzen ohne Klang und Laut
man sieht sie still und leise.
Im Kreise sie sich drehen,
den Walzer sie verschmähen.
Geschmolzener Schwefel wird serviert,
die Sterne sind die Lichter
und der Schwarze selber dirigiert.
Die bleichen Grabgesichter
der Männer und der Frauen
sind grauenhaft zu schauen.

Wer etwa das nicht glauben will,
was eben ich berichte
und meint es sei ein leeres Spiel,
erlogen die Geschichte,
der solle die von Trimmis fragen
denn diese können es ihm sagen.
Sie werden oft beim nach Hause gehn
durch diesen Spuck gestört,
sie sehen was kein Ohr gesehn
sie hören was kein Aug gehört.
In keines Menschenherz ist’s gekommen,
was sie dort haben vernommen.

Was aber die Churer am meisten quält
in diesen Geistersachen
ist, dass in dieser Tobelwelt
auch noch Beiseis Anspruch machen.
Das wäre zu unbescheiden,
kein Bürger darf dies leiden.
Die schlechten Beiseis kommen alle in die Hölle,
es gäb sonst ein zu grosser Schwall
für diese kleine Stelle.
Nur Churer sind so nobel
zu kommen in das Tobel.

Das ist nun ihr Privilegium
Gemeindegut ihr Geister
Dort rumoren sie herum,
dort spielen sie den Meister.
Und diesen alten Glauben,
soll den Churer niemand rauben.



ACHTUNG:
  • Die Koordinaten fürchten sich hier auch ein bisschen von den Geistern
  • Schreibzeug muss selber mitgebracht werden.

Viel Spass bei der Suche wünscht:

loslachen.ch - optional

Herzlichen Glückwunsch


🥇 Gold: lynx313 - JaMaDuLi - Rieinerin

🥈 Silber: ET_SETI

🥉 Bronze: Servaz

👍🏻 Leder: Siebasiach - Miguel Amado - Sugra 84


Additional Hints (Decrypt)

Tnam xhem ibe qrz Raqr qrf Jrtrf erpugf.

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)