Einmalig ist die Dänenstraße auf jeden Fall. Sie ist nur einseitig bebaut und führt komplett entlang des Ringbahngrabens, von der Schönhauser Allee bis zur Malmöer Straße. Für Fans der Berliner S-Bahn war eine Wohnung hier schon immer das Sahnehäubchen in ihrem Leben, alle anderen fühlen sich vermutlich genervt. „Aber man gewöhnt sich dran!“, erzählt mir ein Anwohner. Seit dem 4. Juli 1904 trägt die Straße diesen Namen, davor war es die „Straße Nr.12, Abt. XI des Bebauungsplanes“. Die Autobrücke zur Sonnenburger Straße im Gleimkiez wurde während der letzten Kriegstage durch Panzer zerschossen, um den Vormarsch der Sowjetarmee in die Innenstadt zu behindern. Die einstigen Brückenlager sieht man noch. Wiederaufgebaut wurde sie nach dem Krieg nur für Fußgänger.

Abbildung 1 Blick von der Brücke auf den Schienenverkehr der Schönhauser Allee- Station, https://mitvergnuegen.com/wp-content/uploads/2014/08/Borkeberlin-e1408351872903.jpeg(14.01.2018)
Ab dem 25. Dezember 1952 wurden etwa ab Höhe Driesener Straße die Gütergleise der Bahn mit einer Stromschiene „benagelt“. Dies machte es möglich, dass fort an S-Bahnen von Schönhauser Allee direkt zum Bahnhof Pankow fahren konnten. Vorher war das nicht möglich („Jesundbrunnen! Pankow umsteijen!“, kennt der „Urberliner“ noch als Bahnhofsansage). Bis zum Wiederaufbau des Rings konnte man von der Dänenstraße aus noch alte Stellwerksgebäude und Kehranlagen von vor dem Mauerbau sehen, denn der Bahnhof Schönhauser Allee galt bis dahin als „letzte Station im demokratischen Sektor“. Letzteres ist nachzulesen im Buch „Ring über Ostkreuz“ von Erich Wildberger von 1953[1].
[1] R.Gänsrich (2006): Dänenstraße,https://www.prenzlberger-ansichten.de/spaziergänge/dänenstraße/(14.01.2018)