Geocache Description:
DONT JUMP
Diese 3km lange Runde mit vielen intersanten Caches kann in ca 2 Std. gemacht werden. Diese kleine Cachereihe soll auch ein Anreiz für andere „Cachebastler“ sein. Lasst euch davon inspirieren! Scheut nicht eure Favorit Punkte los zu werden!!
Sowohl im Sommer als auch im Winter sind die Mißmahl'schen Anlagen mit ihren zahlreichen Weihern ein wahres Naturerlebnis. Kleine Trampelpfade und schöne Wanderwege mit etlichen Brücken führen durch das Naherholungsgebiet. Die Sitzbänke laden zum Ausruhen und Genießen ein. Die Mißmahl'schen Anlagen sind die größten, zusammenhängenden der letzen Donau-Auwälder in Baden-Württemberg, so wie sie bis vor etwa tausend Jahren das ganze Donautal bedeckt hatten. Lassen Sie sich entführen in eine Landschaft voller Grün, das die Wildheit einer naturbelassenen Auenlandschaft zeigt. Sie finden das FFH-Gebiet (Flora-Fauna-Habitat) südlich der Stadt, Zugang vom Donauradweg oder von der Kastanienallee möglich.
Geschichte:
Unser Weiher
„Im Jahre 1904 wurde unser Haus auf dem ehemaligen, der Stadtgemeinde gehörigen Schießhausplatz, erbaut, nachdem, er von uns käuflich erworben war. Hinter dem selben, dem so genannten Hochwasserkanal und der Schwarzach, dem Nebenfluss der Donau, lag ein großes Sumpfgebiel, das vielfach von Kiesbänken durchzogen war. Die Binsenfläche wurde dann und wann unterbrochen von einem Weidenstrauch. Trostlos zog sich die Fläche in das zur Gemeinde Neufra gehörige Gebiet. Der uns zunächst liegende Teich gehörte dem alten Hartmann, der im ersten Hause der Kastanienallee wohnte. Er nannte ihn seinen Goldweiher. Verkaufte er doch im Sommer von diesem Weiher die Streu, im Winter das Eis des Wassergebietes an die Brauerei. Nach dem Tode des damaligen Besitzers 1901 erwarb mein Mann um die Summe von 2000,- Mark diesen Weiher von Hartmanns Erben und nun begann für meinen Mann [Dr. Wilhelm Missmahl, Oberamtsarzt] eine Zeit befriedigenden Schaffens, das ich staunend beobachtete, Arbeiter kamen, eine Baggermaschine vom Blank in Kanzach wurde in Tätigkeit gesetzt, der Sumpf ausgehoben und zu einem fließenden Wasser umgestaltet. Der durch die Vertiefung gewonnene Boden wurde zu kleinen Inseln hergerichtet und als Pflanzland für Birken, kanadische Pappeln, Fichten, Erlen, Eichen, Haselnusssträucher etc. benützt., und wo vorher alles wüst, öde und leer stand, wo man bei jedem Schritt einsank, erstand ein Paradies mit Spielplätzen, Robinsoninseln mit See, Schiffchen, mit Fischfang für die Jungen. Die Beaufsichtigung und Anleitung der ganzen großen Arbeit aber bedeutete für meinen Mann Entspannung, für die Familie wunderschöne Erholung. Kam die Jugend vom Gymnasium, der Schule, der Universität in die Ferien heim, da galt der erste Gang vor dem Eintritt ins Elternhaus dem geliebten Weiher. Am nettesten erzählen Fotografien aus dieser seligen Jugendzeit unserer Kinder, Allmählich wurde die Schöpfung erweitert. Mein Mann fand immer wieder Gelegenheit zu den Grundstücken neue zu erwerben, die ihm mit Spott abgetreten wurden. „Da hinten isch nie ebbes gewachsen und kann auch nichts wachsen - was der au will?“ So spotteten nicht nur die Bauern, sondern auch die Riedlinger Bürger hinter dem Biertisch. Doch schließlich erstreckte sich unser „Weiher" bis hinauf zum Fallenstock, am Abgang des Hochwasserkanals von der Donau. Wir waren Besitzer von 30 Hektar Land, das sind 90 württembergische Morgen. Unbeirrt wurde weiter gearbeitet bis endlich unser Paradies mit Wald, See und Bächle entstand, das uns Alte in gleicher Weise entzückte und beglückte wie die Enkel und Kinder.“ Die Stadt Riedlingen erwarb nach und nach die parkähnlichen Flächen der sogenannten Mißmahl’schen Anlagen und schuf daraus ein Naherholungsgebiet mit Wanderwegen, Rast- und Spielpätzen.