Kennt Ihr...
Karl Friedrich Otto Hetzer?
Er wurde auch Vater des Holzleimbaus (z.B. Leimbinder) genannt.
Im Jahre 1872 gründete Otto Karl Friedrich Hetzer ein Dampfsägewerk und Zimmereigeschäft in Weimar, welches nach seiner Ernennung zum Großherzoglichen Hofzimmermeister (1891) im Jahre 1895 in diesen Teil der Stadt verlegt wurde.
Mit seinen Erfindungen avancierte Otto Hetzer (1846-1911) zum Begründer des modernen Holzleimbaus, der etliche Patente auf neue Holzbauweisen in der Dachkonstruktion und für Tragwerke vom Reichspatentamt bekam bekam.
Ein Jahr vor seinem Tod gewann er den Grand Prix auf der Weltausstellung in Brüssel, für die von ihm konstruierte Reichseisenbahnhalle, die für jene Zeit über die sensationelle Spannweite von 43 Metern aufwies.
Auf diesem Areal entstanden im Jahre 1926 die sogenannten Hetzerhallen, als Auktionshallen für Zuchtvieh und 1937 wurde die „Große Zuchtvieh-Auktionshalle“, mit einer Grundfläche von 35 Meter mal 70 Meter und einer Höhe von 25 Metern was eine Größe von 2500 m² entspricht, in der von Karl Friedrich Otto Hetzer patentierten und weltweit erfolgreichen Holzträgertechnologie errichtet wurde.
Ab Mai 1942 wurde die Viehauktionshalle genutzt, um Juden aus ganz Thüringen zusammenzutreiben und über den nahe gelegenen Bahnhof zu deportieren.
In unmittelbarer Nachbarschaft befand sich das Wohnhaus der Familie Hetzer und wurde von allen nur die grüne Villa genannt.
Leider ist von all den denkmalgeschützten Gebäuden nichts mehr zu sehen und nur eine kleine Gedenktafel an der letzten erhaltenen aber baufälligen Hetzerhalle erinnert noch an den Erfinder.
Das Wohnhaus der Familie Hetzer, vergammelte über die vielen Jahre und musste dann 2013 abgerissen werden, sicherlich können sich einige von euch noch an die grüne Villa, die zum Schluss eher einem Spukschloss oder Kulisse aus einem Gruselfilm glich, da Einsturzgefahr drohte.
Nur zwei Jahre später, im April 2015, wurde die hölzerne Viehauktionshalle durch Brandstiftung komplett zerstört. Das flammende Inferno dauerte nur 25 Minuten und dann standen von diesem geschichtsträchtigem Bauwerk nur noch die Grundmauern.
Langjährige Cacher kennen sich hier bestimmt gut aus!
Quelle: Wikipedia
Um den Cache zu bergen benötigt ihr ein Hilfsmittel. Wir empfehlen einen langen Stab mit Haken. Von einer Leiter würden wir abraten. Achtet bitte auf Muggel!