
Ein Geocache von galli94 den ich auch wieder aufleben lassen will. Von dort oben hat man einen wunderschönen Blick über Dingolfing. Das Doserl ist ausserhalb der Mauer und nicht auf dem Privatgrund an der Vorderseite.
Also vorne Aussicht geniessen, dann aussen rum und ins Logbuch eintragen ;)
Die Kirche St. Leonhard in Oberdingolfing wurde nach dem heiligen Leonhard benannt. Der hl. Leonhard war der Sohn einer fränkischen Adelsfamilie. Er sollte nach dem Wunsch seiner Familie einmal Bischof werden. Erwachsen geworden, lehnte Leonhard dies jedoch ab und verbrachte sein Leben fortan als Einsiedler im Wald. Sein Augenmerk richtete er auf die Hilfsbedürftigen: Er besuchte Gefangene und erbat deren Freilassung Zudem heilte er Kranke und Krüppel.
Die Sage vom hl. Leonhard geht so:
In dem Wald, in dem Leonhard lebte, waren ein König und seine Königin auf der Jagd. Leonhard hörte die Königin klagen und rufen, da sie in Wehen lag. Auf Bitten des Königs betete Leonhard am Lager der Königin und half ihr bei der schweren Geburt. Das Gebet wurde erhört und die Königin schenkte einem Knaben das Leben. Der König wollte Leonhard mit Gold und Silber beschenken; dieser bat aber nur um so viel Waldgelände, wie er mit seinem Esel in einer Nacht umreiten könne.
Leonhard gründete in seinem Waldstück das Kloster Noblat - das heutige St-Léonard-de-Noblat -, wo er dann starb und auch weiterhin verehrt wurde. Leonhard wird seit dem 11. Jahrhundert besonders auch in Bayern verehrt, auch heute gibt es noch über 50 Leonhardi-Wallfahrten, meist mit Pferde-Ritten. Er galt ursprünglich als Schutzpatron derer, "die in Ketten liegen", also der Gefangenen - aber auch der "Geisteskranken", die man bis ins 18. Jahrhundert ankettete; nach der Reformation wurde er Schutzpatron der Haustiere, weil man die Ketten, mit denen er abgebildet wurde, als Viehketten deutete.
Am Leonharditag werden heute noch Tiersegnungen vorgenommen. So findet auch in Oberdingolfing alljährlich eine Pferdesegnung statt.