Das ist der 9. Cache von 3di_3bi und damit auch der letzte der Geisenheimer Weinlagen Serie.
Ihr befindet Euch in der Weinlage Geisenheimer Rothenberg. Rotes Eisenoxid färbt die Böden am nach Südwesten ausgerichteten Rothenberg und gab ihm seinen Namen. Tonschiefer und Quarzit findet man hier im Boden der Hanglage. Die Reben bringen fruchtige Weine hervor, die eine rassige Säure aufweisen und sich dazu eignen, lange gelagert zu werden. Ob Ihr jetzt Lust auf einen Riesling bekommen habt, wissen wir nicht, wir können ihn Euch aber nur empfehlen.
Der Rothenberg ist mit 152,7 Metern Höhe nicht wirklich hoch, doch wer einen Blick zu seinem Gipfelkreuz (N 49° 59.300 E 007° 57.800) erhascht, sieht sofort, warum ihn die Geisenheimer ihren Hausberg nennen. In seinen Steillagen wächst Wein, der auf gleicher Stufe wie der Rüdesheimer Berg, das Schloss Johannisberg, der Steinberg und der Kiedricher Gräfenberg steht. Die älteste Lagenklassifikationskarte der Welt weist ihm seit 1867 den höchsten Status der Klasse I zu. Im Rothenberg wurden mehrfach Riesling-Trockenbeerenauslesen mit mehr als 300 Grad Oechsle geerntet. 2005, 2007 und 2009 markierte eine Trockenbeerenauslese dieser Lage den Deutschlandrekord der Mostgewichte.
Die Aussicht von hier oben wurde bei einer Internetabstimmung des Deutschen Weininstitutes 2012 zur „Schönsten Weinsicht“ des Rheingaus gewählt. Seitdem markiert eine drei Meter hohe Stele aus Stahl den Gipfel. Sie stellt eine stilisierte Weintraube dar und wurde nach einer Zeichnung des Mainzer Künstlers Ulrich Schreiber per Laser aus dem Metall geschnitten.
Beim Rundumblick recken sich im Norden die Höhenzüge des Taunus empor und erinnern daran, dass das Weinland Rheingau eigentlich ein Waldland ist. Rheinaufwärts reicht der Blick über Schloss Johannisberg und die Rebhänge hinweg nach Wiesbaden und Mainz, gleitet über den Inselrhein mit der größten Rheininsel (Mariannenaue) und der breitesten Stelle des Stromes (ein Kilometer) ins rheinhessische Hügelland, bleibt kurz am Rochusberg bei Bingen sowie dem Donnersberg am Horizont hängen und endet schließlich im Westen beim weltberühmten Weinort Rüdesheim, dem Tor zum Oberen Mittelrheintal, seit 2002 Unesco-Welterbe. Das Benediktinerkloster der Heiligen Hildegard in den Weinbergen und das Denkmal auf dem Niederwald geben vom Rothenberg aus die Richtung für eine Wanderung vor, die alles bietet, was den Rheingau prägt: Wein, Wald, Wiesen und Wasser. Man könnte es auch kürzer sagen: Wohlfühlen pur.
Es ist nicht nötig auf die Stele zu klettern oder die Schrauben zu demontieren, genießt einfach den Moment über den Dächern von Geisenheim!
Bitte hinterlasst den Cache so, wie Ihr ihn vorgefunden habt. Eure Nachfolger werden sich darüber sehr freuen.
So, und nun viel Spaß beim Suchen!