Auf vier Flächen im Lahn-Dill-Kreis wird seit 2015 ein Feld-Experiment durchgeführt. Es wird erforscht, warum die Arnikabestände seit Jahren zurückgehen.
Die Experimentflächen brauchen an allen Standorten nicht betreten werden. Es wäre schön, wenn in den Logs auch über den Zustand der Flächen und über blühende Arnika berichtet würde. Bilder sind natürlich besonders erwünscht. Wir Cacher sollten dem Projekt viel Erfolg wünschen, da wir ja sehr viel Zeit in freier Natur verbringen. Durch die Cacheserie möchte ich die Arbeit der Mitarbeiter am Projekt unterstützen und bekannter machen.
An allen Standorten findet man auch einen Hinweis auf den Bonus. Der Bonus liegt in der Nähe des größten Tieflagenvorkommens für Arnika in Hessen.
https://coord.info/GC7KV9Z
Im Folgenden eine Beschreibung des Projekts von der Internetseite. Weitere interessante Informationen sind dort zu finden.
http://www.arnika-hessen.de/home/
Das Projekt
Die Echte Arnika (Arnica montana) mit ihren leuchtend-gelben Blütenköpfen ist eine seit alters her genutzte Heilpflanze und Bestandteil unserer Kulturlandschaft. In den letzten 20 Jahren sind ihre Bestände in Deutschland und Europa jedoch drastisch zurückgegangen.
Dringender Handlungsbedarf besteht, damit Arnika und auch ihr Lebensraum nicht vollkommen verschwinden. Über Gefährdungsursachen und geeignete Schutzmaßnahmen ist bislang allerdings wenig bekannt.
Das Projekt ArnikaHessen möchte diese Wissenslücke durch praxisbezogene Forschung schließen. Dafür arbeiten WissenschaftlerInnen des Botanischen Gartens in Marburg, die Arbeitsgruppe Pflanzenökologie und Naturschutz der Hochschule Geisenheim und die Arbeitsgruppe Naturschutzbiologie der Universität Marburg als Kooperationspartner zusammen. Das gemeinsame Ziel ist die langfristige Erholung und Stabilisierung von Arnica montana und ihrer Begleitvegetation. Als Ergebnis der Forschung soll ein Managementkonzept stehen, welches von der Modellregion Hessen auf andere Gebiete Deutschlands übertragen werden kann. Bei alledem bringt ArnikaHessen Forschung und Menschen vor Ort zusammen, um auch nach Projektende, also nach dem Jahr 2020, die Pflege und den Schutz der Arnika-Bestände und ihrer Lebensräume nachhaltig zu sichern.
Um ein umfassendes Bild zur aktuellen Situation von Arnika zu erlangen, werden im Projekt verschiedene Aspekte beleuchtet:
Nutzungsexperimente im Freiland sollen Aufschluss über optimale Pflegevarianten geben. Gleichzeitig wird nach den Gefährdungsursachen geforscht und auch die genetischen Prozesse der Arnikapopulationen werden unter die Lupe genommen.
Mit Hilfe von Erhaltungskulturen, die aus den Samen untersuchter Arnikabestände herangezogen werden, werden durch Wiederausbringung der Arnikapflanzen sehr stark gefährdete Arnikavorkommen in Hessen gestützt.
Ein Monitoring begleitet die Entwicklung ausgewählter Arnikabestände und evaluiert die Wirksamkeit der Pflegemaßnahmen, welche aus der Forschung heraus auf weiteren Flächen während der Projektlaufzeit übertragen und umgesetzt werden. Die Untersuchungen beschränken sich hierbei auf Tieflandbestände (unter 500 m ü. NN), da diese besonders gefährdet sind.
Über den Erhalt der Echten Arnika hinaus, ist die Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung ein wesentlicher Projektbaustein. Anhand der populären Arzneipflanze und ihrer wertvollen bedrohten Lebensräume soll die Bedeutung von Biodiversität im Allgemeinen Erwachsenen und Kindern nahegebracht werden.