Hudewald
Ein Hudewald, auch Hutewald oder Hutung genannt, ist ein als Weide genutzter Wald.
Auf der offenen Weide im unübersichtlichen Gelände des Waldes musste das Vieh gehütet werden – häufig von einem Hirten stellvertretend für die Viehbesitzer der Dorfgemeinschaft, der dafür mit dem Hutgeld entlohnt wurde. Die Hirten waren oft Kinder, wie es weltweit bei der Weide von Vieh ganzer Gemeinden in vielen Ländern noch heute üblich ist. Die genutzte Weide (bzw. der Wald) war entweder Gemeinbesitz oder gehörte dem Grundherrn und war, wie auch das Ackerland, gegen Abgaben zu nutzen. Die Hut (Hutung, Hute/Hude) war also auch ein Begriff des Weiderechts.
Die Weidegerechtigkeit entwickelte ein detailliertes Regularium. Normalerweise war der Eigentümer des Hutegrundstückes zur Mithut berechtigt. Das Weiden verschiedener Eigentümer oder Mitglieder z. B. einer Dorfgemeinschaft war die Koppelhut. Unter Umständen wurde vom Grundstückseigentümer das Privileg der Vorhut in Anspruch genommen.
Auf der Hut sein
Heute trägt man nur noch selten Hut, eher Kappen und Mützen, dabei entweicht die meiste Wärme über unser Haupt, das wir besser in Hut halten sollten. Indirekt hängen "auf der Hut sein" und der Hut tatsächlich zusammen, denn beides geht auf verwandte, uralte Wurzeln zurück, die beide mit dem Schutz zusammenhängen. Wer aber etwas schützt, ob es sein Haupt oder seine Herde ist, der ist auf der Hut, was im Mittelhochdeutschen "huot" auch "Aufsicht" oder "Fürsorge" bedeutet, wovon wiederum hüten kommt. Der Hut und die Hut dienen also beide dem Schutz und der Aufmerksamkeit. Wer auf der Hut ist, der passt auf, der hält Wache und ist schlicht vorsichtig.
Der Cache liegt etwas entfernt von den Hudeeichen, einem Teil des alten Hudewaldes.
Viel Spaß bei der Cachesuche!