Merheim war 1906 noch eine eigenständige Gemeinde, als die Linie B von Köln nach Brück eröffnet wurde. Da die Besiedelung damals noch recht dünn war, diente die Vorortbahn vor allem dem Ausflugsverkehr am Wochenende. Mit der Verlängerung nach Bensberg 1913 entwickelten sich die Orte rund um die Haltestellen. Das wachsende Verkehrsaufkommen erforderte eine Ausweitung des Angebots. Ab 1936 wurde die Stadtlinie 8 von Kalker Friedhof bis Merheim verlängert. Hierfür enstand in Merheim eine Wendeschleife. Ab 1946 wurde die Linie 1 bis Merheim geführt und kurze Zeit später bis Brück verlängert. 1967 übernahm die Linie 1 der Verkehr auf der Linie B. Als Verstärkung fuhr die Linie 8 bis Brück oder Refrath, die 1980 in die Linie 1 einbezogen wurde. Das war auch das Ende der Vorortbahnzüge aus 3 oder 4 Großraumwagen. An ihre Stelle traten achtachsige Straßenbahngelenktriebwagen, die statt 4 nur noch einen Schaffner benötigten. Die Bedeutung von Merheim als Verkehrsknoten stieg mit den Kliniken und dem Bau von Neu-Brück, das über Merheim mit Bussen angebunden wurde. Im Norden von Merheim entstand 1994 der größte KVB-Betriebshof mit 150 Abstellplätzen. Die Schleife wurde aufgrund derEndstelle in Brück kaum noch genutzt und nach 1994 abgebaut. Die Linie 1 als Nachfolgerin der Vorortbahn wurde ab 1995 auf Niederflurstadtbahn mit höhengleichen Einstiegen umgestellt. Mit über 110.000 Fahrgästen je Werktag ist sie die stärkstfrequentierte Linie in Köln.