Die Grube Kobenbach am Grubenwanderweg
Die Grube Kobenbach ist eine der jüngsten Gruben im Grubenfeld um Fell und Thomm.
Die ersten Betreiber vergrößerten daraufhin die kleine Kammer im Bereich des Knickes und fuhren umgehend eine sehr große und bauwürdige Lagerstätte an, aus der die erste Abbaukammer entstand. In den späteren Betriebsphasen legte man weitere Kammern mit beachtlichen Ausmaßen an. Bei der letzten Vermessung der Grube im Jahre 1989 konnte eine 5. Kammer gefunden werden, diese noch weiter links liegende Kammer ermöglicht einen regelrechter Rundgang, der von der 3. und 4. Kammer wieder in die 2. führt. Ein ebenfalls nicht im Grubenbild enthaltener Fahr- und Abwurfschacht, der 1990 entdeckt wurde, weist einen weiteren, von der Sohle nach rechts führenden Stollen auf. Die Grube weist keinen Wasserzulauf auf und ist recht trocken.
Unter der Grube Kobenbach liegt der heute verschüttete Mattes-Stollen, die jüngere der beiden Gruben, von dem aus einst ein Wetterschacht bis in Kobenbach hinein geplant war; er kam aber nicht zur Ausführung. Dieser Schacht sollte der besseren Belüftung der Grube Kobenbach dienen. Die Mattes-Halde bedeckt den Talboden in voller Breite. Der Nossernbach durchfließt hier die Matteshalde, wobei sandige und lehmige Sedimente zurückbleiben. Die Halden von Mattesstollen und der Kobenbach-Grube überlagern sich und bilden eine interessante Haldenlandschaft.