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Die drei Ricklinger Binnendünen EarthCache

Hidden : 4/4/2018
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Dieser Earthcache widmet sich dreier Dünen in und um Ricklingen. Wenn ihr die Waypoints erreicht habt und euch umseht, werdet ihr wohl erst einmal bemerken, dass es sich hier nur um bewaldete Hügel handelt, die zudem nicht landwirtschaftlich erschlossen sind. Das sie nicht genutzt werden, liegt sicherlich auch daran, dass sie nicht eben sind und daher der Nutzen für den Menschen nur gering ist. Der Hauptgrund dürfte heute aber sein, dass sie in der Liste der Naturdenkmäler gelistet sind. Binnendünen haben sich oft zu Lebensräumen von diversen spezialisierten Tieren entwickelt und werden somit geschützt.

                                 Düne an der „Karl-Pendel-Straße“          Nummer ND-H 185                       

                                 Düne an der „Voigtstraße“                      Nummer ND-H 184                                       

                                 Düne am „Im Mittelkamp“                       Nummer ND-H 186        


Was ist an ihnen jedoch besonders und wie sind sie entstanden?

Binnendünen sind ein Relikt der periglazialen Zeit. Sie sind am Ende und nach der Eiszeit vor etwa 10.000 Jahren im sogenannten Quartär-Holozän entstanden. Nachdem das Eis langsam abschmolz, ließ es karges unbewachsenes und zum Teil noch gefrorenes Land zurück, welches sich erst einmal wieder erholen und gestalten musste. Der Boden war dem Wind ausgesetzt und dieser verwehte die leichteren Bodenpartikel (vor allem Schluff und Sand = die Korngrößen von 0,63 bis 0,063 cm). Dabei trennte sich das Material. Ganz kleine Teile, die man Schluff nennt, reisten dabei viel weiter und setzte sich oft erst in den Mittelgebirgen als Löss ab. Die etwas gröberen Partikel aus Sand blieben bereits früher liegen. Mancherorts sammelten sich so größere Haufen oder gar kleine Berge aus Sand an. Diese Gebilde konnten sich danach auch noch durch stetiger Bearbeitung des Windes fortbewegen.  Mit der wiedererstarkten Vegetation, erst durch Gras und später auch durch Baumbewuchs wurden sie dann am Standort gehalten. Offiziell gibt es Wanderbinnendünen bis auf eine Ausnahme bei Berlin heute nicht mehr in Deutschland.

Um eine Düne zu sein, bedarf es geologisch jedoch einiger Voraussetzungen. Der Hügel muss sich zu einem deutlich von der Umgegend abheben und eine relative Höhe von mindestens 1,5 Meter ausweisen. Als drittes müssen die Ausmaße der Breite bzw. der Länge zur Höhe größer als das Verhältnis 1:5 sein. Ansonsten werden sie nur als Flugsandebenen oder -decken bezeichnet.

Die heimischen Dünen werden wissenschaftlich in drei Formen unterteilt.

a) Wall- oder Quelldüne. Hier bildet sich die Anhöhe quer zur Windrichtung.

b) Bogen oder Parabeldüne. Dabei drückt der Wind den mittleren Teil weiter vor sich her und es entsteht die Form eines Bumerangs.

c) Strich- oder Längsdüne. Hierbei liegt die Erhebung  mit der Windrichtung.  

Die Pfeile zeigen die Windrichtung an. Wall- und Sicheldünen haben auf der Windseite eine weniger steile Erhebung als auf der windabgewendeten steileren Seite. Die Längsdünen sind eher spiegelgleich und fallen an den Seiten gleichmäßig ab.

 

Neben den Binnendünen gibt es auch die subaquatischen Dünen. Das sind zumeist die Dünen der Wüsten. Hier treten die Kuppen in großer Zahl und in einer Gruppe auf. Sie ähneln von ihrer Beschaffenheit den Rippeln, wie man sie auch im Wasser mancher Flüsse oder an der Küste beobachten kann. Ab einen Meter Höhe sind es dann jedoch subaquatische Dünen.

Des Weiteren gibt es noch die Küsten- und die Flussdünen. Hier wurde der Sand vornehmlich durch Wasser heran transportiert und ggfls. danach erst durch Wind weiter geformt. Binnendünen sind äolisch, also nur durch Wind entstanden.

Eine Artverwandte der Dünen ist die Wechte. Hier hat sich Schnee abgelagert  zumeist an Abhängen oder Kämmen und ist dann am Hindernis liegen geblieben und hat sich angesammelt.    

 

Begib dich nun zu den Wegpunkten der drei Dünen und schaue sie dir an. Beantworte mir danach die Fragen. Den Earthcache darfst du danach sofort loggen. Ich werde mich notfalls an dich wenden. Ein Foto von dir vor Ort wäre schön, ist aber optional. Die Orte sind geschützt. Man muss für die Fragen die Dünen nicht betreten. Bitte folgt bei Düne 2 (für Frage 3c) den bereits vorhandenen Weg zwischen Wiese und Düne (beginnend bei dem Bushäuschen). Die Koordinate ist direkt auf diesem Pfad und man kann die Besonderheit innerhalb dieser Düne, die es zu sehen gibt, gut von dieser Koordinate erkennen. Der Weg muss/soll nicht verlassen werden.

 

Die Fragen und Aufgaben:

1) Wie hoch muss sich eine Düne mindestens gebildet haben, um als solche zu gelten?

a) relative Höhe

b) Höhe im Verhältnis zur Länge bzw. Breite.

2) Düne 1, WP 1:

a) Was für eine Art von Düne ist diese hier?

b) Versuche zu bestimmen, aus welcher Richtung einst der Wind gekommen sein musste?

c) Sage mir warum du diese Vermutung aufstellst.

3) Düne 2, WP 2 und WP 3

a) Findest du hier (WP2) noch etwas vom ursprünglichen Dünensand?

b) Beschreibe ihn in kurzen Worten (Konsistenz, Farbe, sind mineralische Fremdstoffe enthalten?)

c) gehe zum WP 3. Ich weiß nicht, ob geologisch oder fremd entstanden, doch was siehst du hier mitten in der Düne, was eigentlich nicht sein dürfte?

4) Welche der Dünen 1 und 2 ist höher und welche ist in der gesamten Fläche größer?

5) Düne 3, WP 4: Hier kommt man leider nicht bis zur Düne ran. Von der Wegsperre brauchst du nur gerade über den Rasen zu schauen. Die Düne ist vom WP etwa 350 Meter weit weg. Unterscheidet sie sich, bei dem was man sieht, von den anderen und ggfls. wie?

6) Welche typische Arten von Bäumen, haben für sich an allen drei Dünen angesiedelt?

 

Ich wünsche viel Spaß bei diesem Earthcache

Guywan

 

Das Listing ist auch mit Zuhilfenahme von Wikipedia und www.ag-binnendüne.de entstanden.

 

 

 

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