Wem sind sie noch nicht aufgefallen? Man fährt eine Landstraße entlang, oder geht auf einem Feldweg spazieren, und da stehen sie: Kreuze inmitten der Landschaft. Der traurige Anlass für die meist temporär aufgestellten Kreuze an Rändern von Straßen ist im Regelfall sofort klar. Aber was ist mit all den anderen Kreuzen, die meist recht groß und sehr aufwändig in Wäldern und an Feldern aufgestellt werden? Wenn man mal darüber etwas liest fällt auf, dass es sehr unterschiedliche Gründe für diese gibt.
Der Einfacheit halber wird hier "Flurkreuz" als Sammelbegriff für diese Art Landschaftsdenkmal benutzt.
Ein Flurkreuz ist ein Kreuz an einer Wegkreuzung, einem Weg oder einer Straße, am Feldrand oder im Wald. Es kann aus Holz, Stein oder Metall bestehen. Häufig sind Flurkreuze als Kruzifixe mit einer Darstellung des gekreuzigten Christus gestaltet.
Sie können an exponierter Stelle, auf Anhöhen oder an Weggabelungen errichtet sein und das Landschaftsbild prägen. Oft dienen sie als Wegzeichen für Wanderer und Pilger oder kennzeichnen gefährliche Stellen. Wegkreuze können Anhaltspunkte für alte Wallfahrtswege oder Prozessionswege sein; am Urlauberkreuz trafen sich die Pilger, und die Familie nahm Abschied. In der Regel stehen Flurkreuze einzeln in der Landschaft und werden gelegentlich von zwei Bäumen, oft Linden, flankiert.
Flurkreuze/Wegekreuze
Diese Kreuze dienen als Wegmarken für Wanderer und Pilger. Sie weisen auf gefährliche Stellen hin und laden ein, kurz Andacht zu halten.
Gedenkkreuz
Diese Kreuze werden von Hinterbliebenen zum Gedenken an Ereignisse oder Menschen errichtet, die bei einem Unfall oder durch ein Verbrechen ums Leben kamen. Es ist der einzige Brauch der heute noch in ganz Deutschland gepflegt wird. Ältere Gedenkkreuze erinnern an Kriegsgefallene.
Wetter- oder Hagelkreuze
Diese Kreuze wurden als Schutz vor Wetterkatastrophen oder nach schweren Unwettern aufgestellt.
Mord- und Sühnekreuze
Mord- oder Sühnekreuze wurden ab 1300 an Tatorten aufgestellt und waren Teil der Wiedergutmachung des Täters. Ein Sühnevertrag aus dem Jahr 1463 zeigt auf, dass damals für die Ermordung eines Sohnes ein Steinkreuz, 45 Gulden als Spesen und Schadensersatz, eine Heilige Messe mit zwei Priestern, zehn Pfund Wachs für Kerzen, je ein Paar Hosen an die Schiedsleute und zwei Eimer Wein fällig wurden.
Votivkreuz
Die Stifter errichteten diese Kreuze aus Dankbarkeit oder wegen eines Gelübdes nach der Errettung aus einer Notlage wie Krieg, Krankheit, Seuche oder Lebensgefahr.
Bei diesem speziellen Flurkreuz hier ist wohl davon auszugehen, dass es sich hier am ehesten um ein Wetter- bzw. Hagelkreuz handelt, um die Ernten der ansässigen Landwirte vor Unwettern zu schützen. Zudem ist es ein sehr junges Flurkreuz, da es erst im Jahre 2004 gestiftet wurde.
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